Stattdessen sollen Elektroautos noch stärker bevorzugt werden. Hinter dem Vorstoß stehen vor allem sozialdemokratische Kräfte im Europaparlament.
Besonders relevant ist das für Deutschland, weil Firmenwagen hierzulande einen großen Teil des Automarkts ausmachen. Viele Fahrzeuge von BMW, Mercedes oder Audi werden zunächst als Dienstwagen zugelassen und später als Gebrauchtwagen verkauft. Schon heute sind Elektroautos bei Dienstwagen steuerlich deutlich attraktiver. Reine E-Autos bis 100.000 Euro Listenpreis werden aktuell nur mit 0,25 Prozent versteuert. Für Verbrenner gilt dagegen weiter die Ein-Prozent-Regelung.
Sollten die Regeln verschärft werden, dürfte sich das Angebot vieler Unternehmen verändern. Arbeitnehmer würden häufiger Elektroautos statt Diesel oder Benziner als Dienstwagen bekommen. Besonders betroffen wären Außendienstler, Vielfahrer und größere Firmenflotten.
Mehr Elektroautos als Gebrauchtwagen
Die Auswirkungen würden nicht nur Neuwagen betreffen. Viele junge Gebrauchtwagen stammen aus Leasing- und Firmenwagenflotten. Wenn Unternehmen künftig mehr Elektroautos bestellen, kommen später automatisch mehr gebrauchte E-Autos auf den Markt.
Für Privatkäufer könnte das sinkende Preise und eine größere Auswahl bedeuten. Gleichzeitig würde der klassische Verbrenner im Firmenwagenmarkt weiter an Bedeutung verlieren.
"Made in Europe" als Preis-Label
Zusätzlich wird laut "Handelsblatt" auch über sogenannte "Made in Europe"-Kriterien diskutiert. Steuerliche Vorteile könnten also künftig stärker an europäische Produktion gekoppelt werden.
Beschlossen ist bisher allerdings nichts. Die Vorschläge werden derzeit im Europaparlament und zwischen den Mitgliedstaaten diskutiert. Zudem liegt die Steuerhoheit grundsätzlich bei den einzelnen Ländern.












