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E-Autos: Weniger Förderprämie ab 2022?

Förderlücke beim Umweltbonus? Werden Elektroautos bald teurer?

Wer ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid kauft, bekommt viel Geld vom Steuerzahler geschenkt. Jedenfalls bisher. Lässt man seinen Stromer erst nach dem Jahrerswechsel zu, muss man möglicherweise auf 3.000 Euro Förderprämie verzichten.

Erst Umweltbonus, dann Innovationsprämie. Erst maximal 4.000, dann 6.000 und schließlich 9.750 Euro (inklusive erstattungsfähiger Mehrwertsteuer) Zuschuss beim Neukauf. Wer sich ein Elektroauto oder einen für das Programm geeigneten Plug-in-Hybrid kauft, bekommt seit der letzten Erhöhung im Juni 2020 eine ansehnliche Summe als "gesetzlichen Rabatt": Denn im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung beschlossen, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4. Juni 2020 zu verdoppeln. Offiziell gilt das allerdings nur bis Ende 2021.

Der ADAC warnt jetzt, dass es beim Bund an der Verlängerung Innovationsprämie hapert. Mögliche Folge: eine sogenannte Förderlücke. Ab dem 1. Januar 2022 könnte der Bonus also um satte 3.000 Euro niedriger ausfallen.

Ohne Zulassung kein Förderantrag

Damit Autofahrer die Innovationsprämie für ihr E-Auto kassieren, bedarf es einer Antragsstellung bis zum 31. Dezember 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für viele könnte das zum Problem werden, auch wenn man sein E-Auto bereits bestellt hat. Denn der Antrag geht erst nach der Zulassung des förderbaren Fahrzeugs durch. Das es in der Branche gerade – etwa aufgrund des weiter andauernden Halbleitermangels – zu Liefer- und Produktions-Verzögerungen kommt, ist da nicht gerade von Vorteil. Wer also länger auf sein neues E-Auto wartet, der schaut in Sachen Umweltbonus vielleicht teils in die Röhre und erhält besagte 3.000 Euro weniger. Laut Bundeswirtschaftsministerium befinde sich die Förderrichtlinie zwar durchaus schon in der Abstimmung, ein Entschluss sei aber noch nicht gefasst. 

Änderungen für Plug-in-Hybride

Übrigens: Das Wirtschaftsministerium plant zudem, die Reichweiten-Regelung zur 2.500-Euro-Prämie bei Plug-in-Hybriden anzuheben. Bisher werden Autos gefördert, die mindestens 40 Kilometer (WLTP) rein elektrisch fahren. Die Mindestreichweite könnte aber bald auf 60 Kilometer erhöht werden. Ab 2025 sollen förderbare Plug-in-Hybride 80 Kilometer ohne Verbrenner-Zuschaltung schaffen müssen.

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