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Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

Umweltbonus gefragt wie nie – Zoe kocht alle ab

Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde mit Ablauf des Juli 2020 insgesamt 234.805 mal beantragt. Die Anträge stiegen im Vergleich zum Vormonat deutlich an.

Im Juli 2020 sind mit 19.993 Anträgen zur E-Autoförderung die höchste Zahl seit Einführung der Prämie im Juni 2016 gestellt worden. Zuletzt gab es im März 2020 trotz der beginnenden Corona-Pandemie eine Rekordzahl von über 12.000 Anträgen, die bei der Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt wurden. Die neue Förderrichtlinie erlaubt den Antrag auf den Umweltbonus erst nach der Zulassung des Fahrzeugs, nicht wie zuvor nach dem Kauf. Deshalb hängen die Förderanträge inzwischen unmittelbar mit den Zulassungszahlen der E-Fahrzeuge zusammen. Entsprechend fiel die Zahl der Neuanträge analog zum drastischen Corona-Rückgang der Neuzulassungen von 12.365 im März auf nur noch rund 6.500 im April 2020.

Anträge nach Bundesland

Bundesland BEV PHEV Gesamt
Baden-Württemberg 23.347 14.239 37.605
Bayern 28.344 15.278 43.647
Berlin 5.100 2.480 7.584
Brandenburg 2.687 1.736 4.429
Bremen 703 550 1.255
Hamburg 2.606 1.984 4.590
Hessen 10.426 7.715 18.150
Mecklenburg-Vorpommern 1.106 815 1.923
Niedersachsen 11.870 7.593 19.476
Nordrhein-Westfalen 41.504 20.528 62.061
Rheinland-Pfalz 6.233 3.993 10.231
Saarland 1.220 934 2.154
Sachsen 3.549 2.669 6.222
Sachsen-Anhalt 1.633 1.293 2.936
Schleswig-Holstein 5.603 2.404 8.011
Thüringen 2.923 1.551 4.476
Sonstiges (Ausland) 35 20 55


Bei der Bafa wurden bislang insgesamt 234.805 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 148.889 auf reine Elektroautos, 85.782 auf Plugin-Hybrid-Modelle und 134 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Umweltbonus Erhöhung – Innovationsprämie

Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung angekündigt, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2021 und rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4.6.2020 zu verdoppeln. Die Beteiligung der Hersteller am jetzt zur "Innovationsprämie" umgetauften Umweltbonus bleibt unverändert.

Die Innovationsprämie beträgt damit für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland 9.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 7.500 Euro. Für ein Plugin-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland beträgt der Umweltbonus bzw. die Innovationsprämie bis zum 31.12.2021 6.750 Euro; mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro gibt es noch 5.625 Euro. Auf den Hersteller-Anteil des Bonus können Endverbraucher noch die Umsatzsteuer aufschlagen.

Fahrbericht Renault Zoe RE135 Z.E. 50 (2019)
Renault
Der Renault Zoe ist das am meisten geförderte E-Fahrzeug in Deutschland


Es lohnt ein Blick auf die Marken- und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im wesentlichen die Marken BMW, Renault und Volkswagen. Der Renault Zoe, seit kurzem in einer umfangreich überarbeiteten Version auf dem Markt, hat sich als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Demgegenüber behauptet sich BMW als die Marke mit den insgesamt meisten geförderten Fahrzeugen. Dazu trägt neben dem anhaltenden Erfolg des BMW i3 auch die mit Nachdruck betriebene Modellpolitik der PHEV-Fahrzeuge bei.

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (134.352). Privatpersonen beantragten 96.018 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe (1.221), Körperschaften (1.331), Vereine (820), Zweckverbände (204) und Stiftungen (153).

Top 10 Hersteller nach Anträgen

Rang Hersteller Anzahl
1 BMW 32.690
2 Volkswagen 29.248
3 Renault 29.217
4 Smart 19.575
5 Mercedes-Benz 16.070
6 Mitsubishi 15.032
7 Tesla 14.822
8 Hyundai 13.887
9 Audi 12.387
10 StreetScooter 12.246


Wegen der Umstellung auf den WLTP-Verbrauchszyklus und der damit verbundenen geringeren theoretischen Reichweiten waren ab dem letzten Quartal 2018 diverse PHEV-Modelle aus der Förderfähigkeit gefallen. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bis Ende August 2018 wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

Fazit

Das neue Konjunkturprogramm und die dazugehörigen Innovationsprämie wirkt. Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedingt durch Corona werden die die Zahlen auch in den kommenden Monaten noch steigen. Meistgeförderte Marke ist BMW, meistgefördertes Fahrzeug der Renault Zoe.

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