Winterreifen-Special
Sicher bei Schnee und Matsch
sportauto-Ganzjahresreifentest Ingolf Pompe
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Ronal-Felgen 15 Bilder

Ganzjahresreifen in 235/35 R 19 91Y XL im Test

Ganzjahresreifen in 235/35 R 19 91Y XL Allwetter-Pneus für Sportwagenfahrer im Test

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Wintertaugliche Reifen, die im Nassen und Trockenen nichT schwammig rumeiern. Statt klassischen Winterreifen können das – ganz legal – auch Allseason-Reifen sein. Vorteile: Direkteres Lenken, besserer Kurvengrip, mehr Dynamik. Das sind die Profile für Sportfahrer.

🏆 Der Testsieger auf einen Blick:

  • Der Testsieger Michelin CrossClimate 2 ist etwas wasserscheu. Aber insgesamt der Schnee- und Trocken-Crack unter den Allwetterreifen (8,5 Punkte und damit die Note: sehr gut). Hier direkt auf Reifen.com bestellen.

So haben wir getestet

Um bestmögliche Ergebnissicherheit zu gewährleisten, werden – soweit machbar – sämtliche Versuche in diesem Test mehrfach durchgeführt. Angewendet wird ein progressives Bewertungsschema. Zur Absicherung der Ergebnisse werden die getesteten Produkte mit stichprobenartig gekauften Reifen in Nachtests verglichen. Auffälligkeiten gab es bei den diesjährigen Kontrollen zunächst bei Reifen der Firma Vredestein. Während die Reifen des vorliegenden Tests im Januar 2022 produziert und im Februar/März getestet wurden, zogen wir für unsere stichprobenartigen Nachkontrollen zunächst im Juli dieses Jahres hergestellte Reifen (DOT 3122) heran.

sportauto-Ganzjahresreifentest
Ingolf Pompe
Fliegender Wechsel: Michael schafft den Radwechsel an vier Positionen in unter 120 Sekunden – im Alleingang!

Während die physikalische Prüfung unauffällig blieb, wichen die Ergebnisse im Fahrversuch auf Nässe spürbar von der Performance des im Januar produzierten Reifens ab. Um das Ergebnis zu validieren, wurden von uns weitere Reifen mit einem Produktionsdatum im April ’22 (DOT 1622) unabhängig eingekauft und mit den Testreifen des Frühjahrs physikalisch wie auch im Fahrversuch verglichen. Das Resultat: Die guten Ergebnisse des Testreifens konnten innerhalb üblicher Toleranzen in allen Punkten bestätigt werden. Was hat die schwächeren Leistungen der Reifen aus KW 31 verursacht? Wir bleiben dran; eine Stellungnahme des Herstellers wird schnellstmöglich nachgeliefert.

Die Räder im Test

Beim sport auto-Reifentest kamen auf dem dynamischen Hyundai i30 N ausschließlich Ronal-Felgen des Typs R67 zum Einsatz. Das markante Rad ist alternierend mit fünf Doppel- und fünf Einzelspeichen versehen. Basierend auf der Grundfarbe Jetblack ist eine volllackierte Variante – die bei hartem Wintereinsatz klar die empfehlenswertere ist – wie auch eine Ausführung mit hochglanzüberdrehten, klarlackierten Speichen zu haben. Darüber hinaus lassen sich beide Räder mit unterschiedlichen, einklebbaren Applikationen veredeln. Die bunten Extras – Designelemente im Aero-Style in Rot oder Anthrazit – bieten perfekten Lufteinlass und eine extravagante Sportlichkeit.

Ronal-Felgen
Ronal

Die Designelemente werden nach Kundenwunsch in Bezug auf Farbe und Drehrichtung angebracht. Die Räder in den Größen 8,0 J x 18, 8,0 J x 19 und 8,5 J x 20 Zoll passen für viele Kompaktsportler wie auch für dynamische Mittelklassemodelle. Anders als bei vielen Wettbewerbsprodukten wird eine große Zahl auch exotischer Radanschluss-Maße (Lochkreis) angeboten. Dank der mitgelieferten ABE kann das Rad in seriennahen Dimensionen häufig auflagen- und eintragungsfrei montiert werden. Die Preise für die Ronal R67 beginnen bei 228 Euro/Stück, ein Satz Kunststoff-Inlays für vier Räder ist für etwa 100 Euro zu haben. Geliefert wird über den Fachhandel. Weitere Infos auf: www.ronal-wheels.com

Die getesteten Reifen im Überblick

Michelin CrossClimate 2

 Bei hohem Gripniveau und einem für einen Allseason vergleichsweise breiten Grenzbereich sehr verlässlich auf Schnee.

