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Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

Umweltbonus – jetzt 198.321 Förderanträge

Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde mit Ablauf des April 2020 198.321 Mal beantragt. Die Anträge gingen im aber stark zurück

Im März gab es noch eine Rekordzahl bei den neuen Anträgen auf den Umweltbonus, obwohl zum Monatsende hin bereits viele Zulassungsstellen bedingt durch die Corona-Pandemie geschlossen wurden. Über 12.000 Anträge waren es dennoch, die im März an das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt wurden. Die neue Förderrichtlinie erlaubt den Antrag auf den Umweltbonus erst nach der Zulassung des Fahrzeugs, nicht wie zuvor nach dem Kauf. Deshalb hängen die Förderanträge inzwischen unmittelbar mit den Zulassungszahlen der E-Fahrzeuge zusammen.

Anträge nach Bundesland

Bundesland Anzahl BEV Anzahl PHEV Gesamt
Baden-Württemberg 20.289 11.581 31.886
Bayern 24.629 12.169 36.821
Berlin 4.665 2.154 6.823
Brandenburg 2.250 1.391 3.645
Bremen 606 412 1.020
Hamburg 2.264 1.618 3.882
Hessen 9.098 6.324 15.428
Mecklenburg-Vorpommern 970 663 1.635
Niedersachsen 10.013 6.031 16.056
Nordrhein-Westfalen 36.567 16.231 52.823
Rheinland-Pfalz 5.283 3.172 8.460
Saarland 1.045 695 1.740
Sachsen 3.060 2.141 5.204
Sachsen-Anhalt 1.430 1.031 2.471
Schleswig-Holstein 4.644 1.897 6.545
Thüringen 2.597 1.233 3.832
Sonstiges (Ausland) 34 16 50


Entsprechend fiel die Zahl der Neuanträge analog zum drastischen Rückgang der Neuzulassungen von 12.365 im März auf nur noch 6.483 im April 2020. Nach den Zahlen des Bafa wurden zum Ende April 2020 bislang insgesamt 198.321 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 129.444 (+3.659 im April) auf reine Elektroautos, 68.759 (+2.642) auf Plugin-Hybrid-Modelle und 118 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Umweltbonus Erhöhung seit Februar

Nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist das neue Bonusprogramm jetzt seit Ende Februar 2020 in Kraft.

Der Umweltbonus beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von maximal 40.000 Euro 6.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 5.000 Euro. Für ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von maximal 40.000 Euro beträgt der Umweltbonus 4.500 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 3.750 Euro. Auf den Hersteller-Anteil des Bonus (jeweils 50 Prozent) können Endverbraucher noch die Umsatzsteuer aufschlagen.

Fahrbericht Renault Zoe RE135 Z.E. 50 (2019)
Renault
Der Renault Zoe ist das am meisten geförderte E-Fahrzeug in Deutschland


Es lohnt ein Blick auf die Marken- und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im wesentlichen die Marken BMW, Renault und Volkswagen. Der Renault Zoe, seit kurzem in einer umfangreich überarbeiteten Version auf dem Markt, hat sich als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Top 5 Anträge Plugin-Hybride

Hersteller Modell Anzahl
Mitsubishi Outlander 13.401
Audi A3 e-tron 7.449
BMW 225xe 6.936
Mercedes-Benz E 300 e/de 4.813
Volkswagen Passat GTE 3.901


Demgegenüber behauptet sich BMW als die Marke mit den insgesamt meisten geförderten Fahrzeugen. Dazu trägt neben dem anhaltenden Erfolg des BMW i3 auch die mit Nachdruck betriebene Modellpolitik der PHEV-Fahrzeuge bei. So stammt zwar der Plugin-Hybrid mit den meisten Förderanträgen von Mitsubishi (Outlander), doch mit insgesamt sieben förderfähigen Modellreihen (davon sechs PHEV) sind die Bayern recht gut aufgestellt.

Top 5 Anträge E-Autos

Hersteller Modell Anzahl
Renault ZOE 23.299
BMW i3 15.999
Volkswagen e-Golf 13.279
Smart Fortwo 12.126
StreetScooter Work 11.975

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (113.284). Privatpersonen beantragten 81.342 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe (1.221), Körperschaften (1.009), Vereine (820), Zweckverbände (204) und Stiftungen (142).

Top 10 Hersteller nach Anträgen

Rang Hersteller Anzahl
1 BMW 29.180
2 Renault 24.861
3 Volkswagen 24.696
4 Smart 17.907
5 Tesla 13.481
6 Mitsubishi 13.467
7 Mercedes-Benz 12.243
8 Streetscooter 11.975
9 Hyundai 11.455
10 Audi 9.478


Wegen der Umstellung auf den WLTP-Verbrauchszyklus und der damit verbundenen geringeren theoretischen Reichweiten waren ab dem letzten Quartal 2018 diverse PHEV-Modelle aus der Förderfähigkeit gefallen. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bis Ende August 2018 wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

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Fazit

Im April schlugen die Auswirkungen der Corona-Krise voll auf die Auslieferung von Neufahrzeugen durch. Weil die Neuzulassungen stark einbrachen, sank analog dazu nach dem Rekordniveau im März die Zahl der Förderanträge für den Umweltbonus um fast die Hälfte. Rund 6.500 Anträge gingen im April beim Bundesamt für Wirtschaft ein. Meistgeförderte Marke ist BMW, meistgefördertes Fahrzeug der Renault ZOE.

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