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Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

Umweltbonus mit neuem Antragsrekord

Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde mit Ablauf des September 2020 284.482 mal beantragt. Die Anträge erreichten im vergangenen Monat einen neuen Rekord.

Im September 2020 ist mit 27.436 Anträgen zur E-Auto-Förderung die höchste Zahl seit Einführung der Prämie im Juni 2016 gestellt worden. Damit ist auch der Vormonats-Rekord (22.241 Anträge) deutlich übertroffen worden. In den nächsten Monaten dürfte sich die Zahl der Anträge, die bei der Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt wurden, demnach der 300.000er-Marke nähern. Die neue Förderrichtlinie erlaubt den Antrag auf den Umweltbonus erst nach der Zulassung des Fahrzeugs, nicht wie zuvor nach dem Kauf.

Anträge nach Bundesland

Bundesland BEV PHEV Gesamt
Baden-Württemberg 27.745 17.718 45.483
Bayern 33.414 18.956 52.397
Berlin 5.834 3.315 9.179
Brandenburg 3.323 2.241 5.572
Bremen 818 711 1.531
Hamburg 3.100 2.473 5.573
Hessen 12.586 9.758 22.353
Mecklenburg-Vorpommern 1.382 1.040 2.424
Niedersachsen 14.503 9.370 23.887
Nordrhein-Westfalen 47.908 26.103 74.040
Rheinland-Pfalz 7.704 5.068 12.777
Saarland 1.537 1.173 2.710
Sachsen 4.242 3.303 7.550
Sachsen-Anhalt 2.016 1.555 3.581
Schleswig-Holstein 6.808 3.217 10.030
Thüringen 3.339 1.991 5.333
Sonstiges (Ausland) 39 23 62


Bei der Bafa wurden bislang insgesamt 284.482 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 176.298 auf reine Elektroautos, 108.015 auf Plugin-Hybrid-Modelle und 164 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Umweltbonus-Erhöhung – Innovationsprämie

Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung angekündigt, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plugin-Hybride bis Ende 2021 und rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4.6.2020 zu verdoppeln. Die Beteiligung der Hersteller am jetzt zur "Innovationsprämie" umgetauften Umweltbonus bleibt unverändert.

Top 5 Anträge E-Autos

Hersteller Modell Anzahl
Smart Fortwo (BEV) 14.976
Tesla Model 3 (BEV) 16.929
Volkswagen e-Golf (BEV) 17.963
BMW i3 & i3s (BEV) 18.384
Renault ZOE (BEV) 32.043

Die Innovationsprämie beträgt damit für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland 9.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 7.500 Euro. Für ein Plugin-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland beträgt der Umweltbonus bzw. die Innovationsprämie bis zum 31.12.2021 6.750 Euro; mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro gibt es noch 5.625 Euro. Auf den Hersteller-Anteil des Bonus können Endverbraucher noch die Umsatzsteuer aufschlagen.

Top 5 Anträge Plugin-Hybride

Hersteller Modell Anzahl
Volkswagen Passat GTE  5.869
Mercedes-Benz E 300 de & E 300 e 6.717
BMW 225xe  7.685
Audi A3 e-tron  10.022
Mitsubishi Outlander  16.443
Fahrbericht Renault Zoe RE135 Z.E. 50 (2019)
Renault
Der Renault Zoe ist das am meisten geförderte E-Fahrzeug in Deutschland


Es lohnt ein Blick auf die Marken- und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im Wesentlichen die Marken BMW, Renault und Volkswagen. Der Renault Zoe, seit kurzem in einer umfangreich überarbeiteten Version auf dem Markt, hat sich als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Demgegenüber behauptet sich BMW als die Marke mit den insgesamt meisten geförderten Fahrzeugen. Dazu trägt neben dem anhaltenden Erfolg des BMW i3 auch die mit Nachdruck betriebene Modellpolitik der PHEV-Fahrzeuge bei. VW ist im September auf Rang zwei der meistgeförderten Marken aufgestiegen.

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (159.784). Privatpersonen beantragten 118.253 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe (1.221), Körperschaften (1.759), Vereine (820), Zweckverbände (204) und Stiftungen (170).

Top 10 Hersteller nach Anträgen

Rang Hersteller Anzahl
1 BMW 36.216
2 Volkswagen 34.783
3 Renault 33.981
4 Mercedes-Benz 22.597
5 Smart 21.942
6 Tesla 19.312
7 Hyundai 17.473
8 Mitsubishi 16.509
9 Audi 15.376
10 Kia 14.084


Wegen der Umstellung auf den WLTP-Verbrauchszyklus und der damit verbundenen geringeren theoretischen Reichweiten waren ab dem letzten Quartal 2018 diverse PHEV-Modelle aus der Förderfähigkeit gefallen. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bis Ende August 2018 wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

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Fazit

Das neue Konjunkturprogramm und die dazugehörigen Innovationsprämie wirkt. Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedingt durch Corona werden die Zahlen auch in den kommenden Monaten deutlich steigen. Meistgeförderte Marke ist BMW, meistgefördertes Fahrzeug der Renault Zoe.

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