 Sehr kurze Bremswege trocken.

 Gute Rückmeldung und hoher Grip in trockenen Kurven, gutes Reservenangebot.

 Etwas längere Bremswege auf Nässe und starkes Untersteuern in nassen Kurven, etwas eingeschränkte Aquaplaning-Sicherheit.

 Schwach hörbares Jaul-Geräusch zwischen 50 und 30 km/h (wird beim Ausrollen des Fahrzeuges aus 80 km/h ermittelt).

Fazit: Etwas wasserscheu. Aber insgesamt der Schnee- und Trocken-Crack unter den Allwetterreifen (8,5 Punkte und damit die Note: sehr gut).

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Vredestein Quatrac Pro

 Mäßiger Grip auf Schnee, dafür überragende Nasshaftung mit sehr präzisem und verlässlichem Handling.

 Sichere Performance auch im Trockenen.

 Nach außen und innen sehr leise, komfortabel.

 Etwas längere Bremswege auf Schnee, dazu etwas nervös und Lastwechsel-empfindlich bei Kurvenfahrt.

 Hoher Rollwiderstand.

Fazit: Höchste Nässesicherheit: der Allseason vom holländischen Hersteller – fürs Flachland (8,4 Punkte, sehr gut).

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Continental AllseasonContact

 Sehr gute Traktion und gut beherrschbares Fahrverhalten auf Schnee, kooperiert sehr gut mit Regelsystemen ASR/ESP/ABS.

 Recht Aquaplaning-sicher, gutes Haftungslevel und sicheres Handling auf trockenem Asphalt.

 Sehr niedriger Rollwiderstand.

 Spitzer Traktionsabriss, schmaler Schlupfbereich auf Schnee.

 Etwas längere Bremswege auf nasser und trockener Strecke.

Fazit: Bestens ausgewogen – nur im Nass- und Trockenbremsen verpasst Conti die Spitze (8,0 Punkte, sehr gut).

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Bridgestone WeatherControl A 005 evo

 Für einen Allseason recht ausgewogene Leistungen auf Schnee, ordentliche Haftung auf Nässe.

 Kurvenfest, präzise und recht sommerreifennah im Trockenen.

 Vergleichsweise schmaler Grenzbereich auf Schnee, früheres Aufschwimmen bei Starkregen.

 Schwach hörbares, summendes Abrollgeräusch bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Fazit: Sportlicher AllroundAllseason mit kleinen Schwächen im Detail (7,7 Punkte, gut).

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Goodyear Vector 4 Seasons Gen-3

 Ordentlicher Grip und agiles Fahrverhalten auf Schnee, Sicher-breiter Grenzbereich auf Nässe.

 Auf trockenen Straßen sehr gut beherrschbar, aber wenig dynamisch.

 Geringe Reserven bei durchdrehenden Rädern auf Schnee.

 Bei Lastwechseln auf Nässe wenig stabil.

 Längere Bremswege auf trockenem Asphalt, hoher Rollwiderstand.

Fazit: Das Rundum-Sorglos-Paket. Besonders für Autos mit etwas weniger Punch (7,4 Punkte, gut).

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Toyo Celsius AS2

 Gutes Bremsen und sicherer Kurvengrip auf Schnee und auf trockener Straße.

 Überragende Aquaplaning-Sicherheit.

 Mit zu kleinen Lenkwinkel- und Schlupfreserven inharmonisches Handling auf Schnee.

 Defizite im Kurvengrip und zu lange Bremswege auf nasser Fahrbahn (Abwertekriterium).

 Erhöhter Rollwiderstand. Etwas poltrig jaulende Abrollgeräusche zwischen 70 und 50 km/h.

Fazit: Zu schwach auf Nässe. Für einen Allseason knapp am Thema vorbei (6,2 Punkte, befiredigend).

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In der großen Wertungstabelle sehen Sie, wie die Ganzjahresreifen im Vergleich zu den Referenzreifen Bridgestone Sommer Potenza Sport (Sommerreifen) und Bridgestone Winter Blizzak LM 005 (Winterreifen) abgeschnitten haben.

sportauto-Ganzjahresreifentest, Gesamtwertung
Ingolf Pompe

In keinem Reifensegment geht die Entwicklung so rasant voran wie bei Allwetter- oder Allseason-Reifen. Kaum ein Hersteller, der zwischenzeitlich kein ganzjährig und bei jedem Winterwetter legal nutzbares Produkt im Portfolio hat. Seit unserem letzten Allseason-Test in der Größe 225/45 – 18 auf dem BMW 330i hat sich allerhand getan. Bei fast jedem Hersteller wurden Mischungen angepasst, Profile optimiert, viel – von außen nicht immer sichtbares – Feintuning betrieben.

