Nissan Ariya Concept Nissan
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Nissan Ariya Concept 15 Bilder

Nissan Ariya Concept

Elektro-Crossover kommt in Serie

Auf der Tokyo Motor Show 2019 präsentierte Nissan sein neues Concept Car namens Ariya. Nun steht fest: Der Elektro-Crossover mit zweimotorigem Antriebsstrang wird in Serie gehen. Und auf seiner Plattform wird eine ganze Modellfamilie entstehen.

„Der Ariya Concept ist kein Konzeptfahrzeug voller unrealistischer Ideen“, sagte der neue Nissan-CEO Yasuhiro Yamauchi bei der Enthüllung der Studie. Das auf der Tokyo Motor Show 2019 vorgestellte Fahrzeug deutete also tatsächlich in eine Richtung, die Nissan in den nächsten Jahren einschlagen wird. Die Strategie ist wenig überraschend: Elektromotoren, Fahrerassistenzsysteme, ein neues Markendesign. Der japanische Autohersteller sprach selbst von einer neuen Ära und einer neuen Orientierung der kommenden Fahrzeuge.

Ariya Concept wird in Serie kommen

Nun wird die Zukunft des Ariya noch konkreter: Das Auto wird in Serie gebaut. Das steht fest und war Nissan-Managern zufolge von vornherein so geplant. Unklar war bislang die Positionierung. Erste Gerüchte gingen von einem Premium-SUV aus. Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass Nissan das Serienauto als erschwinglichen großen Bruder des elektrischen Kompaktautos Leaf auf den Markt bringen wird. Wahrscheinlich ist, dass wir hier den nächsten Qashqai sehen.

01/2020; Nissan Leaf Prototyp mit 4orce-Antrieb
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In der Ariya-Plattform sitzt der e-4orce-Antrieb mit zwei Motoren und Allrad-Layout.

Mit dem Ariya Concept beziehungsweise dessen Serienversion führt Nissan eine neue, hochgradig flexible Plattform ein. Wie Nissan Design-Vize Alfonso Albaisa dem Fachportal „Green Car Reports“ verriet, erlaubt der Baukasten unterschiedliche Breiten und Längen. Zudem lassen sich verschiedene Antriebskonzepte integrieren. Rein elektrische ebenso wie ein Elektroantrieb mit Range Extender und ein Hybrid-Layout. Albaisa spricht von einer kompletten Modellpalette, die darauf aufbauen wird. Und sie dürfte sowohl von den Konzernschwestern Renault und Mitsubishi als auch von der eigenen Edelmarke Infiniti verwendet werden.

Zweimotoriger Vierradantrieb

Der Ariya verwendet einen rein elektrischen Antriebsstrang. Dessen Bezeichnung (e-4orce) deutet auf den Allradantrieb hin, der aus der aktiven Drehmomentverteilung des GT-R (Attesa E-TS Torque Split) und dem 4x4-System des Patrol heraus entwickelt wurde. Die Bremsen und Leistungsentfaltung werden dabei automatisch gesteuert. Im Antriebsstrang arbeiten zwei E-Motoren zusammen, was so intelligent geschehen soll, dass das typische Nicken und Tauchen beim Beschleunigen und Bremsen minimiert wird. Auch das Rekuperationsverhalten will Nissan optimiert haben, um den Fahrkomfort vor allem im Stop and Go-Verkehr zu verbessern. Die Batterie soll genug Energie für etwa 480 Kilometer bereithalten.

Optisch ist der Ariya Concept eine Weiterentwicklung des IMx Concept (2017). Er kommt mit V-Motion „Schutzschild“ vorn und einem auffälligen Lichtelement am Heck. Zudem kennzeichnen die Konzeptstudie an der Front breite Kotflügel und schmale LED-Lichtbänder aus.

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Die Schnauze wird vom markanten "Schutzschild" dominiert.

Komfort durch Vernetzung

Hinter dem Schild an der Schnauze verbergen sich ein Radarsensor sowie weitere Technologien, die dem Fahrerassistenzsystem Pro-Pilot 2.0 Informationen über die Verkehrslage liefern. Auf Autobahnfahrten wird so die Unterstützung beim Überholen, beim Spurwechsel und beim Verlassen der Fahrspur möglich. Außerdem liefert es automatisierte freihändige Fahrfunktionen im einspurigen Verkehr in Verbindung mit dem Navigationssystem und den 360-Grad-Sensoren. Um eine Abzweigung zu nehmen oder zu überholen, muss der Fahrer, alarmiert durch akustische und visuelle Hinweise, beide Hände an das Lenkrad legen und das Manöver per Schalter starten. Ist das System eingeschaltet, ändert sich die Farbe der Innenbeleuchtung.

Die Door-to-Door-Navigation ermöglicht dem Fahrer, sein Ziel bereits im Smartphone zu programmieren und auf das Auto zu übertragen. Zudem lassen sich Fahrerprofile anlegen, die beim Einsteigen die Sitzposition automatisch einstellen oder den Innenraum vor der Abfahrt auf die gewünschte Temperatur klimatisieren. Der Terminkalender kann ebenfalls verbunden werden.

Auch passende Ladestationen und Parkplätze findet der Assistent für den Fahrer. Per CHAdeMO-Schnellladung wird der Akku gefüttert; der Anschluss entriegelt automatisch bei Näherung an die Säule; Farben zeigen den jeweiligen Ladezustand. Weitere Features sind die Video-Chat- und die Pro-Pilot-Remote-Park-Funktion. Letztere lassen den Ariya selbstständig und per Fernbedienung an einem naheliegenden Ort einparken.

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Die 21-Zoll Räder strahlen in außergewöhnlichem Kupfer.

Futuristisches Design

Die kupferfarbenen 21-Zoll-Aluminiumräder im Fünfspeichen-Design mit maßgeschneiderten Reifen fallen sofort ins Auge. Ebenso die Lackierung in Suisei Blue, die von der Ferne matt, aus nächster Nähe jedoch funkelnd erscheint. Der Konzeptwagen ist 4,60 Meter lang, 1,92 Meter breit und 1,63 Meter hoch.

Der Innenraum bietet einen elektro-typisch flachen Boden sowie zurückhaltende Verkleidungen und schafft viel Platz und ein großes Raumgefühl für alle Insassen. Die einzigen physischen Bedienelemente sind der Startknopf, der Display- und der Klima-Regler; der Rest erfolgt über Touch-Befehle.

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Fazit

Nissan setzt mit dem Ariya Concept ein deutliches Zeichen und legt die neue Ausrichtung des gesamten Unternehmens fest: E-Mobilität, Vernetzung und Assistenz stehen im Fokus. Allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis Nissan dessen Serienversion vorstellt. Und die Plattform wird samt Antriebsstrang Karriere im Konzern machen.

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