BYD verschmäht Maserati: deutliche Absage zu den Übernahmegerüchten

BYD verschmäht Maserati
Das ist eine schöne Marke, aber...

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.07.2026
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BYD sagt nein zu Masearti
Foto: BYD/Maserati

Die Spekulationen beendete Stella Li, Vizepräsidentin von BYD, mit einem klaren Statement. Zwar sei Maserati "eine sehr schöne Marke", doch eine Übernahme passe nicht zur eigenen Ausrichtung, wie das Magazin Italpassion berichtet. BYD positioniert sich als global agierendes Technologieunternehmen und konzentriert seine Europa-Strategie auf den Aufbau eigener Produktionsstätten. Die Übernahme einer Nischen-Luxusmarke steht dabei nicht im Fokus.

Diese Absage erhöht den Druck auf den Mutterkonzern Stellantis. CEO Antonio Filosa betonte zwar kürzlich, Maserati stehe "nicht zum Verkauf". Gleichzeitig bestätigte er Verhandlungen mit zwei potenziellen Partnern. Es gehe nicht um einen Verkauf, sondern um technologische und industrielle Kooperationen. Konkrete Details dazu will der Konzern auf dem Maserati-Investor-Day Ende des Jahres 2026 bekannt geben.

Schrumpfen zum Erfolg?

Während die Partnersuche läuft, interpretiert Maserati den massiven Einbruch der Verkaufszahlen als Teil einer neuen strategischen Ausrichtung. Das Unternehmen verabschiedet sich offiziell vom früheren Ziel, jährlich rund 50.000 Fahrzeuge abzusetzen. Stattdessen sollen nun Rentabilität, Individualisierung und Exklusivität im Vordergrund stehen. Das neue Absatzziel liegt bei 15.000 bis 20.000 Autos pro Jahr. Der ehemalige CEO Jean-Philippe Imparato formulierte die neue Marschroute so: "Wir dürfen uns nicht zu einem Allrounder entwickeln, sondern müssen uns ganz auf den Kunden und die Qualität konzentrieren."

Ein Blick auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2026, die Italpassion vorliegen, zeichnet jedoch ein drastisches Bild, das weit unter dieser Zielmarke liegt. Weltweit brachen die Zulassungen um 37 Prozent auf nur 2.737 Einheiten ein. In Schlüsselmärkten wie den USA beträgt der Rückgang 46 Prozent, im Heimatmarkt Italien 39 Prozent.

Als Gründe für den Niedergang gelten der Wegfall der Volumenmodelle Ghibli, Quattroporte und Levante sowie der Imageverlust durch das Ende der V8-Motoren.

Zukunftspläne von Partnern abhängig

Die geplanten Nachfolger des Levante und des Quattroporte hängen direkt vom Erfolg der Partnersuche ab. Ihre Markteinführung verschiebt sich deshalb auf 2029 oder sogar 2030. Damit sind die wichtigsten zukünftigen Volumenmodelle von externen Partnern abhängig.

Bis dahin versucht Maserati, mit kleineren Maßnahmen Zeit zu gewinnen. Die bestehenden Modelle GranTurismo und GranCabrio erhalten technische Aufwertungen, und der V6-Nettuno-Motor soll auch für den Grecale verfügbar sein. Für 2027 ist dessen Weiterentwicklung mit neuen Hybridantrieben geplant.

Fazit