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Zwischenbilanz E-Auto-Prämie: 745.000 Förderanträge

Zwischenbilanz E-Auto-Prämie Umweltbonus: 745.000 Förderanträge

IAA

Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde mit Stichtag 1. August 2021 744.952 mal beantragt. Elektroautos führen bei den Förderanträgen vor den PHEV.

Im Juli 2021 ist mit 51.351 Anträgen zur E-Auto-Förderung ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträge der bislang höchste Antrags-Eingang registriert, im Januar sank dieser auf 39.685 Anträge. Inzwischen nimmt die Zahl der Anträge, die beim Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt wurden, Kurs auf die Marke der Million, 75 Prozent sind auf dem Weg dort hin bereits geschafft. Die neue Förderrichtlinie erlaubt den Antrag auf den Umweltbonus erst nach der Zulassung des Fahrzeugs, nicht wie ursprünglich direkt nach dem Kauf. Deshalb bilden die monatlichen Antragszahlen inzwischen auch mit nur noch leichtem Verzug die Neuzulassungen bei den Elektroautos ab.

Anträge nach Bundesland

Bundesland Anzahl BEV Anzahl PHEV Anzahl
Gesamt
Baden-Württemberg 67.218 53.892 121.133
Bayern 75.887 60.826 136.747
Berlin 11.721 9.495 21.246
Brandenburg 8.400 6.617 15.026
Bremen 1.905 2.080 3.987
Hamburg 7.615 8.024 15.639
Hessen 30.015 30.213 60.241
Mecklenburg-Vorpommern 3.307 2.767 6.076
Niedersachsen 39.074 27.818 66.907
Nordrhein-Westfalen 104.854 81.342 186.238
Rheinland-Pfalz 19.103 15.862 34.972
Saarland 4.292 3.632 7.924
Sachsen 10.565 10.049 20.622
Sachsen-Anhalt 4.947 4.594 9.552
Schleswig-Holstein 15.937 9.991 25.934
Thüringen 6.981 5.611 12.595
Sonstiges (Ausland) 53 60 113
Summe 411.874 332.873 744.952

Bei der Bafa wurden bislang insgesamt 744.952 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 411.874 auf reine Elektroautos, 332.873 auf Plug-in-Hybrid-Modelle und 205 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Umweltbonus-Erhöhung – Innovationsprämie bis 2025

Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung angekündigt, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2021 und rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4.6.2020 zu verdoppeln. Die Beteiligung der Hersteller am jetzt zur "Innovationsprämie" umgetauften Umweltbonus bleibt unverändert. Am 17. Dezember 2020 wurde im Rahmen eines "Autogipfels" die Verlängerung der deutlich erhöhten Innovationsprämie bis Ende 2025 beschlossen. Es ist vorgesehen, über diesen Zeitraum die Förderung auf den elektrischen Antrieb zu fokussieren. Plug-in-Hybride werden ab 2022 nur noch gefördert, wenn sie eine Mindestreichweite von 60 Kilometer und ab 2025 von mindestens 80 Kilometer aufweisen.

Top 10 geförderte Modelle

Hersteller Modell Anträge
gesamt
Volkswagen Passat GTE 18.844
Volkswagen ID.3 21.470
Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid 21.928
Volkswagen e-Golf 25.799
Hyundai KONA Elektro 27.132
BMW i3 27.475
Volkswagen e-up! 27.749
smart EQ fortwo 28.776
Tesla Model 3 35.831
Renault ZOE 58.569

Die Innovationsprämie beträgt damit für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland 9.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 7.500 Euro. Für ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro für das Basismodell in Deutschland beträgt der Umweltbonus bzw. die Innovationsprämie bis zum 31.12.2021 6.750 Euro; mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro gibt es noch 5.625 Euro. Die PHEV-Prämien für die darauf folgenden Jahre bis Ende 2025 sind noch nicht bekannt. Auf den Hersteller-Anteil des Bonus können Endverbraucher noch die Umsatzsteuer aufschlagen.

Fahrbericht Renault Zoe RE135 Z.E. 50 (2019)
Renault
Der Renault Zoe ist das am meisten geförderte E-Fahrzeug in Deutschland


Es lohnt ein Blick auf die Marken- und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im Wesentlichen die Marken BMW, Mercedes und Volkswagen. Der Renault Zoe hat sich bislang als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Demgegenüber kann sich VW seit Oktober 2020 den ersten Rang bei den meistgeförderten Marken sichern, was angesichts der im Herbst 2020 begonnen Auflieferung der ersten VW ID-Modelle vermutlich von Dauer sein wird. Den Vorsprung gegenüber den anderen Marken hat VW inzwischen stark ausgebaut. Die für lange Zeit meistgeförderte Marke BMW muss sich seit Oktober 2020 mit dem dritten Platz begnügen.

Top 10 Hersteller nach Anträgen

Rang Hersteller Anzahl
1 Volkswagen 120.715
2 Mercedes-Benz 77.443
3 BMW 72.004
4 Renault 71.465
5 Audi 42.640
6 Hyundai 41.895
7 smart 41.200
8 Tesla 38.255
9 Kia 28.860
10 Škoda 23.998

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (392.944). Privatpersonen beantragten 307.217 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe, Körperschaften, Vereine, Zweckverbände und Stiftungen. Die meisten Förderanträge wurden bislang in Nordrhein-Westfalen gestellt, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg.

PDF
BAFA Zwischenbilanz zum Antragsstand0,79 MByte

In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die 30 meistgeförderten Fahrzeuge. Die komplette Liste der bislang geförderten über 100 Modelle bieten wir Ihnen als Download (siehe Link oben) an.

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Fazit

Die stark erhöhte Innovationsprämie wirkt. Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten bedingt durch Corona werden die Zahlen bei den Elektroautos und Plug-in-Hybriden auch in den kommenden Monaten weiter steigen. Inzwischen ist die Million in Sichtweite. Meistgeförderte Marke ist aktuell VW, meistgefördertes Fahrzeug der Renault Zoe.

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