Sommerreifen, Reifenwissen Continental

Richtiger Umgang mit Reifen

7 Fehler, die Sie vermeiden sollten

Als direktes Bindeglied zur Fahrbahn zählen Reifen zu den wichtigsten Bauteilen eines Autos. Sie haben großen Einfluss auf die Fahrsicherheit und sollten daher stets gut behandelt werden. Wir zeigen 7 Fehler, die Sie im Umgang mit Ihren Reifen unbedingt vermeiden sollten.

1. Niedriger Luftdruck

Nur Reifen mit richtig eingestelltem Luftdruck bieten bestmögliche Sicherheit. Den vom Autohersteller empfohlenen Druck finden Sie meist am Türholm, im Tankdeckel oder in der Bedienungsanleitung Ihres Autos. Oft sind verschiedene Drücke für das leicht beladene und für das volle, etwa mit Urlaubsgepäck belastete Auto angegeben. Sind unterschiedliche Reifengrößen am Auto zulässig, sind die dazu passenden Luftdrücke auszuwählen. Der empfohlene Luftdruck sollte regelmäßig, am besten bei jedem Tanken, kontrolliert werden. Auch bei elektronischen Luftdruck-Überwachungssystemen schaden gelegentliche Checks nicht.

2. Überfahren einer Bordsteinkante

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Zwar sind Reifen robust aber bei unachtsamen Fahren über Bordsteine drohen irreparable Schäden.

Reifen sind zwar robust, aber bei unachtsamem Fahren über Bordsteine oder durch Schlaglöcher kann die Reifenseitenwand durchschlagen oder beschädigt werden. Die empfindliche Reifenflanke wird dabei zwischen Hindernis und Felge eingequetscht, wodurch die tragende Struktur des Reifens Schaden nimmt. Defekte in der Reifenseitenwand bedeuten das Aus für den Reifen, eine Reparatur ist hier aus technischen Gründen ausgeschlossen. Ist das Überfahren von Bordsteinen oder anderen Kanten unvermeidbar, sollten sie am besten kriechend langsam und möglichst nur in stumpfem Winkel überrollt werden.

3. Mit dem Hochdruckreiniger waschen

Hochdruckreiniger sind zur Fahrzeugwäsche sehr beliebt. Für den Reifen kann der scharfe, heiße Strahl jedoch tödlich sein. Beim Reinigen von Karosserie oder Unterboden mit Flachstrahldüse oder Dreckfräse sollte daher ein Mindestabstand von 20 Zentimetern eingehalten werden. Beim Reinigen von Felgen und Rädern empfiehlt es sich zudem, den Wasserstrahl nur im spitzen Winkel auf den Reifen auftreffen zu lassen. Auch sollte der Reifen nie mit Chemikalien, Öl oder Kraftstoff in Berührung kommen. Diese Substanzen können die Reifeneigenschaften nachhaltig verschlechtern und irreparable Schäden am Gummi verursachen.

4. Überladung

Die ab Werk montierten Räder und Reifen eines Autos sind meist auf das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs abgestimmt. Über das zulässige Gesamtgewicht hinausgehende Überladung oder auch die Überschreitung der jeweils zulässigen Achslast an Vorder- oder Hinterachse (siehe Fahrzeugschein) kann gefährlich sein. Insbesondere dann, wenn wie etwa bei Urlaubsfahrten hohe Außentemperaturen, zu geringer Reifenluftdruck und möglicherweise hohes Tempo als Risikofaktoren hinzukommen. Ältere Reifen sind in solchen Fällen gefährdeter als frisches Reifengummi. Wie alt der Reifen ist, kann an der DOT-Nummer abgelesen werden.

5. Fremdkörper im Gummi

Tick, tick, tick: Wer dieses Geräusch beim Vorbeifahren an Mauern durchs offene Seitenfenster hört, kann sich eines Fremdkörpers im Reifen leider ziemlich sicher sein. Oft sind es nur Steinchen, die im Profil festsitzen und leicht entfernt werden können; gelegentlich sind es aber auch fiese Hufnägel oder Schrauben, die sich bereits durch den Laufstreifen ins Reifeninnere gebohrt haben. Da sollten sie zunächst auch bleiben, denn mit geringem Luftverlust kann bei regelmäßiger Luftdruckkontrolle oft noch der nächste Reifenhändler erreicht werden, der die Leckstelle professionell und preisgünstig wieder abdichten kann.

6. RDKS ausschalten

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RDKS Systeme sind bei Runflat-Reifen oftmals die einzige Möglichkeit einen Druckverlust festzustellen.

Die bei vielen Neufahrzeugen serienmäßigen Reifendruck-Kontrollsysteme ersparen den regelmäßigen Luftdruck-Check an der Tankstelle. Das ist bequem – und bei Neufahrzeugen mittlerweile Pflicht. Doch bei vielen Systemen müssen die hochpräzisen Funksensoren alle sechs bis acht Jahre ausgetauscht werden, das kann teuer werden. Sparen sollte man sich das dennoch nicht, denn insbesondere mit den heute an vielen Fahrzeugen montierten selbsttragenden Runflat-Reifen kann ein möglicher Druckverlust von außen kaum erkannt und beim Fahren unter Umständen nur bedingt bemerkt werden.

7. Pannenset vernachlässigen

Der kleine Kompressor in der Reserveradmulde ist praktisch. Damit lassen sich Fahrradreifen, Fußbälle oder auch Luftmatratzen aufpumpen. Danach sollte er unbedingt wieder zurück in den Kofferraum. Sonst wird im Pannenfall aus einem simplen Reifenschaden schnell ein teurer Abschleppfall. Gleiches gilt für die Reifenreparaturflüssigkeit: Einmal benutzt, sollte sie schnellstmöglich ersetzt werden. Dabei muss es nicht zwingend die teure Originalflüssigkeit sein. Im Reifen- oder Autoersatzteilhandel ist der klebrige Latexsaft meist günstiger. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, rüstet sein Pannenset gleich mit einer zweiten Flasche auf.

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