Aber Allwetterreifen auf sportlichen Autos? Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Natürlich ist es völlig sinnbefreit, sportliche Autos im Sommer auf Allwetterreifen zu bewegen. Wir reden hier lediglich davon, adäquat, sicher und legal bereift, mit möglichst geringen Einschränkungen in Sportlichkeit und Dynamik über den deutschen Winter zu kommen.

Ganz im Gegensatz zu früheren, Schneegrip-orientiert schmalspurigen und niedrig tempolimitierten Feinripp-Winterreifen sind viele Allseasons weit besser an heutige Realitäten im wenig alpinen Großteil Deutschlands angepasst. Sichere Haftung auf kalten, nassen Untergründen, hohe Aquaplaning-Sicherheit sowie ein stabiles Fahrverhalten auch im höheren Geschwindigkeitsbereich haben an Bedeutung gewonnen und die Ansprüche an bestmögliche Schnee- und Eis-Traktion weit zurückgedrängt.

Auto Schnee Winter Fahren
Reifen

Veränderungen, die auch auf unsere Bewertung der Produkte Einfluss nehmen: Während bislang bei sportauto-Allwetterreifen-Tests die Ergebnisse auf Schnee zu einem starken Fünftel (20 %) in die Wertung einflossen, werden wir mit diesem Test die Schneeresultate wie auch die Nässequalitäten erstmals mit fünf Prozent weniger gewichten. Der Grip der Reifen und ihre Sicherheit auf trockener Piste – bislang ein Schwachpunkt vieler Allseasons – stehen dafür mit zehn Prozent mehr im Fokus. Ihre Umwelteigenschaften, wie der Kraftstoffverbrauchs-relevante Rollwiderstand und die Geräuschemission der Reifen, gehen wie gehabt mit zehn Prozent in die Gesamtnote ein.

Sechs Allseasons im Vergleich

Mit dabei sind: Der WeatherControl A 005 evo von Bridgestone, der AllseasonContact von Conti, der Goodyear Vector 4 Seasons Gen-3, der Michelin CrossClimate 2, Vredesteins Quatrac Pro und Toyos Celsius AS2. Zur besseren Einordnung der Resultate sind die Bridgestone-Sommerreifen Potenza Sport und der bewährte Blizzak LM 005 (Winter) mit von der Partie.

Getestet wird auf dem mit 250 PS starken Hyundai i30 N, der mit seiner sportiv-neutralen Fahrwerksabstimmung und seinen 353 Nm Drehmoment an der Vorderachse hohe Ansprüche an die Reifen stellt. Auf Schnee hat das Drehmoment zunächst mal Pause: Hier begrenzt der Grip zwischen den Reifen und der Schneefahrbahn den Vortrieb. Aber es geht vorwärts, und das nicht mal schlecht. Während der mitgetestete Sommerreifen schon an kleinsten Steigungen scheitert und Kurven nur im Schritttempo zulässt, ist der im Winter stärkste Allseason, der Michelin CrossClimate 2, schon beinahe auf Winterreifen-Level unterwegs. In den Rundenzeiten auf dem dynamisch fahrbaren Handlingkurs trennen die beiden nur wenige Zehntel.

Dennoch liegen Welten zwischen den beiden Reifenkonzepten: Während das Wintergummi mit traumwandlerischer Sicherheit und gegenüber den Allwetterreifen vergleichsweise großen Reserven auch Fahrfehler verzeiht, balancieren die meisten Allseasons auf einem vergleichsweise schmalen Haftungsgrat. Routinierte Testfahrer sind auch bei engen Grenzbereichen schnell, daher die nah beieinanderliegenden Rundenzeiten. Weniger Schnee-Erfahrene landen bei solchen Reifencharakteristika eher im Graben.

