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Mitfahrt Kia EV6 GT: Elfer-Leistung zum halben Taycan-Preis

Mitfahrt Kia EV6 GT Isst 911er zum Frühstück – zum halben Taycan-Preis

Mit der stärksten Version ihres E-Crossovers hat Kia einen Sportwagenschreck zum Preis einer Business-Limousine am Start. Wir durften mit Albert Biermann, bis vor kurzem Chefentwickler bei den Koreanern, eine Runde drehen – auf einer deutschen Autobahn.

Das Rolltor öffnet sich und da lauert er in mattem Grau. 430 kW (585 PS) Leistung, 740 Newtonmeter Drehmoment, 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo und erst bei 260 km/h ist ein Riegel davorgeschoben. Wer jetzt nicht direkt an einen Kia oder an ein Elektroauto denkt, dem sei verziehen. Der Kia EV6 GT ist bis dato das stärkste Serienfahrzeug der Koreaner. Von außen unterscheidet ihn nur wenig von den zahmeren Geschwistern. Eine markantere Front mit senkrechten Linien, 21 Zöller mit neongelben Bremssätteln, die 380 mm Bremsscheiben vorne und 360 mm hinten umschließen und ein angedeuteter Diffusor an der Heckschürze sind die größten Unterscheidungsmerkmale.

Auf dem Fahrerplatz nimmt Albert Biermann Platz. Bis Ende 2021 leitete er als erster Nicht-Koreaner die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei der Hyundai Motor Group, zu der auch Kia gehört. Unter seiner Regie entstand die Elektro-Plattform E-GMP, auf der jetzt der EV6 GT steht. Nach sieben Jahren in Korea wechselte der deutsche Manager Ende 2021 in den Ruhestand und übernimmt nun eine Beratertätigkeiten für den Konzern von Deutschland aus.

Sportschalensitze und sportliches Fahrwerk

Leise rollt der EV6 GT runter vom Firmengelände in Frankfurt am Main und schlängelt sich sanft die ersten Meter durch den Verkehr auf die Autobahn. Die serienmäßigen Sportschalensitze umschließen die Passagiere fest, ohne ungemütlich zu sein. Auch im Innenraum trifft man wieder auf die neongelben Akzente. Das Interieur ist ansonsten vertraut aus dem EV6.

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Bei 65.000 Euro geht das Abenteuer Kia EV6 GT los.

Alle Systeme sind zu Beginn noch auf Eco gestellt. Die Michelin Pilot Sport 4 S im Format 255/40R21 können die Querfugen in der Überleitung zur A5 allerdings nicht komplett verbergen – ohne dabei aber hölzern zu wirken.

Neongelbe Powertaste – zur Warnung?

Ein Druck auf die GT-Taste, die am Lenkrad neu hinzugekommen ist und natürlich in neongelb erstrahlt, ist eine Kampfansage an die Nackenmuskulatur – so viel sei an dieser Stelle schon verraten. Der GT-Mode verändert die Kennlinien aller fahrrelevanten Komponenten (beide Elektromotoren, Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, elektronisches Differenzial und Stabilitätsprogramm). Im My Drive Mode sind sämtliche Einstellungen auch individuell anpassbar.

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Wer hier drückt, muss über eine starke Nackenmuskulatur verfügen.

Südlich des Flughafens ist die A5 eine schnurgerade vierspurige Autobahn. Albert Biermann warnt mich vor und doch fällt der unvermeidbare Schlag in den Nacken kräftiger aus als erwartet. Mühelos beschleunigt der EV6 GT auf 160, 180, 200. Auch über 200 km/h quält sich der Crossover keineswegs. Immerhin müssen über 2,1 Tonnen beschleunigt werden. Die 260 km/h erreichen wir an diesem Tag nicht, aber es besteht kein Zweifel, dass sie im Bereich des Machbaren liegen.

Sehr schnell, aber nicht lange

Für stundenlange Hochgeschwindigkeitsfahrten ist der Antrieb allerdings nicht ausgelegt. Die Leistung wird rechtzeitig wieder gedrosselt, um eine Überhitzung der Batterie zu vermeiden. Die hohe Leistungsabgabe schaffen die Koreaner mit zwei Invertern für den hinteren Motor.

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Im Fond geht es komfortabel zur Sache.

Auf der Rückfahrt nach Frankfurt taucht vor uns ein roter Porsche 911 der Baureihe 991 auf. Der ehemalige Entwicklungschef meint trocken, jetzt müsste er runterschalten, sonst hat er keine Chance. Und tritt im nächsten Moment den Beweis an, dass man auch in einem Kia zum Porscheschreck werden kann.

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Fazit

Der Kia EV6 GT stößt bei den Leistungswerten in die Liga eines Porsche Taycan GTS vor, kostet mit rund 65.000 Euro aber nur die Hälfte. Auf den ersten Metern vermittelt der GT jede Menge Fahrspaß und schraubt die Geschwindigkeitsskala bei Elektroautos kräftig nach oben. Im Autoquartett hätte man damit einen echten Trumpf auf der Hand.

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