VW mit Trump-Plan zum Milliarden-Gewinn: Was Nissan und Ford damit zu tun haben

VW mit Trump-Plan zum Milliarden-Gewinn
Was Nissan und Ford damit zu tun haben!?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.07.2026
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VW USA mit Ford und Nissan
Foto: Ford / Nissan / VW, Collage: KI-generiert

Dem Bericht der "Bild" zufolge sollen die Marken Volkswagen, Audi und Scout bis 2035 zusammen mehr als 27 Milliarden Euro zum Konzernergebnis beitragen. Dafür sind unter anderem neue Modelle, Kooperationen mit anderen Herstellern und möglicherweise zusätzliche Produktionskapazitäten in den USA vorgesehen.

Der Schritt wäre Teil der umfassenden Neuausrichtung des Konzerns. Volkswagen steht unter erheblichem Kostendruck und arbeitet derzeit an Einsparungen, einem schlankeren Modellprogramm sowie einer effizienteren Organisation. Parallel dazu soll das Nordamerika-Geschäft deutlich profitabler werden.

Für Audi seien langfristig nur noch fünf Limousinen vorgesehen. Bis 2035 könnten jedoch insgesamt 19 Modelle in den volumenstarken SUV- und Offroad-Segmenten angeboten werden. Eine zentrale Rolle soll dabei auch Scout übernehmen. Die Marke soll sich als eigenständiger US-Hersteller für Geländewagen und Pick-ups etablieren und zusätzliche Käufer ansprechen.

Wobei die Wiederbelebung der Marke Scout langsamer als zunächst geplant verläuft. Nach Angaben von Scout-Chef Scott Keogh sollen die ersten Fahrzeuge voraussichtlich erst 2028 an Kunden ausgeliefert werden. Damit zeichnet sich eine spätere Markteinführung ab als ursprünglich erwartet. Bereits zuvor hatten Medien über Verzögerungen bei der Entwicklung des Pick-ups Terra und des SUV Traveler berichtet. Beide Modelle waren Ende 2024 als Elektrofahrzeuge mit robuster Geländewagen-Ausrichtung vorgestellt worden.

Nissan und Ford als mögliche Partner

Um Entwicklungszeiten und Kosten zu reduzieren, setzt Volkswagen auch auf Kooperationen. So laufen derzeit Gespräche mit mehreren Herstellern. Demnach könnte gemeinsam mit Nissan ein großer SUV entstehen, während mit Ford über einen Pick-up verhandelt werde. Volkswagen hat diese Projekte bisher nicht bestätigt. Gleichzeitig hat Ford noch einen rein elektrischen Pick-up für 2027 angekündigt.

Neben neuen Modellen prüft der Konzern dem Bericht zufolge auch eine stärkere Fertigung in den Vereinigten Staaten. Hintergrund sind die handelspolitischen Rahmenbedingungen in den USA, die eine lokale Produktion attraktiver machen. Für Audi werde sowohl ein neues Werk als auch der Ausbau bestehender Standorte geprüft. Als möglicher Produktionsstandort gilt unter anderem Chattanooga im Bundesstaat Tennessee. Eine Entscheidung soll laut "Bild" zeitnah fallen.

Milliardenziele bis 2035

Mit der Neuausrichtung verfolgt Volkswagen ehrgeizige wirtschaftliche Ziele. Die Marke Volkswagen soll ihren Marktanteil in den USA auf fünf Prozent erhöhen, Audi das Premium-SUV-Geschäft ausbauen und Scout zusätzliche Marktanteile gewinnen.

Interne Berechnungen, auf die sich die "Bild" beruft, sehen bis 2035 einen jährlichen Gewinn von bis zu 4,7 Milliarden Euro für die drei Marken vor. Über den gesamten Zeitraum könnte der Ergebnisbeitrag damit mehr als 27 Milliarden Euro betragen.

Fazit