05/2021, Peugeot E-Expert Hydrogen Stellantis Europe
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Peugeot E-Expert Hydrogen: Elektro-Wasserstoff-Plug-in-Hybrid-Transporter

Peugeot E-Expert Hydrogen Der Elektro-Wasserstoff-Plug-in-Hybrid-Transporter

Wie andere Kleintransporter aus dem Stellantis-Konzern auch tritt der Peugeot Expert bald mit einem ungewöhnlichen Wasserstoff-Antriebskonzept an.

Nach dem Opel Vivaro-e Hydrogen stellt der Stellantis-Konzern nun den nächsten Kleintransporter mit dem ungewöhnlichen Wasserstoff-Antrieb vor: Der fast baugleiche Peugeot E-Expert Hydrogen ist mit demselben Elektro-Wasserstoff-Plug-in-Hybrid-Strang ausgerüstet und kombiniert demnach eine Brennstoffzelle, in der Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt wird, mit einer 10,5 Kilowattstunden großen Lithium-Ionen-Batterie und einem Elektromotor.

Höchstens 136 PS und 260 Nm stark

Beide Nutzfahrzeug-Modelle basieren auf der EMP2-Plattform des Konzerns und bringen ihre Antriebskomponenten folgerichtig an denselben Stellen unter. Die drei insgesamt 4,4 Kilogramm fassenden Tanks befinden sich im Unterboden und speisen die unter der Frontklappe untergebrachte Brennstoffzelle mit Wasserstoff. Dort sitzen auch der Elf-kW-Onboard-Lader sowie der 100 kW / 136 PS und maximal 260 Newtonmeter liefernde Permanentmagnet-Elektromotor, der auf die Vorderräder wirkt.

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In der Power-Abstimmung kommt der Peugeot E-Expert Hydrogen auf 136 PS und maximal 260 Nm.

Die Kraft verwaltet ein automatisches Getriebe. Über einen Fahrmodus-Schalter lassen dich die drei Abstimmungen Eco (maximal 60 kW / 82 PS und 190 Newtonmeter), Normal (bis zu 80 kW / 109 PS und 210 Newtonmeter) oder Power (volle Leistung und höchstmögliches Drehmoment) wählen. Während ein Wasserstoff-Tankvorgang in drei Minuten erledigt sein soll (die Klappe befindet sich hinten links), dauert eine komplette Akkuladung wegen des recht schmalbrüstigen Onboard-Laders etwa eine Stunde. Die Batterie soll etwa 50 Kilometer zur nach WLTP ermittelten Gesamt-Reichweite von 400 Kilometern beisteuern.

Die Energiequelle hängt von der Fahrsituation ab

Ihre Energie zieht sich die E-Maschine vorrangig aus der Brennstoffzelle, etwa bei gleichmäßigem Tempo. In bestimmten Fahrsituationen kommt jedoch der Akku ins Spiel, der sich in der Fahrerkabine unter den Sitzen befindet. Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten fährt der Peugeot E-Expert Hydrogen komplett batterieelektrisch. Beim Beschleunigen, Überholen oder Bergauffahren zieht sich der E-Motor seinen Strom dagegen aus beiden Energiequellen. Beim Rekuperieren (die beiden Stufen lassen sich per Tastendruck wählen) speist er die gewonnene Energie in den Lithium-Ionen-Akku.

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Das ungewöhnliche Antriebs-Layout im Detail.

Wie das Opel-Pendant wird es den Peugeot E-Expert Hydrogen in zwei Längen (4,95 und 5,30 Meter) geben; allerdings bietet Peugeot seinen Wasserstoff-Transporter nur in der geschlossenen Variante mit zwei Schiebetüren an. Das Platzangebot in der stets zweisitzigen Fahrerkabine sowie im Ladeabteil (bis zu 6,1 Kubikmeter) entspricht den Werten der Verbrenner-Versionen, genau wie die Anhängelast von einer Tonne. Die maximale Zuladung liegt etwas niedriger (1.100 statt 1.275 Kilogramm) als bei den Diesel- sowie der reinen Elektro-Variante. Das Fahrwerk zeigt sich zudem angepasst, unter anderem mit einer um 40 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit.

Produziert in Valenciennes, umgebaut in Rüsselsheim

Das Brennstoffzellen-Nutzfahrzeug gibt sich unter anderem durch einen spezifischen Kühlergrill sowie ein "E-Expert Hydrogen"-Monogramm am Heck zu erkennen und rollt stets auf 17-Zoll-Rädern. Zur Serienausstattung gehören ferner eine manuelle Klimaanlage, ein Sieben-Zoll-Touchscreen mit eigenen Grafiken, TomTom-Navigation samt Apple Carplay- und Android Auto-Konnektivität sowie ein analoges Kombiinstrument mit einer angepassten Farbmatrix.

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Ein Wasserstoff-Tankvorgang soll nur drei Minuten dauern.

Der Peugeot E-Expert Hydrogen kommt zum Jahresende 2021 auf den Markt, wird professionellen Kunden in Frankreich und Deutschland aber anfangs nur per Direktvertrieb angeboten. Eine Zwei-Staaten-Lösung wählte der Stellantis-Konzern auch bei der Produktion: Die Autos rollen zuerst im französischen Valenciennes vom Band und werden dann in Rüsselsheim, wo sich Opel federführend um Entwicklung und Produktion der Brennstoffzellen-Transporter kümmert, um die Wasserstoff-Komponenten ergänzt. Preise nennt Peugeot bislang nicht.

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Auf jeden Fall! Die Brennstoffzelle vereint potenziell CO2-freies Fahren sowie Reichweite zum Nachtanken.
Nein! Brennstoffzellenautos sind genausowenig CO2-neutral wie E-Autos und es wird nie genug bezahlbaren Wasserstoff geben.

Fazit

Bei den Antrieben für seine kleinen Transporter fährt der Stellantis-Konzern dreigleisig. Beispiel Peugeot: Die Franzosen legen den gerade aufgefrischten Expert nicht nur mit reinen Verbrenner- sowie Elektroantrieben auf, sondern auch mit der Kombination auf E-Motor und Brennstoffzelle. Letzteres erscheint technisch und bei der Produktion arg kompliziert. Ob sich das irgendwann sowohl für den Hersteller als auch für die gewerbliche Kundschaft rechnet, muss zum jetzigen Zeitpunkt bezweifelt werden.

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