Im Jahr 2025 musste Tesla den ersten Platz unter den Elektroautoherstellern an den chinesischen BYD-Konzern abgeben. Während Tesla insgesamt 1,64 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert hat, hat BYD 2,26 Millionen Autos verkauft – 37,8 Prozent mehr als Tesla. Analysten führen den Rückgang bei Tesla auf das Auslaufen der US-Steuergutschriften, politische Kontroversen rund um CEO Elon Musk und die wachsende Konkurrenz aus China zurück.
Rückgänge in Europa als Schlüsselproblem
Besonders in Europa zeigen sich deutliche Einbrüche: In Frankreich sanken die Zulassungen um 66 Prozent, in Schweden um 71 Prozent und in Spanien um 44 Prozent. Einzig Norwegen als E-Auto-Vorzeigeland konnte Tesla einen Zuwachs von fast 90 Prozent bescheren. Experten sehen die sinkenden Zahlen nicht nur in den Marktbedingungen, sondern auch in Musks politischer Positionierung begründet.
Strategische Anpassungen und neue Modelle
Tesla reagiert auf die Herausforderungen mit abgespeckten und somit günstigeren Versionen von Model 3 und Model Y. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit in Europa und Asien zu steigern. Der Elektro-Pick-up Cybertruck spielt bislang anscheinend nur eine marginale Rolle – mit geschätzten 20.000 Exemplaren im Jahr 2025 bleibt er vorerst ein Nischenmodell. Die Cybertruck-Produktionskapazitäten in der Gigafactory 5 im texanischen Austin sind auf mehr als 100.000 Exemplare pro Jahr ausgelegt.

Auf dem Heimatmarkt extrem stark und weltweit auf Expansionskurs: BYD hat 2025 Tesla beim Elektroauto-Absatz überholt (im Bild ein BYD Seal 6 DM-i Touring).
Blick in die Zukunft: Robotaxis und Energiespeicher
Beim europäischen Pkw-Absatz hofft Tesla auf eine Zulassung des teilautonomen Assistenzsystems FSD (Full Self-Driving). In den USA ist die Technik längst erlaubt und im täglichen Einsatz, in der EU sind die Zulassungshürden höher. Einige US-Fahrer schwärmen von den beinahe schon vollautonomen FSD-Fähigkeiten, andere sind von permanenten Problemen enttäuscht. Außerdem setzt Tesla auf die Erweiterung neuer Geschäftsbereiche: Robotaxis, humanoide Roboter und ein stark wachsendes Energiespeichersegment. Im Jahr 2025 haben Kunden bereits 46,7 Gigawattstunden an Tesla-Speicherlösungen installiert – deutlich mehr als 2024. Analysten sehen hier langfristige Wachstumschancen, die den Rückgang im Fahrzeugabsatz teilweise ausgleichen könnten.

Das Model Y (Bild) ist zusammen mit dem Model 3 weltweit Teslas Chashcow - Model S und X sowie der Cybertruck sind aktuell eher Nischenprodukte.
Elon Musk selbst geht es finanziell derweil gut. Analysten gehen davon aus, dass er sein Raumfahrt-Unternehmen SpaceX 2026 an die Börse bringt – das könnte ihn zum ersten Billionär der Welt machen.












