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11/2019, MAN eTGE Elektro-Transporter
Ford C-Max Plug-in-Hybrid, Seitenansicht
DS3 Crossback E-Tense, Exterieur 73 Bilder

Zwischenbilanz E-Auto-Prämie

Umweltbonus – erst 173.841 Förderanträge

Der Umweltbonus zur E-Auto-Förderung wurde mit Ablauf des Januar 2020 173.841 Mal beantragt. Die Förderung geht bereits ins vierte Jahr. Noch im Februar kommt die Erhöhung

Deutschlands Autokäufer ließen sich im Januar weiter Zeit mit dem Umstieg. Der 2016 gestartete und ursprünglich für drei Jahre aufgelegte Fördertopf ist mit Stand Ende Januar 2020 noch knapp zur Hälfte ungenutzt. Für 300.000 förderfähige Elektro- und Plugin-Hybrid-Fahrzeuge war der Umweltbonus ausgelegt, nach den Zahlen des Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) wurden zum Ende Januar 2020 bislang insgesamt 173.841 Förderanträge gestellt. Davon entfallen 14.738 auf reine Elektrioautos, 58.991 auf Plugin-Hybrid-Modelle und 112 auf Brennstoffzellenfahrzeuge.

Anträge nach Bundesland

Bundesland Anzahl BEV Anzahl PHEV Gesamt
Baden-Württemberg  18.179 9.949 28.143
Bayern  21.957 10.586 32.563
Berlin  4.095 1.873 5.972
Brandenburg  1.936 1.192 3.131
Bremen  540 340 882
Hamburg  2.081 1.453 3.534
Hessen  7.997 5.392 13.395
Mecklenburg-Vorpommern  811 552 1.365
Niedersachsen  8.706 5.126 13.844
Nordrhein-Westfalen  32.690 13.892 46.606
Rheinland-Pfalz  4.628 2.715 7.348
Saarland  917 577 1.494
Sachsen  2.672 1.831 4.506
Sachsen-Anhalt  1.200 867 2.077
Schleswig-Holstein  3.982 1.585 5.571
Thüringen 2.314 1.048 3.364
Sonstiges (Ausland)  33 13  46


Im Januar 2020 kamen nur knapp 9.000 neue Anträge dazu. Der Dezember 2019 brachte dem Bafa noch den zweithöchsten Antrags-Eingang seit Start des Förderprogramms. Ein Grund für den deutlichen Anstieg dürfte das Auslaufen verschiedener attraktiver Leasing-Angebote einiger Hersteller – zum Beispiel für den E-Golf – gewesen sein. Die angekündigte Erhöhung des Umweltbonus – bis zu 6.000 Euro für reine BEV und bis zu 4.500 Euro für PHEV – war bis Ende Januar hingegen noch in der Schwebe.

Umweltbonus Erhöhung noch im Februar

Das hat nun ein Ende, nach einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) hat die EU-Komission den neuen Förderrichtlinien zugestimmt, dementsprechend soll das neue Bonusprogramm mit um 50 Prozent erhöhten Prämien noch im Februar in Kraft treten. Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger, die laut BMWI bis zum Monatsende erfolgen soll, hat das Warten auf die bis zu 6.000 Euro Prämie dann ein Ende.

Streetscooter Work
Streetscooter
Dank vieler Aufträge der Post ganz vorn im Förderkreis: Der Streetscooter


Zum Jahresauftakt 2020 lohnt ein Blick auf die Marken. und Typ-Verteilung bei den Anträgen. Nicht etwa Elektroauto-Pionier Tesla liegt hier in Führung, sondern im wesentlichen die Marken Renault und BMW. Der Renault Zoe, seit kurzem in einer umfangreich überarbeiteten Version auf dem Markt, hat sich als meistgefördertes E-Auto in Deutschland durchgesetzt.

Top 5 Anträge Plugin-Hybride

Hersteller Modell Anzahl
Mitsubishi Outlander PHEV 11.954
Audi A3 e-tron 6.756
BMW 225xe  6.578
Mercedes-Benz E 300 e / de 3.746
Kia Niro PHEV 3.665


Demgegenüber behauptet sich BMW als die Marke mit den insgesamt meisten geförderten Fahrzeugen. Dazu trägt neben dem anhaltenden Erfolg des BMW i3 auch die mit Nachdruck betriebene Modellpolitik der PHEV-Fahrzeuge bei. So stammt zwar der Plugin-Hybrid mit den meisten Förderanträgen von Mitsubishi (Outlander), doch mit insgesamt vier förderfähigen Modellreihen sind die Bayern recht gut aufgestellt.

Top 5 Anträge E-Autos

Hersteller Modell Anzahl
Renault ZOE 20.518
BMW i3 14.987
Smart Fortwo 11.508
Volkswagen E-Golf 11.504
Streetscooter Work 11.467

Die meisten Anträge auf Förderung wurden bislang von Unternehmen gestellt (98.548). Privatpersonen beantragten 72.154 mal den Umweltbonus. Der Rest der Anträge verteilt sich auf kommunale Betriebe (1.181), Körperschaften (839), Vereine (799), Zweckverbände (192) und Stiftungen (128).

Top 10 Hersteller nach Anträgen

Rang  Hersteller Anzahl 
BMW  26.664
Renault  21.988
Volkswagen  21.158
smart  17.086
Mitsubishi  12.020
Streetscooter  11.467
Tesla  11.056
Hyundai  10.200
Mercedes-Benz  10.181
10  Audi  8.006


Wegen der Umstellung auf den WLTP-Verbrauchszyklus und der damit verbundenen geringeren theoretischen Reichweiten waren ab dem letzten Quartal 2018 diverse PHEV-Modelle aus der Förderfähigkeit gefallen. Um auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge aufgenommen zu werden, dürfen nach der Förderrichtlinie von außen aufladbare Hybrid-Elektrofahrzeuge nicht mehr als 50 g CO2-Ausstoß pro Kilometer verursachen. Bis Ende August 2018 wurde der CO2-Ausstoß nach dem NEFZ-Prüfzyklus ermittelt. Aus diesem Grund gibt es bei einigen Fahrzeugmodellen Einschränkungen in der Förderfähigkeit.

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Fazit

Im Januar wurde nur eine mäßige Zahl an Förderanträgen für den Umweltbonus beim BAFA gestellt. Das dürfte sich demnächst ändern, denn nach monatelanger Hängepartie gab das Wirtschaftsministerium am 11.2.2020 bekannt, dass bis zum Ende des Februars die neuen, um 50 Prozent erhöhten Prämien wirksam werden sollen.

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