Nach mehreren Rekordjahren blieb der Absatz in allen Regionen hinter den Vorjahreswerten zurück. Der Hersteller führt die Entwicklung auf Angebotslücken beim 718 sowie beim Macan mit Verbrennungsmotor, auf die anhaltend schwächere Nachfrage in China und auf eine wertorientierte Angebotssteuerung zurück. Laut Vertriebsvorstand Matthias Becker habe Porsche "mit großartigen Fahrzeugen wie dem 911 Turbo S T-Hybrid begeistern" können, zugleich aber das eigene Ziel verfolgt, Qualität und Ertrag vor Stückzahlen zu stellen.
Rückgänge in allen Weltregionen
Mit 86.229 Auslieferungen blieb Nordamerika die größte Vertriebsregion und erreichte nahezu das Vorjahresniveau. In Europa (ohne Deutschland) lieferte Porsche 66.340 Fahrzeuge aus, ein Minus von 13 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland wurden 29.968 Neuwagen übergeben, was einem Rückgang um 16 Prozent entspricht.
Besonders stark sank der Absatz in China, wo 41.938 Fahrzeuge an Kunden übergeben wurden – ein Minus von 26 Prozent. Der Konzern nennt schwierige Marktbedingungen und einen intensiven Wettbewerb im Luxus- und Elektrosegment als Hauptursachen.
Modellmix mit zwei Gewinnern
Mit 84.328 Fahrzeugen war der Macan erneut die volumenstärkste Baureihe, davon 45.367 als vollelektrische Variante. Der Anteil der Elektro- und Hybridfahrzeuge erreichte weltweit 34,4 Prozent (davon 22,2 Prozent vollelektrisch und 12,1 Prozent Plug-in-Hybrid).
Der 911 steigerte sich leicht auf 51.583 Auslieferungen und setzte damit eine neue Bestmarke. Dagegen verzeichneten Panamera, Cayenne, Taycan sowie die auslaufenden 718-Modelle deutliche Rückgänge. Der neue Cayenne Electric wurde Ende 2025 vorgestellt und soll im Frühjahr 2026 in den ersten Märkten ausgeliefert werden.
Produktstrategie und Ausblick
Porsche hat den sogenannten Antriebsdreiklang – Verbrenner, Plug-in-Hybrid und vollelektrisch – 2025 weiter ausgebaut. Der Anteil elektrifizierter Modelle lag in Europa erstmals über dem der Verbrenner. In den Modellreihen Panamera und Cayenne dominieren die Plug-in-Varianten, während der 911 mit T-Hybrid den Verbrennermarkt anführt.
Für 2026 plant Porsche eine Fortsetzung der wertorientierten Absatzsteuerung. Nach dem Produktionsauslauf von 718 und Macan Verbrennern erwartet das Unternehmen ein weiter leicht rückläufiges Gesamtvolumen. Zugleich soll das Individualisierungsprogramm ausgebaut werden – sowohl in der Exclusive Manufaktur als auch im Sonderwunsch-Bereich.












