Ferrari Luce gegen Mazda Luce: Zwei Patente, aber kein Streit

Ferrari Luce gegen Mazda Luce
Zwei Patente, aber kein Streit

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 24.03.2026
Als Favorit speichern

Beim Blockbuster Highlander war klar, "es kann nur einen geben". In der Autoindustrie ist das nicht immer so eindeutig geregelt. Im aktuellen Fall geht es um die Modellbezeichnung Luce, die von den beiden Autobauern Mazda und Ferrari zur Nutzung beansprucht wird. "Luce" ist das italienische Wort für "Licht". Es steht für Helligkeit, Klarheit und Aufbruch.

Ferrari lässt sich Luce schützen

Ferrari hatte Anfang Februar 2026 das Cockpit-Konzept seines kommenden Elektromodells vorgestellt und dabei auch den Namen des E-Autos verkündet. Luce soll dieser heißen, Ferrari Luce. Um sich abzusichern hatten die Italiener sich die Modellbezeichnung Ferrari Luce samt Schriftzug auch beim italienischen Patentamt UIBM international schützen lassen. Erteilt wurde der Markenschutz am 9. Februar für die Nutzung an Fahrzeugen und für Fahrzeugteile.

Nur wenige Wochen später hat sich auch der japanische Hersteller Mazda am 4. März 2026 die Modellbezeichnung Luce beim japanischen Patentamt schützen lassen. Mazda hatte unter diesem Namen bis in die 1990er-Jahre große Limousinen-Modelle verkauft. Aktuell hat Mazda aber kein entsprechend benanntes Modell im Programm. Ob ein in der Planung befindliches Modell diesen Namen erneut tragen soll, ist bislang nicht bekannt.

Mazda lässt sich Luce schützen

Was Mazda mit dem aufgefrischten Patentschutz erreichen wollte, war zunächst unklar. Beobachter vermuteten, dass die Japaner den Italienern so die Verwendung des Namen Luce zumindest auf dem japanischen Markt vereiteln wollen. Gegenüber US-Medien haben Vertreter aus Maranello hingegen erklärt, man habe im Vorfeld der Markenrechtsanmeldung umfangreiche Recherchen angestellt, die keine Kollision mit aktiven Rechten Dritter ergab. Die Markenrechte von Mazda an Luce waren angeblich erloschen, als Ferrari den Antrag auf Patentschutz stellte. Zwischenzeitlich hat der in Hiroshima ansässige Hersteller seine Position in einer offiziellen Stellungnahme klargestellt und damit den Weg für eine schnelle Lösung des Problems geebnet. Mazda möchte den Namen Luce nicht aufgeben, beabsichtigt aber gleichzeitig nicht, Ferraris Nutzung "in irgendeiner Weise" zu behindern. Ein Rechtsstreit ist daher ausgeschlossen. Eine Einigung über die Nutzung dürfte auf dem Verhandlungsweg erreicht werden. Allerdings stellten die Japaner klar, dass man weiterhin aktive Rechte am Namen Luce halte und diese eventuell irgendwann auf dem japanischen Markt auch nutzen könnte.

Bei Mazda debütierte der Luce 1966 als Oberklasse-Modell. In verschiedenen Modellgenerationen wurde er bis 1991 angeboten. Allerdings verwendete Mazda die Modellbezeichnung Luce nur auf dem Heimatmarkt. Bei uns lief die große Mazda-Limousine zuletzt unter der Bezeichnung 929.

Fazit