Fahrbericht Mercedes EQC 400 Daimler AG/Dirk Weyhenmeyer

Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

125.403 Anträge bis Ende Juni 2019

Die BAFA hat zum 1. Juli 2019 eine weitere Zwischenbilanz zur Elektroautoprämie vorgelegt. Bislang wurde die Förderung 125.408 mal beantragt.

Nach wie vor plätschern die E-Auto-Neuzulassungen vor sich hin. Das am 2. Juli 2016 aufgelegte Förderprogramm für Elektroautos und Plug-in-Hybrid-Modelle wurde bislang noch nicht einmal zur Hälfte abgerufen. Ursprünglich vorgesehen für insgesamt 300.000 Fahrzeuge, wurden zum Stand 1. Juli 2019 erst 125.408 Förderanträge gestellt. Entsprechend wurde das Förderprogramm welches eigentlich zum 30. Juni 2019 auslaufen sollte, inzwischen vorläufig bis Dezember 2020 verlängert. E-Auto-Käufer können also auch weiterhin Anträge stellen.

Von den bisherigen Anträgen entfallen zum Stichtag 30.6.19 82.974 auf reine Elektrofahrzeuge und 42.360 auf Plugin-Hybrid-Autos. Noch eine extrem kleine Nische in der Nische besetzen die Brennstoffzellenfahrzeuge, für ein solches wurden bislang lediglich 74 Förderanträge gestellt. Der 600 Millionen Euro schwere Topf-Anteil der Bundesregierung (die anderen 50 % tragen die Hersteller) ist ausgelegt für die Förderung von 300.000 BEV und PHEV.

Das BAFA schlüsselt die Anträge auch nach Bundesländern auf. Demnach stammen die meisten Anträge (31.450) aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (24.305) und Baden-Württemberg (21.148). In den Stadtstaaten Berlin (4.192 Anträge) und Hamburg (2.482 Anträge) wurden jeweils mehr PHEV und BEV gefördert als in Mecklenburg-Vorpommern (959) und dem Saarland (1.084) zusammen. Schlusslicht in der Fördertabelle ist Bremen mit 641 Anträgen. Unter den Antragstellern sind gewerbliche Anwender klar in Führung. 68.057 Anträge entfielen auf Unternehmen, 55.166 auf Privatpersonen. Den Rest der Anträge (2.185) stellten Stiftungen, Körperschaften, Vereine und kommunale Einrichtungen.

Renault Zoe mit höchster Nachfrage

Modellübergreifend ist derzeit BMW die Marke mit den meisten geförderten E-Autos (20.295) in Deutschland, gefolgt von Renault (16.701) sowie Volkswagen (14.742). Das meistgeförderte Modell ist weiter der Renault Zoe mit 15.628 Anträgen. Die höchste Antragszahl für Plug-in-Hybride erreicht der Mitsubishi Outlander PHEV mit 8.442 Einheiten.

Seit September 2018 geänderte Förderfähigkeit

Im letzten Quartal 2018 hatte sich außerdem die Liste der antragsberechtigten Modelle ausgedünnt. So sind beispielsweise elf der 13 angebotenen Volvo Plugin-Hybrid-Modellversionen seit September 2018 nicht mehr förderfähig. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bisher wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Seit dem 1. September 2018 erfolgt die Messung des CO2-Ausstoßes auf Basis des WLTP-Prüfzyklus. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

BMW i3, Mercedes B-Klasse Electric Drive, VW e-Golf, Frontansicht
BMW i3, Mercedes B-Klasse Electric Drive, VW e-Golf, Frontansicht Ford C-Max Plug-in-Hybrid, Seitenansicht Renault Master Z.E. (2018) Piaggio Porter Elektro 52 Bilder

Fazit

Drei Jahre nach dem Start des Elektroauto-Förderprogramms sind erst rund 125.000 Prämienanträge gestellt worden. Ausgelegt ist das Programm für 300.000 Fahrzeuge. Es wurde daher vorerst bis Dezember 2020 verlängert. Der Renault Zoe ist der Topseller in Deutschland, gefolgt vom BMW i3 und dem Smart electric drive. Erfolgreichstes Plug-in-Hybrid-Modell ist der Mitsubishi Outlander.

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