Kleine Mercedes G-Klasse kommt auch als Verbrenner: Baby-G mit 2 Antrieben

Neue kleine G-Klasse kommt auch als Verbrenner
Mercedes bringt den Baby-G mit zwei Antrieben

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.05.2026
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Mercedes wird den geplanten kompakten Ableger der G-Klasse nicht ausschließlich als Elektroauto anbieten. Konzernchef Ola Källenius bestätigte in einem Mediengespräch, dass der sogenannte "Little G" sowohl mit Elektroantrieb als auch mit Verbrennungsmotor kommen soll. Ein Mercedes-Sprecher bestätigte diese Informationen gegenüber auto motor und sport.

Benziner offiziell bestätigt

Der kleine G als neue Baureihe unterhalb der klassischen G-Klasse soll ab 2027 auf den Markt kommen. Trotz deutlich kompakterer Abmessungen orientiert sich das Modell optisch klar am großen Vorbild. Erlkönigaufnahmen (siehe Bildergalerie) zeigen eine kantige Karosserie mit kurzen Überhängen, aufgesetztem Dach, außenliegendem Reserverad und den für die G-Klasse typischen ausgestellten Radkästen.

Frühere Aussagen aus dem Mercedes-Umfeld deuteten auf eine eigenständige Plattform mit klassischem Leiterrahmen hin. Die Elektro-Variante wird voraussichtlich auf 800-Volt-Technik setzen und eine Ladeleistung von rund 300 kW erreichen. Für die Elektroversion des kleinen G werden Reichweiten von bis zu 500 Kilometern erwartet.

Besonders interessant ist jedoch die nun bestätigte Verbrenner-Variante. Dabei wird kein großer Sechs- oder Achtzylinder zum Einsatz kommen, sondern voraussichtlich der neue 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner aus dem CLA. Das Aggregat wurde von Mercedes entwickelt und wird über das Joint Venture Horse Powertrain von Geely und Renault produziert. Im CLA leistet der Motor 190 PS und stellt 300 Newtonmeter Drehmoment bereit. Kombiniert wird er mit einem ins Getriebe integrierten Elektromodul, das kurze rein elektrische Fahrten sowie Segelbetrieb ermöglicht.

Geländetauglichkeit im Fokus

Für den kleinen G sind mehrere Leistungsstufen dieses Hybridantriebs denkbar. Gleichzeitig dürfte Mercedes den Fokus stärker auf Effizienz und Alltagseinsatz legen als bei der deutlich größeren G-Klasse. Trotzdem soll das Modell seine Geländeeigenschaften behalten. Hinweise darauf liefern die hohe Bodenfreiheit, die kurzen Karosserieüberhänge und die eigenständige Fahrwerkskonstruktion der Prototypen.

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