Elektroauto
Alles über den Zukunfts-Antrieb
Fisker Ocean Fisker
Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker Ocean Elektro-SUV 22 Bilder
SUV

Fisker Ocean (2022): E-SUV ab 32.000 Euro

Fisker Ocean Ab 2022 mit bis zu 400 kW und ab 32.000 Euro

Henrik Fisker hat mit Magna Steyr einen Fertigungsauftrag geschlossen. Im vierten Quartal 2022 startet in Graz die Produktion des Ocean. Als Preis werden 32.000 Euro genannt. Dabei sind die möglichen Subventionen aber bereits abgezogen.

Es wird Stück für Stück konkreter in Sachen Fisker Ocean. Fisker hat Magna Steyr mit der Fertigung des Elektro-SUV Ocean beauftragt. Die Produktion in Graz soll am 17. November 2022 anlaufen. Der Vertrag gilt bis 2029, wenn der Ocean das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Premiere wird die Serien-Version des Fisker Ocean auf der Los Angeles Autoshow im November 2021 feiern.

32.000 Euro in Deutschland

Im Juni 2021 schob Henrik Fisker über Linked-In bereits eine erste Preismeldung für den Fisker Ocean für den deutschen Markt in die Welt. 32.000 Euro soll der Elektro-SUV inklusive Sport Package kosten, wenn er dann 2022 auf den deutschen Markt kommt. In diese Preisansage ist aber bereits die deutsche E-Auto-Prämie eingerechnet.

VW als Plattform-Partner im Gespräch

Zuvor besorgte Gründer Henrik Fisker frisches Geld für seine Firma: Durch einen Zusammenschluss mit der Spartan Energy Acquisition Corp. wird aus Fisker künftig ein an der New Yorker Börse notiertes Unternehmen. Durch die Fusion, die im vierten Quartal 2021 abgeschlossen wird, wird das Startup nun auf 2,9 Milliarden Dollar bewertet.

Der elektrisch angetriebene SUV Ocean baut auf einer von Fisker modifizierten Elektro-Plattform von Magna auf. Diese bringt einen großen Aluminiumanteil mit und hört auf den Namen FM29. Lange wurde auch über den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen als Basis spekuliert.

Volkswagen signalisierte der US-Technik-Website "The Verge" vor geraumer Zeit auch die grundsätzliche Bereitschaft, mit Fisker zusammenzuarbeiten: "Volkswagen ist nach wie vor offen dafür, Kleinserienprojekte zu unterstützen, die durch ihren emotionalen Auftritt die Vielfalt der denkbaren Konzepte auf Basis der MEB-Plattform demonstrieren." Demnach hätte die MEB-Plattform als Grundlage für die Entwicklung des Ocean verwendet werden können.

Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker, Inc.
Der Fisker Ocean wird bei Magna in Graz gefertigt.

Der 4,64 Meter lange, 1,93 Meter breite und 1,62 Meter hohe Fisker Ocean kommt nach vorläufigen Angaben mit einem Lithium-Ionen-Akku mit 80 kWh Kapazität auf den Markt. Die Reichweite liegt bei bis zu 300 Meilen, umgerechnet etwa 480 Kilometer. Innerhalb von 30 Minuten tankt der E-SUV Strom für rund 300 Kilometer (von 15 bis 80 Prozent der Kapazität). Fisker ist Teil des Ladenetzwerks "Electrify America", deren 150 kW-Ladesäulen Fahrzeuge innerhalb von einer Minute für 30 Kilometer aufladen können.

Mit 400 kW und zwei Motoren

Nachdem Fisker jetzt die endgültige technische Plattform für den Ocean benannt hat, stehen auch die ersten technischen Eckdaten für das Serienmodell fest. Über Twitter kündigt Fisker für die kommende Top-Version Extreme eine Gesamtleistung von über 400 kW (544 PS) an, die aus zwei Elektromotoren generiert wird. Beim Räderwerk setzt der Ocean wahlweise auf Reifen der Dimension 255/50 R20 oder 255/45 R22. Alle endgültigen Daten der Serienmodelle will Fisker erst im November 2021 liefern.

Bislang gab es nur die Angaben zum bereits vorgestellten Prototypen. Hier bildeten zwei zusammen 225 kW (306 PS) starke Elektromotoren – an jeder Achse einer – einen Allradantrieb. Schon beim Erstaufschlag kündigte Fisker zusätzlich noch eine Version mit reinem Hinterradantrieb und eine Hochleistungsvariante an. Letztere dürfte die jetzt benannte Extreme-Version sein. Ein mit Solarmodulen bestücktes Dach soll zusätzlich Energie liefern; alleine damit soll der Ocean im Jahr 1.600 Kilometer zurücklegen können. Als Spurtzeit für das Topmodell nennt Fisker 2,9 Sekunden.

ApePlainTextStrLenValidator

Fisker Ocean
Fisker
Fisker Ocean Fisker Ocean Fisker Ocean Fisker Ocean 28 Bilder

Für den veganen Innenraum verspricht Fisker auf Knopfdruck ein Open-Air-Feeling ("California Mode") für die Passagiere, ohne die Struktur und die Sicherheit der Karosserie zu gefährden. Was sich spektakulär anhört, ist in Wahrheit relativ langweilig. Auf Knopfdruck fahren automatisch alle sechs Fenster sowie die Heckscheibe herunter, gleichzeitig öffnen sich die beiden Schiebedachelemente.

