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Skoda Octavia Combi Elektro Retusche 2021 Skoda / Patrick Lang
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Skoda e-Octavia: Wird der Bestseller elektrisch?

Skoda Octavia IV Combi mit E-Antrieb Wann und wie wird der Bestseller elektrisch?

Der Klassiker im Programm der Tschechen wird ihr erstes E-Auto mit Flachboden werden. Aber mit welcher Technik und wann? Wir diskutieren die Möglichkeiten.

Skoda als Konzernmarke baut seine Modellpalette genauso auf Elektro um, wie die Marke Volkswagen: Ein Blick aufs Verbrenner-Portfolio zeigt, welche Baureihen bzw. Segmente am meisten nachgefragt sind. Die brauchen als erstes ein Elektro-Pendant. Skoda-Chef Thomas Schäfer orientiert sich dabei vor allem an den Stückzahlen, mit Leuchtturmprojekten hat die Volumenmarke nichts am Hut.

Skoda bringt erstmal Elektro-SUVs

Eher eine Rolle spielt dabei, dass der E-Antrieb mit seinen etwa 14 Zentimeter hohen Batterien im Fahrzeugboden für SUVs prädestiniert ist. Da trifft es sich gut, dass Skoda seine zuletzt nahezu lückenlos ausgebaute SUV-Palette (Kodiaq, Karoq, Kamiq) besonders gut verkauft. In der Reihenfolge, wie Skoda seine SUVs neu präsentierte (quasi Top down) folgen die Elektro-Pendants: Der Enyaq entspricht dem Kodiaq. Der für 2024 erwartete Elroq (Projektname), der sich, obwohl kleiner, der Technik des Enyaq bedienen wird, vom selben Band laufen könnte, aber beim Design einen Sprung bringen wird, soll das Segment des Karoq elektrisch bedienen.

Skoda Karoq Elektro iV Retusche
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Und das Elektro-Pendant des Kamiq wird frühestens 2025, wohl eher 2026 die geräumigere Skoda-Variante des VW ID.2, den das Concept Car ID.Life andeutet. Ausreißer: Das Enyaq Coupé, das im Januar 2022 debütiert und eher auf Superb-Kunden zielt – der wiederum ist für Skoda bezogen aufs Segment ebenfalls ein Bestseller.

Skoda Kamiq Elektro Retusche 2021
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Skodas meistverkaufte Baureihe aber ist nach wie vor das VW-Golf-Derivat Octavia. Dabei ist der Kombi um ein Vielfaches gefragter als die Limousine. Entsprechend hat Skoda-Vorstand Schäfer schon mehrfach einen e-Octavia Combi angedeutet – das entspricht dem volumenorientierten Muster. Ein Elektro-Octavia käme nach der zeitlichen Staffelung der o.g. E-Modelle aber nicht vor 2026, eher 2027. Da wäre passenderweise auch die nächste Generation des Verbrenner-Octavia fällig. Ob der überhaupt kommt, hängt von der Nachfrage bis dahin ab. Wenn, dann sicher nicht mehr in so vielen Varianten wie das aktuelle Modell. Das große Abspecken diesbezüglich wird man schon beim nächstes Jahr anstehenden Modellwechsel des Superb sehen. Allein Plug-in-Hybrid-Varianten dürften vor allem von der Förderung abhängen.

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Wie wird der elektrische Octavia heißen?

Lebt der Octavia mit Verbrenner weiter, dürfte das Elektromodell einen eigenen Namen bekommen. Entscheidender aber ist: Auf welcher Plattform soll ein Octavia IV Combi stehen? Der klassische Palttformspender VW hat für 2026 das erste Modell aus dem Projekt Trinity angekündigt – ein Flachboden-Auto etwa in der Größe des Golf – könnte also passen? Entscheiden ist nichts, aber Trinity soll nicht nur neue, günstige Produktionsmethoden bringen, sondern auch weitreichende Fähigkeiten zum autonom Fahren. Als Einstiegspreis sprach VW-Markenchef Brandstätter von 35.000 Euro. Zu viel für einen Octavia.

VW Trinity 2026 Brandstätter
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Ein Elektro-Octavia könnte eine einfacher Plattform auf Basis der neuen, konzernübergreifenden Einheits-Architektur SSP (Scalable Systems Plattform), die VW angekündigt hat, brauchen. Denn Schäfer glaubt an den Kombi, aber sein Absatzpotenzial kann der nur entfalten, wenn der Preis stimmt.

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Ob dann irgendwann auch noch eine elektrische Octavia-Limousine gefragt ist, wird der Markt nach 2027 zeigen. Der Aufwand wäre überschaubar, aber im Sinne der Marken-Differenzierung vielleicht dennoch unnötig. Schließlich hat sich Skoda schon bei den ersten E-Modellen dagegen entschieden, jede MEB-Variante von VW mitzugehen. Dort kommt nach dem elektrischen Passat-Pendant ID.6 schon ein MEB-Kombi (ID.7). Und das Flachboden-Derivat auf MEB-Basis haben die Tschechen Cupra überlassen, wo der ID.3 als Born zu haben ist. Nur beim Small-MEB könnte Skoda mitziehen und neben dem kleinen Crossover auf ID.2-Basis auch eine ID.1.-Version bringen – als günstigste Einstiegsmöglichkeit in die E-Mobilität. Ein solcher Kleinwagen würde dann sicher etwas größer und ein praktisches steileres Heck bekommen als der Cupra Urbanrebel – fast wie ein Kombi eben.

Fazit

Skoda setzt auch bei E-Autos auf Volumenmodelle. Im ersten Schritt stellen die Tschechen ihren gefragten SUVs nach und nach E-Modelle zur Seite. Dass es ausgerechnet von der meistverkauften Baureihe Octavia keines gibt, liegt vermutlich daran, dass der MEB mit seiner recht hohen Batterie eher SUVs nahelegt und die weiterhin ungebrochen im Trend liegen. Aber der e-Octavia dürfte kommen. Die Frage ist: Auf welcher Plattform und mit welchem Namen?

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