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Umweltbonus E-Autos und Plug-in-Hybride

Höhere Prämie kommt noch im Februar

Die neue Förderprämie mit bis zu 6.000 Euro für Elektroautos kann starten. Die Europäische Kommission hat keine Einwände gegen die höhere Förderung. Hier die Liste aller förderungsfähigen E- und Hybrid-Fahrzeuge der BAFA.

Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines Elektrofahrzeugs kann jetzt mit einer Prämie von bis zu 6.000 Euro belohnt werden. Plugin-Hybride werden mit 4.500 Euro gefördert. Die Förderung wird bei Fahrzeugen bis 40.000 Euro Nettolistenpreis um 50 Prozent angehoben. Bei Fahrzeugen über 40.000 Euro Nettolistenpreis steigt sie um 25 Prozent. Über einem Nettolistenpreis von 40.000 bis maximal 65.000 Euro wird der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge 5.000 Euro und für Plugin-Hybride 3.750 Euro betragen. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte am 11.2.2020 mit, dass die europäische Kommission keine Einwände gegen die höhere finanzielle Förderung von Elektrofahrzeugen in Deutschland hat. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier meinte dazu: „Ich freue mich, dass die Europäische Kommission heute grünes Licht für die Anpassung des Umweltbonus für Elektrofahrzeuge gegeben hat. Das ist ein gutes Signal, da es mit der neuen Förderung nun in Kürze losgehen kann“. Die angepasste Förderrichtlinie wird noch im Februar im Bundesanzeiger veröffentlicht und damit in Kraft treten.

Die Förderung gilt für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) ebenso wie für Plug-In-Hybride (PHEVs). Die Industrie wird sich weiterhin zur Hälfte am Umweltbonus beteiligen. Die deutliche Erhöhung der Prämie beschloss die Bundesregierung im November 2019.

Prämie gibt's auch rückwirkend

Das Beste: Wer sich sein E-Auto Ende letzten Jahres bestellt hat, muss sich nicht ärgern: Die neuen Fördersätze sind für alle Fahrzeuge anwendbar, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden. Die Verzögerung beim Inkrafttreten ergab sich laut Medienberichten, weil bei der EU-Kommission bis Anfang Januar noch keine detaillierte Beschreibung zum neuen Förderprogramm eingegangen wäre, und dies folglich auch nicht geprüft werden konnte. Wie „Zeit online“ schrieb, habe der Grund hierfür in der Uneinigkeit in der Bundesregierung über den Förderumfang gelegen. So wäre bis zuletzt darum gerungen worden, welche Fahrzeuge neben den bislang als förderwürdig eingestuften Modellen mit auf die Liste sollen.

Die Hängepartie ging vor allem zulasten von Autohändlern. Denn einerseits hielten sich viele Interessenten mit einem Kauf zurück, solange noch die alte, niedrigere Prämie galt. Andererseits wird ein Run auf verfügbare Fahrzeuge befürchtet, sobald die höhere Kaufprämie in Kraft getreten ist. Zudem hatten bislang nicht alle Hersteller den erhöhten Eigenanteil an der Förderung in ihr Angebot eingepreist, sodass auf diesen Teil der höheren Förderung wohl verzichten muss, wer den Kaufvertrag unterschrieben hatte.

Wieder mehr Plugin-Hybride förderfähig

Mit dem 1.9.2018 waren einige Plugin-Hybrid-Modelle aus der Liste der förderfähigen Fahrzeuge gestrichen worden. Der Hintergrund: Voraussetzung für die E-Auto-Förderung ist ein CO2-Ausstoß von unter 50 gr/CO2 pro Kilometer. Nach der Umstellung des Prüfzyklus von NEFZ auf WLTP für die neue Abgasnorm Euro 6c ab dem Stichtag, steigt auch der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß für einige Modelle. Hierauf haben die Hersteller aber reagiert und größere Batterien verbaut, weshalb die neuen Modellversionen wieder förderfähig sind.

Seitdem sind zahlreiche PHEV zusätzlich nachgerückt, gerade zum Modelljahr 2020 stiegt das Angebot an förderfähigen BEV und PHEV enorm an. In der BAFA-Liste sind aktuell fast 200 Elektroautos und rund 100 Plugin-Hybride als förderfähig vermerkt, hierbei handelt es sich allerdings teilweise um verschiedene Ausstattungsversionen desselben Modells.

Hyundai Nexo, Exterieur
Dino Eisele
Auch Brennstoffzellenfahrzeuge wie der Hyundai Nexo werden gefördert.

Der Trick mit dem Preis

Nachdem E-Autos derzeit nur bis zu einem Nettopreis von 60.000 Euro bezuschusst werden, fallen teurere Fahrzeuge wie das Model S von Tesla aus dem Raster. Kurzfristig hatte Tesla mit einem um nicht aktivierte Komfortextras heruntergerechneten Preis dagegen gehalten, inzwischen wurden jedoch die Preise so weit erhöht, dass nur noch das Model 3 förderfähig ist. Eine sehr spitze Feder besaß man offenbar auch bei der Berechnung des Basispreises für den Mercedes EQC: Der liegt bei 71.281 Euro und damit netto exakt 100 Euro unterhalb der 60.000er Marke. Auch andere Hersteller haben hierauf zuletzt reagiert und bieten Modelle mit kleineren Akkus oder geringerer Leistung zu einem förderfähigen Preis an – etwa Audi mit der neuen E-Tron 50-Variante.

Download: Aktuelle Liste der förderfähigen Fahrzeug

PDF
Förderfähige Fahrzeuge0,46 MByte

Die wichtigsten Fakten zur E-Auto-Förderung, Stand Februar 2020

  • Kaufprämie für Elektroautos: bis 6.000 Euro
  • Kaufprämie für Plugin-Hybrid-Modelle: bis 4.500 Euro
  • Keine Prämie erhalten Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeiten
  • Maximaler Fahrzeugpreis für die Prämie: bis 40.000 Euro für maximale Prämie, bis 65.000 Euro für reduzierte Prämie (5.000/3.750 Euro BEV/PHEV)
  • Ab dem 3.3.2018 ist auch das Doppelförderverbot aufgehoben. Es dürfen also mehrere gleichartige Förderprogramm in Anspruch genommen werden, etwa regionale E-Auto-Förderungen
  • Die Abwicklung der Prämie erfolgt direkt beim Kauf über den Hersteller, Anträge auf den Umweltbonus können seit dem 2. Juli 2016 bei der BAFA gestellt werden

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Fazit

Die Hängepartie um die versprochene Erhöhung der Förderprämie für Elektroautos hat ein Ende und die Zahl der förderfähigen Elektroautos und Plugin-Hybride ist seit dem Sommer 2019 enorm gewachsen. Vermutlich wird das BAFA jetzt richtig Arbeit bekommen.

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