Bereits bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius können sich Fahrbahnbeläge deutlich stärker aufheizen. Zusammen mit der Erwärmung durch die Fahrt entstehen an Reifen hohe Temperaturen.
Besonders problematisch kann ein zu niedriger Reifendruck werden. Der Autoclub weist darauf hin, dass Reifen in diesem Fall stärker walken und sich während der Fahrt stärker verformen. Dadurch entsteht zusätzliche Wärme im Reifen.
"Ob Auto oder Motorrad: Vor Fahrtantritt unbedingt den Reifendruck messen. Ein zu niedriger Reifenfülldruck ist bei hohen Temperaturen dringend zu vermeiden. Der zu gering befüllte Reifen verformt sich sonst während der Fahrt übermäßig, und dabei entsteht Hitze, die in Kombination mit den hohen Asphalttemperaturen zu einem Reifenplatzer führen kann", so der ADAC.
Beachten Sie die 0,2-Bar-Regel
Für Fahrten bei hohen Temperaturen sollen sich Fahrer am vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Reifendruck zu orientieren und diesen um mindestens 0,2 bar zu erhöhen. Die entsprechenden Angaben finden sich bei Pkw und Wohnmobilen je nach Fahrzeug im Tankdeckel, an der B-Säule auf der Fahrerseite oder in der Betriebsanleitung.
Wichtig ist dabei, den Reifendruck nur an kalten Reifen zu messen. Nach längeren Fahrten steigt der Druck durch die Erwärmung der Luft im Reifen an. Eine Messung unmittelbar nach einer Autobahnfahrt liefert daher keine zuverlässigen Werte. Bei Fahrzeugen mit hoher Zuladung oder voller Urlaubsbeladung kann je nach Fahrzeugtyp auch ein Zuschlag von 0,3 bis 0,4 bar sinnvoll sein. Maßgeblich bleiben dabei stets die Angaben des Herstellers.
Winterreifen im Sommer problematisch
Der ADAC weist außerdem darauf hin, dass Winterreifen für hohe Sommertemperaturen weniger geeignet sind. Ihre weichere Gummimischung erwärmt sich stärker und verschleißt bei Hitze schneller als die eines Sommerreifens.
Wer längere Urlaubsfahrten plant, sollte daher nicht nur den Reifendruck kontrollieren, sondern auch den allgemeinen Zustand der Reifen prüfen. Dazu gehören ausreichend Profiltiefe sowie die Kontrolle auf Beschädigungen oder Alterungserscheinungen.