Headup-Display, Digital-Cockpit, Touchscreen

Der E-SUV soll den Passagieren viel Platz bieten. Das Kofferraumvolumen variiert von 566 bis 1.274 Liter. Optional gibt es eine Dachreling sowie eine Anhängerkupplung. Die mögliche Anhängelast ist noch nicht bekannt. Der Fahrer erhält ein Head-up-Display, ein 9,8 Zoll großes Digital-Cockpit sowie einen 16-Zoll-Touchscreen mit intuitiver Benutzeroberfläche zur Steuerung der Infotainment- und Komfort-Systeme. Zudem entwickelt das Unternehmen ein Concierge-Service-System für den persönlichen Service und die Wartung des Fahrzeugs.

Fisker SUV
Fisker
Der Fisker Ocean kommt mit einer massiven Front daher.

Der Fisker Ocean kommt mit einer massiven Front samt großem Grill und schmalen Scheinwerfer-Einheiten sowie einer konturierten Fronthaube daher. Ein kleines, recht hoch verbautes Radar-System hinter Glas ist in der Front untergebracht. Kräftig ausgestellte Radhäuser verleihen dem Elektro-SUV einen muskulösen Auftritt. Serienmäßig sind 20-Zöller montiert, gegen Aufpreis bietet Fisker sogar 22 Zoll große Leichtmetallfelgen an. Die seitliche Fensterlinie steigt zur C-Säule hin an. Die C-Säule selbst integriert die Blinker.

Ocean Force-E in Offroad-Aufmachung

Fisker Ocean Offroad
Fisker
Mit dem Force-E stellte Fisker bereits eine Offroad-Version des Ocean vor.

Zudem plant Fisker eine Offroad-Variante des Ocean. Teaserbilder zeigen den E-SUV, der in dieser Version den Beinamen Force-E trägt, deutlich kerniger. Zu sehen sind verbreiterte Radläufe, unter denen breite grobstollige Reifen stecken. Zudem gibt es einen Dachgepäckträger, der ein Ersatzrad vorhält. In anderen Darstellungen trägt das Dach Solarmodule und das Ersatzrad sitzt eingepasst in der vorderen Haube. Dort befindet sich auch ein Frischwassertank. Ein zusätzlicher Power-Outlet soll zur Fremdbetankung anderer E-Autos dienen. Abgerundet wird die Force-E-Ausstattung mit Rammbügeln und Zusatzscheinwerfern.

Fisker begleitet die Bilder mit den Hinweis, der Ocean Force-E könnte auch bei Hilfsorganisationen gute Dienste leisten. Das Militär könnte ebenfalls von einem SUV profitieren, der unabhängig von Öl (Benzin) ist.

Fisker Ocean Offroad
Fisker
Zu sehen sind deutlich verbreiterte Radläufe, unter denen grobstollige Reifen stecken.

Direktvertrieb in den USA

Der Vertrieb des Modells erfolgt in den USA ausschließlich direkt. Als dortigen Einstiegspreis gibt Fisker 37.499 Dollar plus Steuern (rund 35.000 Euro) an. Den Vertriebsfokus legt Fisker aber auf ein flexibles Abo-Modell mit Jahresfahrleistungen von bis zu 30.000 Meilen. Nach einer Einmalzahlung von 2.999 Dollar werden monatlich als Mietpreis inklusive Wartung und Service 379 Dollar berechnet. Das Leasing-Modell soll monatlich kündbar sein. Mit dem Ocean zielt Fisker klar auf den Konkurrenten Tesla mit seinem Model Y.

Fisker SUV
Fisker
In die C-Säule sind Blinker integriert.

Mit dem Launch des Elektro-SUV 2022 verschiebt sich auch die Premiere des Fisker Sportwagens E-Motion. Hier will Fisker erstmals eine Feststoffbatterie, die in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner entsteht, verbauen. Sie soll in fünf bis zehn Minuten geladen sein. Der E-SUV kommt indes noch mit einer Lithium-Ionen-Batterie daher.

Fisker gibt nicht auf

Henrik Fisker ist ein dänischer Automobil-Designer und wurde bekannt durch das Design des BMW Z8 und Aston Martin DB9. Auch Auftragsarbeiten, unter anderem für Tesla, nahm Fisker an. Allerdings endete die Zusammenarbeit in einem Rechtsstreit über Geschäftsgeheimnisse, den Fisker vor Gericht gewann. Mit seiner Firma Fisker Automotive legte der Däne den Plug-in-Sportwagen Fisker Karma auf, der von 2010 an rund 2.000 mal verkauft wurde. Geschäftlich ging es nach der Insolvenz seines Batteriezulieferers A123 bergab, bis zur eigenen Pleite. Der chinesische Autokonzern Wanxiang erwarb beide Insolvenzmassen und legt eine überarbeitete Version des Karma als "Karma Revero" auf. Fisker selbst konnte seinen Marken-Namen retten und gründete die Fisker Inc., die nun reine Elektroautos auf den Markt bringen will.

Umfrage

4334 Mal abgestimmt
Ist es sinnvoll, den MEB für den Fisker Ocean zu nutzen?
Ja. Die Plattform ist gut und es spart zudem Entwicklungskosten.
Nein. Fisker verpasst die Chance, dem Auto einen eigenen Charakter zu geben.

Fazit

Ein SUV mit Elektroantrieb und fast 500 Kilometern Reichweite für nur 32.000 Euro (Subventionen bereits eingerechnet) wäre schon eine Ansage an die Konkurrenz. Gebaut wird der Fisker Ocean bei Magna Steyr in Graz. Magna liefert auch die Elektroantriebs-Plattform.

Fisker
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über Fisker
Mehr zum Thema Elektroauto
Scania 25P
Alternative Antriebe
Hyundai Ioniq Elektro, Kia e-Niro, Tesla Model 3, VW ID.3
Politik & Wirtschaft
Idee zu einem neuen Lancia Delta S4
Alternative Antriebe
Mehr anzeigen