Wer vor etwa drei Monaten in Gold investiert hat, dürfte die Wertentwicklung seither mit Unmut verfolgt haben. Schließlich ist das Edelmetall heute satte 14 Prozent weniger wert als vor einem Vierteljahr. Vielleicht liegt es an dieser Tatsache, dass Mansory bislang keinen Käufer für eines seiner neuesten Projekte gefunden hat. Dieser Mansory P720 auf Basis des Mercedes-AMG G 63 setzt nämlich auf Gold-Optik. Und das nicht nur ein bisschen: Der stark modifizierte Geländewagen trägt auf jedem Quadratmillimeter seiner Karosserie selbstbewusst eine matt schimmernde Goldfarbe.
"Einzigartiges Kunststück und Statement für Individualität"
Puh, das muss man sich erst einmal trauen. Aber vor derart auffälligen Design-Extravaganzen hat sich die Tuning-Truppe aus der Oberpfalz am Rande des Fichtelgebirges bekanntlich noch nie gescheut. Mansory selbst bezeichnet das Auto auf seinen Social-Media-Kanälen konsequenterweise als "einzigartiges Kunststück und Statement für Individualität". Zudem sticht dieser P720 nicht nur durch seine Farbgebung heraus. Mansory verpasst der G-Klasse zudem eine Widebody-Karosserie, die unter anderem einen neu gestalteten Frontgrill, groß dimensionierte Lufteinlässe, einen Frontspoiler sowie eine Motorhaube mit integrierten Entlüftungsöffnungen umfasst.
Entlang der Seiten gehören verbreiterte Radläufe, spezifische Trittbretter, eigens gestaltete Endrohre und großformatige Zubehörfelgen zum Umbau – selbstverständlich ebenfalls im Gold-Look. Am Heck setzt sich das Konzept fort. Der Mercedes-AMG G 63 erhält einen Dachspoiler, eine individuell gestaltete Abdeckung für das Reserverad und eine überarbeitete Heckschürze. Ergänzend sind zwei zusätzliche LED-Rückleuchten integriert, die ebenfalls in die goldene Gestaltung eingebunden sind.
Umgestalteter Innenraum und leistungsgesteigerter Antrieb
Im Innenraum trägt der Mansory-G Plaketten mit der Modellbezeichnung P720 und verfügt über eine neue Inneneinrichtung, die weitläufig auf beigefarbenes Leder setzt. Mansory ergänzt obendrein LED-hinterleuchtete Ziernähte an den Türverkleidungen sowie einen Dachhimmel mit Sternenhimmel-Optik. Eine weitere Änderung betrifft die Start/Stopp-Taste: Sie sitzt nicht mehr in der Mittelkonsole, sondern wurde in den Dachhimmel verlegt.
Am 4,0-Liter-V8-Biturbo des Mercedes-AMG G 63 hat Mansory ebenfalls Hand angelegt. Der Tuner gibt eine Leistung von 720 PS sowie ein maximales Drehmoment von 1.000 Newtonmetern an. Damit liegt das Goldstück deutlich über dem Serienniveau des Mercedes-AMG G 63, der ab Werk auf 585 PS (plus 20 PS, die bei Bedarf vom elektrischen Mild-Hybrid-Boost hinzukommen) und höchstens 850 Newtonmeter kommt. Mansory gibt einen Null-auf-Hundert-Wert von 3,7 Sekunden (Serie: 4,4 s) sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (220) an.
Goldstück zu verkaufen
Falls Sie lieber in V8-motorisiertes als in echtes Gold investieren wollen, bietet sich aktuell die perfekte Chance dazu. Denn der güldene Mansory P720 steht aktuell am Stammsitz im nordostbayerischen Brand zum Verkauf. Der Tachostand beläuft sich auf 50 Kilometer; das Auto geht also fast als Neuwagen durch. Den Preis nennt Mansory allerdings nur auf Anfrage.







