VW ID.5 Ingo Barenschee
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SUV

VW ID.5 GTX: Elektro-Crossover mit 299 PS und Allrad

VW ID.5 GTX Erste Fahrt im sportlichen E-Crossover

Das Heck macht den Unterschied am VW ID.5 – auch beim Fahren? Wir waren mit dem neuen Elektro-Topmodell unterwegs.

Nehmen wir es gleich mal vorweg: Bedeutende Unterschiede gegenüber dem ID.4? Nein, die gibt es nicht. Und das ist eine gute Nachricht. Aber dazu gleich mehr – und zunächst zu den Äußerlichkeiten: Wer bei Schräg- oder Fließhecks noch an Vertreter wie VW Passat, Opel Vectra oder Ford Mondeo denkt, liegt zumindest mit dem Segment nicht ganz falsch. Denn der ID.5 ist mit seinen 4,60 Metern heute genau in jener Größenklasse unterwegs, wo es sein seliger Vorfahr und dessen Konkurrenten vor etwa 30 Jahren schon waren. Doch heute diktiert die Auto-Mode hohes Sitzen und flache Dächer, also sieht sich auch VW in der Pflicht, sein Elektro-Programm mit einer sogenannten Coupévariante des ID.4 zu ergänzen. Die fällt zwar kaum flacher aus als ihr Schwestermodell, darf aber am Heck einen Spoiler tragen, der ihre dynamische Note unterstreichen soll, und mindestens 1.600 Euro Aufpreis kostet.

Gut zehn Monate ist es nun schon her, dass wir mit einem Prototyp des ID.5 unterwegs waren – zwar tarnfoliert und mit abgedecktem Interieur, aber sonst schon ziemlich serienreif. Nun könnte der ID.5 längst auf der Straße sein, hätte VW ihn seit Produktionsstart Ende Januar in Zwickau wie geplant und ohne Unterbrechung fertigen können.

Zwölf Monate Lieferzeit

Doch fehlende Kabelbäume aus einem Zulieferwerk in der Ukraine führten zu einer Zwangspause, und die ursprünglich für April geplante Händlerpremiere verschob sich zunächst auf Mai und nun voraussichtlich auf Juni. Was sich natürlich auch auf die Auslieferung bereits bestellter Exemplare auswirkt – wer jetzt ordert, muss mit zwölf Monaten Lieferfrist rechnen. Immerhin: Die Autos für die Pressevorstellung wurden rechtzeitig fertig, und so können wir uns vorab ein Bild von den finalen Qualitäten des VW ID.5 machen.

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Bei der ersten Begegnung fällt auf, dass ID. Nummer 5 mit flacherer Heckklappe und dem erwähnten Spoiler optisch durchaus eigenständig daherkommt – trotz identischer Front und nur minimal veränderter Abmessungen gegenüber dem ID.4.

Im Innenraum gilt unsere Aufmerksamkeit zunächst dem Platzangebot im Fond – reicht die Kopffreiheit (minus 12 mm)? Ja, sie reicht auch hier, nur in Verbindung mit dem optionalen Panoramadach bekommen groß gewachsene Passagiere über 1,80 Meter gelegentlich Kontakt mit dem Dachhimmel. Ansonsten sitzen die Insassen wie im ID.4 sowohl neben- als auch hintereinander bequem und ohne jede Enge. Der Kofferraum verliert nur bei dachhoher Beladung ein wenig Volumen gegenüber dem Schwestermodell, die standardmäßigen knapp 550 Liter sollten aber die meisten Alltagstransporte locker meistern.

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Großzügiges Raumangebot im Fond, mit Panoramadach eingeschränkte Kopffreiheit.

Hinter dem Steuer bietet der ID.5 das bekannte ID-Programm: kleines Tachodisplay, ein Drehknauf für die Fahrtrichtung und ein großer zentraler Touchscreen plus diverse Berührflächen, deren besondere Vorteile sich uns auch im dritten ID-Modell noch nicht erschließen. Dafür ist hier aber schon die jüngste Software-Generation 3.1 an Bord. Sie ermöglicht unter anderem eine verbesserte Sprachbedienung, bis zu 135 kW Ladeleistung an Gleichstrom und neue Assistenzfunktionen wie die aktive Spurwechselunterstützung oder ein Head-up-Display, das etwa Fahrhinweise der Navigation virtuell direkt auf die Straße projiziert. Und getreu dem Premium-Anspruch des Topmodells sollen farbige Ziernähte und Stoffe sowie vielfarbiges Ambientelicht hier das Cockpit aufwerten.

Dynamisch und komfortabel

Doch die große Stunde des VW ID.5 schlägt beim Fahren, denn er verknüpft Elektro-Dynamik und Komfortanspruch wie selbstverständlich miteinander. Die bei Bedarf vehemente Beschleunigung im 204 PS starken Pro Performance gelingt ohne pseudo-spektakulären Auftritt, das komfortable Fahrgefühl geht insbesondere mit den elektronisch geregelten DCC-Dämpfern (Option) nicht zulasten von Wankstabilität oder Spurtreue in schneller gefahrenen Kurven. Hier zeichnet sich auch die präzise Lenkung aus, deren Ansprechverhalten per Fahrmodus-Wahl (Serie) noch einen Tick direkter gestellt werden kann. Nur das Pedalgefühl der Bremse fällt ein wenig weich aus.

Abermals intensiver ist das Fahrerlebnis im zweimotorigen GTX, der seine 299 PS auf beide Achsen verteilt und daher kaum Traktionsprobleme kennt. 460 Nm bedeuten energischen Schub in allen Fahrsituationen, bei Bedarf auch mit Anhänger am Haken (GTX: bis zu 1.400 kg). Da trifft es sich gut, dass der ID.5 grundsätzlich mit großem 77-kWh-Akku geliefert wird. Reichweite: bis zu 520 km. Auch dies kein Unterschied zum ID.4.

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Fazit

Der ID.5 fährt genauso ausgewogen wie seine Elektro-Geschwister, macht kaum Abstriche beim Raumangebot und legt bei der Ausstattung die Latte höher – aber auch beim Preis.

Technische Daten

VW ID.5 GTX GTX
Grundpreis 56.455 €
Außenmaße 4599 x 1852 x 1616 mm
Kofferraumvolumen 549 bis 1561 l
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Verbrauch 0,0 kWh/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
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