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ADAC Wallboxen-Test 2019

Jetzt auch mobile Ladeeinrichtungen geprüft

Der ADAC hat Wallboxen, also Elektroauto-Ladestationen für den Heimgebrauch getestet. Nachdem 2018 und 2019 insgesamt 18 Wallboxen das Prüfprozedere durchliefen, wurden nun 4 mobile Ladeeinrichtungen getestet. Dabei zeigte sich: Der Spagat zwischen mobiler Nutzung und Sicherheit kann gelingen.

Wer zuhause sein Elektroauto laden möchte, hat neben der Insattlation einer Wallbox auch die Möglichkeit, sein Fahrzeug mit einem Mobile Charger mit frischem Saft zu versorgen. Der Vorteil an diesen Geräten ist, dass sie über eine hasuhaltsübliche Steckdose an wechselnden Orten verwendet werden können. Das ist jedoch an Bedingungen geknüpft.

So sind unter anderem Ladegeräte mit einer Bemessungsleistung über 3,6 kVA beim Netzbetreiber anzumelden. Der ADAC rät daher zu einem Mobile Charger mit einer Ladeleistung von 11 kW, weil es für diese keiner Genehmigung bedarf. Ein entsprechendes Angebot ist aber noch sehr überschaubar – derzeit haben nur zwei der vom ADAC getesteten Hersteller Geräte mit 11 kW im Sortiment.

Wie beim ADAC Wallboxen-Test konzentrierte sich auch diese Untersuchung auf die Aspekte Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bedienung. Zusätzlich wurde die Eignung für den mobilen Einsatz geprüft. Die Gesamtnote konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit.

Testsieger mit der Note 1,3 ist der JUICE BOOSTER 2 des Schweizer Herstellers juice technology, gefolgt vom DinaTech NRGkick 32A light (Note 1,7). Beide Modelle funktionieren sicher, zuverlässig und stabil und belegen damit, dass der Spagat zwischen mobiler Nutzung und Sicherheit gelingen kann. Dagegen zeigte der go-e go-eCharger Mobile nach einem Fall aus einem Meter Höhe eine Fehlfunktion, so dass er nur die Note 2,6 erhält. Durchgefallen ist der Ratio Electric EV Portable Charger, da er nur einen mangelhaften elektrischen Personenschutz aufweist (Note 5,0)

Feste Wallboxen im ADAC-Test

Mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis 22 kW ist die Auswahl der zuvor getesteten Wallboxen breit gefächert, ebenso das Preisspektrum von 303 Euro bis 1.903 Euro. Die Boxen wurden auf die Zuverlässigkeit beim Laden, die Einfachheit der Bedienung, sowie die allgemeine Sicherheit geprüft. Die Gesamtnote konnte dabei nicht besser ausfallen als die Note der Sicherheit.

Die sechs neu getesteten Wallboxen haben die Prüfungen durchweg bestanden und ihre Aufgabe einfach, sicher und zuverlässig erfüllt, heißt es vom ADAC. Drei Geräte erhalten das ADAC Urteil „sehr gut“, zwei weitere „gut“ und lediglich eine Wallbox schneidet mit „befriedigend“ ab. Testsieger mit einer glatten „1,0“ ist die Heidelberg Wallbox Home Eco, der sechste Platz geht mit einer Gesamtnote von „2,8“ an die Perdok ecoLOAD. Zu den größten Kritikpunkten zählen hier die unzureichende Anleitungen und der Mangel an Sicherheitshinweise.

Im vergangenen Jahr gingen Platz 1 und 2 an die Produkte von ABL (Leistungsklasse 11 kW) und Keba (4,6 kW), die sich mit ihrer Ladeleistung sowie auch preislich im Mittelfeld bewegen. 865 Euro bzw. 762 Euro werden für die Vergleichsbesten fällig. Auf Platz 3 kam die Wallbox von Menekes, welche nicht nur die größte Ladeleistung mit 22 kW, sondern auch den höchsten Preis (1.903 Euro) hat. Alle drei schnitten mit der Note „sehr gut“ ab.

Gleichstromfehlerschutz muss hinzugekauft werden

Die Preise der Geräte sind aber nicht für bare Münze zu nehmen, da in einigen Fällen noch vorgeschriebene Sicherheitstechnik zugekauft werden muss. So kommen bei den Boxen von Innogy und Schneider Electric noch der im Heimgebrauch zwingend vorgeschriebene Gleichstromfehlerschutz hinzu, welcher mit 300 bis 400 Euro zu Buche schlägt. Bis auf die Ladestationen von ABL und Menekes muss bei allen empfohlenen Boxen noch ein – wesentlich günstigerer – Wechselstromfehlerschutz zugekauft werden, der nur 20 bis 40 Euro exklusive der Installation kostet.

Von den preisgünstigeren Geräten im Test, die es zum Teil schon als Bausatz ab rund 300 Euro gibt, rät der ADAC ab. Sie weisen gravierende Sicherheitsmängel auf, da sie bei Fehlermeldungen nicht abschalten, was zu Bränden oder auch Personenschäden führen kann. Besonders warnt der ADAC vor den Geräten von Annies-Carparts und Franz Röcker, die beide mit einer Note von 5,5 das schlechtest mögliche Ergebnis im Test einfuhren.

Beim Kauf einer Wallbox sollten drei Dinge immer beachtet werden. Erstens, muss die Installation einer Wallbox immer von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Zweitens, die dadurch entstehenden Kosten sollten, neben dem Kaufpreis der Box und Sicherungstechnik, mitberücksichtigt werden. Drittens sollten Verbraucher auf eine beiliegende Konformitätserklärung achten, die seit April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim regionalen Netzbetreiber benötigt wird.

ADAC Wallboxtest 2018
ADAC

Im Allgemeinen rät der ADAC zum Kauf einer universell einsetzbaren Wallbox mit 3 Phasen und 11 kW, wie zum Beispiel bei der ABL eMH1. Mit ihr kann 1-phasig mit 3,7 kW (z. B. Nissan Leaf), 2-phasig mit 7,4 kW (z. B. VW e-Golf) oder auch 3-phasig mit 11 kW (z. B. Renault Zoe) geladen werden.

Überblick und Preisvergleich:

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