Williams-Teamchef James Vowles hatte einen klaren Plan: Ab 2026 sollte der Traditionsrennstall aus Grove wieder um die vorderen Plätze mitfahren. Das neue Technik-Reglement war die Hoffnung des Engländers, der in den ersten Jahren seit seiner Ankunft viele Projekte bezüglich der Infrastruktur beim einstigen Top-Team angeschoben hatte.
Zur Halbzeit der laufenden Saison lässt sich aber festhalten, dass Williams nicht den Anschluss geschafft hat. Gerade elf Punkte haben Alexander Albon und Carlos Sainz geholt. Vor allem Letzterer hat sich sein Engagement bei den Briten anders vorgestellt. Nachdem er Ende 2024 sein Ferrari-Cockpit verloren hatte, entschied er sich, bei Williams anzuheuern.
Der Madrilene stand damals auch in Kontakt mit dem zukünftigen Audi-Werksteam, das damals noch unter dem Namen Sauber an den Start ging. Das Projekt bei der Premiummarke wäre in seinen Augen aber langfristiger angelegt. Bei Williams hoffte er auf schnelleren Erfolg. Zwei Podestplätze sprangen für Sainz 2025 heraus. Die Erwartungen an diese Spielzeit waren spürbar gestiegen. Die schlechten Ergebnisse spielten beim 31-Jährigen auch bei seiner Zukunftsfrage eine Rolle.

Carlos Sainz bleibt auch 2027 ein Williams-Pilot.
Sainz bleibt bei Williams
Sein Management hatte sich für 2027 mit anderen Teams beschäftigt. Dabei soll wieder der Name Audi gefallen sein. Bei den Ingolstädtern ist man aber zufrieden mit seinem Aufgebot. Gabriel Bortoleto gilt als großes Talent, während Nico Hülkenberg als Routinier wichtige Aufbauarbeit für eine erfolgreiche Zukunft leistet.
Sainz dürfte nun mangels Alternativen auch kommende Saison für Williams starten. Das berichtet das spanische Sportmedium "Marca". Die Kollegen sind sich sicher, dass der viermalige Grand-Prix-Sieger aber nur für ein Jahr unterschreibt. Damit wäre Sainz ab 2028 wieder auf dem Markt.

Audi-Teamchef Mattia Binotto (links) und Carlos Sainz kennen sich noch aus Ferrari-Zeiten.
Audi im Hinterkopf?
Sollte sich dann etwas an der Fahrerpaarung bei Audi ändern, könnte Sainz schlussendlich bei dem in Hinwil und Neuburg an der Donau ansässigen Rennstall unterschreiben. Williams-Teamchef James Vowles wird versuchen, Sainz von seinem Projekt zu überzeugen. Erste Besserung soll sich in Baku einstellen, wenn der FW48 deutlich abgespeckt an den Start rollt.
Anfang des Jahres hatte das Auto mehrere Crashtests nicht bestanden. Deshalb mussten die Techniker konservativer beim Gewicht vorgehen. Das Ergebnis war ein suboptimales Fahrzeug, das Albon und Sainz auf der Strecke negativ beeinflusst. Währenddessen scheint Audi schon jetzt Williams überflügelt zu haben. Und das hat Carlos Sainz registriert.