Winterreifentest 245 2022
Reifen

Der Grund für dieses Verhalten ist im Profil der Reifen zu finden: Zwischen der Mehrzahl der hier getesteten Allwetterreifen mit ihrem sehr ähnlichen, pfeilförmigen und somit laufrichtungsgebundenen Profil und typischen Winterreifen gibt es einen wesentlichen Unterschied: Das Vorhandensein und die Anzahl von Lamellen. Diese feinen Einschnitte erhöhen die Zahl der Greifkanten des Winterreifens und sorgen dafür, dass er sich einerseits besser mit der Schneeoberfläche verzahnt. Andererseits wird durch die Fräswirkung, die etwa bei leicht durchdrehenden Rädern entsteht, ein verbesserter Vortrieb erreicht. Allerdings ergibt sich durch die meist wellenförmigen Schnitte auch eine leichtere Verformbarkeit des Profilblocks, was sich nachteilig auf das Ansprechverhalten des Reifens etwa bei Richtungswechseln auf nassen und trockenen Fahrbahnen auswirkt – das Fahrverhalten wird zwangsläufig indirekter und schwammiger.

Viele Allseasons versuchen, das Weniger an Lamellen durch kräftige, parabelförmig nach außen verlaufende Rippen sowie durch ausgeklügelte Mischungstechnologie auszugleichen. Mit grundsätzlich guten Ergebnissen, allerdings dem bereits genannten Nachteil, dass der Bereich, in dem ein Reifen bei leichtem Durchdrehen oder bei weiterem Zuziehen des Lenkrads in verschneiten Kurven noch Traktion oder Seitenführung aufbaut, recht schmal ausfällt. Präzise arbeitende ABS, ASR oder ESP können, ebenso wie ein erfahrener Testfahrer, diese Bereiche erfühlen und nutzen. Weniger Winter-Erfahrene kommen daher mit aktivierten Systemen sicherer ans Ziel. Die gute Nachricht: Keiner der getesteten Allseasons verpasst auf Schnee unsere Mindestanforderungen. Vorne mit dabei sind Michelin und Conti, Bridgestone und Goodyear sind gut, auch Vredestein und Toyo werden noch vielen Ansprüchen gerecht.

Nässe entscheidet

Auf nassen Fahrbahnen wollen wir ein sicheres Fahrverhalten und vor allem kurze Bremswege sehen: Hier leistet sich Toyo den ersten Patzer. Aus Tempo 80 kommt er erst sechs Meter hinter dem Feld der Mitbewerber zum Stehen. Das führt zwangsläufig zur Abwertung. Fast drei Meter früher als die Konkurrenz kommt hingegen der Vredestein Quatrac zum Stillstand. Mit überragender Performance und präzisem Handling im Nassen ist er mit deutlichem Abstand der Nässekönig des Tests.

Kann er diese Dominanz auch auf trockenen Strecken behaupten? Nope. Hier nimmt ihm Michelin gleich das Krönchen ab: Der in Italien produzierte Franzose kommt mit Bremswegen von rund 38 Metern bis auf 1,5 Meter an das Niveau des Sommerreifens heran. Bridgestone und Toyo schaffen gute 40 und 41, Conti und Vredestein immerhin 42 und 43 Meter. Nur Goodyear fällt mit fast 44 Metern sogar hinter das Niveau des mitgetesteten Winterreifens zurück.

Reifenlagerung, Reifenstapel
Reifen

Wir wären nicht sport auto, wenn wir die Allwetterreifen nicht auch auf dem rennstreckenähnlichen Rund- kurs auf Herz, Nieren und im Grenzbereich prüfen würden. Drei gezeitete Runden auf dem bärenstarken Hyundai i30 N sind für Allwetterreifen nicht ohne. Wer dabei glaubt, dass nach dem verschärften Ritt die Profilblöcke in Fetzen von den Laufflächen hängen, der irrt. Trotz des Rippenprofils überraschen die meisten mit einer durchaus noch als sportlich einzustufenden, stets jedoch sicheren Dynamik. Von den Rundenzeiten der Sommerreifen sind sie allerdings noch spürbar entfernt. Dennoch fahren sie sich alle präziser und vor allem kurvenfester als Winterreifen, die nach ähnlicher Behandlung mit deutlichem Profilverlust ein Fall fürs Recycling sind.

Die stärksten Reifen mit dem sommerreifenähnlichsten Charakter kommen dabei von Michelin, Vredestein und Bridgestone. Michelin punktet dabei mit kürzesten Bremswegen als Sicherster, Bridgestone überzeugt mit bester Lenkpräzision, Nassgrip-Star Vredestein glänzt dazu mit bestem Abrollkomfort – zulasten allerdings des Rollwiderstands.

Wer aber schafft den Triple – die bestmögliche Sicherheit auf Schnee, Nässe und trockener Straße? Der Michelin CrossClimate! Ein Allseason, der angesichts seines geringen Performance-Nachteils zum Schnee-Spezialisten durchaus die sport auto-Winterreifen-Empfehlung für nicht-alpine Nutzung sein kann. Geht doch!

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