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Neuzulassungen Juli 2020

Auto-Käufe ziehen mächtig an

Im Juli wurden 314.938 Pkw neu zugelassen. Im Vergleich zum Juni eine Steigerung von 43,0 Prozent. Der Jahresvergleich liegt noch bei minus 30,1 Prozent.

Im Mai 2020 waren nur 168.148 neue Autos zugelassen worden, im Juni waren es schon über 52.000 mehr, im Juli ist schon fast die Quote des Vorjahresmonats mit über 325.000 Pkw-Neuzulassungen erreicht. Der Corona-Einfluss nimmt also langsam ab, im Vergleich zum Juli 2019 liegt der Verlust nur noch bei 5,4 Prozent. Dafür legen die alternativen Antriebe sicher auch dank der Fördermaßnahmen massiv zu. Die Marktanteile von Benzinern und Diesel sinken um 28,4 bzw. 18,6 Prozent, die der Hybridantriebe steigt um 143,5 Prozent. Der Marktanteil liegt hier bei 16,7 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 6,5 Prozent.

Neuzulassungen Juli 2020
Kraftfahrtbundesamt
Die Neuzulassungsstatistik der Pkw erreicht fast wieder Vorjahresniveau.

Insgesamt wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 1.525.560 Autos erstmals in den Verkehr gebracht – 30,1 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der Gesamtneuzulassungen präsentiert sich weiter im Minus – allerdings ist auch hier der Rückstand nur noch marginal. Im Juli wurden 383.348 Kraftfahrzeuge neu zugelassen (- 2,0 Prozent), im bisherigen Jahresverlauf kamen bislang 1.884.370 Kraftfahrzeuge (- 27,1 Prozent) neu auf die Straßen.

SUV und Kleinwagen gewinnen

Die Segmente Wohnmobile (+94,7 %), Kleinwagen (+9,5 %), SUV (+3,1 %) und Oberklasse (+2,7 %) verzeichneten Zulassungssteigerun-gen. Bei den übrigen Segmenten zeigten sich Rückgänge, die bei den Mini-Vans (-49,5 %), den Großraum-Vans (-39,8 %) und den Minis (-30,1 %) mehr als -30 Prozent betrugen. Anteilsstärkstes Segment waren die SUV (21,8 %), dicht gefolgt von der Kompaktklasse mit 21,1 Prozent.

Die wichtigsten Fakten zur Neuzulassungsstatistik im Juli 2020:

  • Anteil Benziner: 49,0 %
  • Anteil Diesel: 28,4 %
  • Anteil Erdgas: 0,3 %
  • Anteil Flüssiggas: 0,2 %
  • Zulassungen Hybridantrieb: 52.488 (+ 143,5%) / Marktanteil: 16,7 %
    davon
  • 19.119 Plugin-Hybride (+ 484,7 %) / Marktanteil: 6,1 %
  • 16.798 Elektro-Modelle (+ 181,7 %) / Marktanteil: 5,3 %
  • CO2-Ausstoß: 144,5 g/km (-8,7 %)

Opel bleibt Schlusslicht

Betrachtet nach Marken zeigt die bisherige Jahresbilanz nur Verlierer, wobei sich bei einigen Herstellern schon erste Aufwärtszeichen absehen lassen. Abgesehen von DS und Mitsubishi stehen alle Marken zweistellig im Minus. Unter den 34 Autoherstellern, die das Kraftfahrtbundesamt listet, schneiden in den ersten sieben Monaten des Jahres Smart mit einem Rückgang von 83,6 Prozent, Suzuki mit minus 51,9 Prozent und Mazda mit minus 48,2 Prozent besonders schlecht ab. Das Ranking der deutschen Autohersteller: Audi (-31,5 %), BMW (-22,5 %), Ford (-38,5 %), Mercedes (-21,1 %), Opel (-47,7 %), Porsche (- 16,7 %) und VW (-30,3 %).

Gebrauchtwagenmarkt zeigt Erholungssignale

Im Plus steht indes der Gebrauchtwagenmarkt. Im Juli wechselten 747.831 Pkw den Halter, mithin 13,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gegenüber dem Juni 2020 zeigt sich ein Zuwachs von 17,1 Prozent. Die Zahl der gesamten Halterwechsel im Juli liegt mit 869.169 um 13,3 Prozent über dem Juli 2019, auch gegenüber dem Juni 2020 konnten die Besitzumschreibungen um 14,0 Prozent zulegen. Noch negativ zeigt sich die bisherige Jahresbilanz. Von Januar bis Juli haben 3.948.598 Autos den Besitzer (- 7,6 Prozent) gewechselt. Die Zahl aller Kfz-Halterwechsel liegt nach sieben Monaten bei 4.611.487 Fahrzeugen und damit um 6,2 Prozent unter dem Vorjahresvergleichszeitraum.

Fazit

Es geht bergauf! Im Juli kann sich die Neuzulassungsquote der Pkw mit knapp 315.000 Neuzulassungen an die Statistik des Juli 2019 annähern. Insbesondere der massive Zuwachs bei den Hybrid-Fahrzeugen und den Elektroautos zeigt, dass hier die Erhöhung der E-Autoprämie Früchte trägt. Auch der Gebrauchtwagenmarkt erholt sich allmählich – die Zeichen stehen also auf leichtem Wachstum. Doch was passiert nach dem Ende der Fördermaßnahmen?

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