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Wiesmann Thunderball 45 Bilder

Wiesmann Project Thunderball: Gecko mit 680-PS-E-Antrieb

Wiesmann Project Thunderball Der elektrische Gecko kommt mit 680 PS

Wiesmann bringt mit dem Project Thunderball einen sportlichen Roadster, der auf einen 680 PS starken Elektroantrieb setzt.

Das Thema Wiesmann gehört in die immer wiederkehrende Rubrik "Ist das wirklich schon so lange her?": Bereits Anfang 2014 ging der Sportwagen-Hersteller, 1988 gegründet von den Brüdern Friedhelm und Martin Wiesmann, in die Insolvenz. Zwei Jahre später übernahmen Roheen und Sahir Berry – auch die Londoner sind ein Brüderpaar – die Marke und den Standort in Dülmen. Wirklich wiederbeleben konnten sie Wiesmann bisher nicht. Das für 2020 angekündigte Project Gecko (siehe Fotoshow), ein Sportwagen-Coupé mit BMW-V8, hat es bis heute nicht in die Serienfertigung geschafft.

Im März 2022 gab Wiesmann ein erneutes Lebenszeichen von sich. Über die sozialen Netzwerke lanciert die Truppe aus dem Münsterland ein paar Fotos und ein kurzes Teaservideo, das einen durch den Schnee driftenden Roadster im Tarnkleid zeigt. Dessen vorläufiger Name, der nicht nur James-Bond-Fans hellhörig werden lässt: Project Thunderball. So hieß das vierte 007-Abenteuer von 1965, das bis zum Erscheinen von "Skyfall" – allerdings inflationsbereinigt – der erfolgreichste Teil der Reihe war und zudem einen Oscar gewann. Und jetzt, Ende April, hat Wiesmann den Thunderball enthüllt.

Roadster mit Elektroantrieb

Was die Erlkönigbilder bereits angedeutet hatten, wird jetzt mit harten Fakten untermauert. Der Wiesmann Thunderball kommt mit einem reinen Elektroantrieb mit 800-Volt-Architektur. Die beiden an der Hinterachse untergebrachten Elektromotoren leisten zusammen 680 PS und stellen ein maximales Drehmoment von 1.100 Nm bereit. Gespeist werden sie aus einem flüssigkeitsgekühlten Batteriepaket mit einer Kapazität von 92 kWh, wovon 83 kWh genutzt werden können. Der komplette Antriebsstrang wurde nach Wiesmann-Angaben in Deutschland entwickelt. Der trotz Carbon-Karosseriekleid rund 1,7 Tonnen schwere Thunderball spurtet in 2,9 Sekunden auf 100 km/h. Weitere Fahrleistungsdaten nennt Wiesmann noch nicht. Die Reichweite soll aber bis zu 500 Kilometer betragen. Über das regenerative Bremssystem, dessen Bremswirkung am Lenkrad justiert werden kann, kann zudem Energie zurückgewonnen werden. Neuen Strom für die Batterie zapft der Wiesmann per 22-kW-Bordeinheit an der heimischen Steckdose. Alternativ kann der Thunderball auch mit bis zu 300 kW an öffentlichen Schnellladepunkten aufgeladen werden.

Wiesmann Thunderball
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Der Thunderball zeigt die typischen Wiesmann-Proportionen.

Nicht umgewöhnen müssen sich Wiesmann-Fans beim Design. Der Thunderball greift die klassischen Wiesmann-Roadster-Linien auf und interpretiert dabei einige wenige etwas kantiger. Es bleibt bei der kurvigen Ästhetik mit kleinen Rundscheinwerfern an der Front und einem extrem langgezogenen Vorderwagen. Die beiden Insassen nehmen kurz vor der Hinterachse Platz und stülpen sich ein knappes Stoffverdeck über, wenn das Wetter offenes Fahren nicht zulässt. Die runden Rückleuchten scheinen aus den hinteren Kotflügeln zu wachsen, während die Heckpartie in einen Entenbürzel-Spoiler übergeht. Im unteren Bereich des Hinterteils sitzt ein üppig bemessener Diffusor.

Produktion in Dülmen – parallel zum Project Gecko

Die Produktion des Thunderball soll in Dülmen erfolgen, und zwar Seite an Seite mit dem Project Gecko, dessen Entwicklung zur Serienreife Wiesmann offenbar weiterhin vorantreibt. Als Grundpreis für den Thunderball werden 300.000 Euro genannt. Interessierte können den Elektroroadster bereits vorbestellen. Wann die Produktion startet ist noch nicht bekannt.

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Fazit

Ob De Tomaso, Hispano Suiza oder jetzt Wiesmann: Aktuell versuchen sich einige legendäre Sportwagen- und Edelmarken an einem Comeback. Ob genug Platz für alle bleibt, muss sich allerdings erst noch zeigen. Ebenso fraglich ist, ob die Wiesmann-Strategie, parallel auf Verbrenner- und Elektroantriebe für seine Sportwagen zu setzen, aufgehen wird.

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