Mazdaspeed Autozam AZ-1 im Verkauf: Kei Car mit Flügeltüren

Mazdaspeed Autozam AZ-1 im Verkauf
Flügeltür-Kei-Car mit Maxi-Charme

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.06.2026
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Northeast Auto Imports aus New Hampshire bietet einen Mazdaspeed Autozam AZ-1 im Kundenauftrag an. Der Händler ruft 26.500 Dollar (umgerechnet zirka 22.800 Euro) auf und nennt 96.000 km (rund 60.000 Meilen) Laufleistung. Auf den Fotos erkennt man das A-spec-Paket mit großer Luftöffnung auf der Fronthaube, geänderter Frontschürze, großem Heckflügel und Sperrdifferenzial; laut Händler hat der AZ-1 außerdem ein Gewindefahrwerk ab Werk.

Was den AZ-1 so besonders macht

Der Autozam AZ-1 fährt als Kei-Car im Mini-Format vor, wirkt aber wie ein geschrumpfter Supersportler. Die Proportionen des Kleinen stimmen: kurze Überhänge, breite Schultern, viel Glas – und dann Flügeltüren, die beim Ein- und Aussteigen sofort die Show übernehmen. Der Fahrer sitzt rechts, blickt auf helle Rundinstrumente und greift in diesem Fall an ein rot-schwarz akzentuiertes Lenkrad; die Sitze tragen rote Mittelbahnen. Im Innenraum fällt neben den roten Akzenten auch zeittypisches Zubehör auf: In der Mittelkonsole sitzt ein Panasonic-Radio, hinter den Sitzen stehen Clarion-Lautsprecher auf der Ablage. Das wirkt sehr 1990er, passt zum JDM-Charme – und zeigt, dass hier nicht alles auf Museumsmodus steht.

Technik: Mittelmotor, Turbo und Kei-Limit

Im Heck arbeitet ein Suzuki-Motor: Der F6A-Turbo-Dreizylinder mit 657 Kubikzentimeter Hubraum leistet 64 PS. Das ist die gesetzliche Grenze für ein Kei-Car – aber gerade dieses Limit macht den Reiz aus: wenig Hubraum, mit 720 Kilogramm wenig Gewicht, viel Theater. Vorn unter der Haube sieht man vor allem die Verstärkungs-Struktur und ein paar Aggregate, der Turbo-Dreizylinder sitzt direkt hinter den Sitzen.

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Produktionszahlen

Vom Autozam AZ-1 liefen 4.392 Exemplare vom Band, dazu kamen 531 Suzuki Cara – zusammen 4.923 Fahrzeuge. Als A-spec/Mazdaspeed-Version ist der AZ-1 noch einmal deutlich seltener: In der Szene kursiert die Zahl von rund 100 bis 150 Exemplaren. Zum Vergleich: Suzuki baute vom Cappuccino rund 28.000 Stück, Honda vom Beat rund 33.600. Genau solche JDM-Exoten tauchen heute häufiger außerhalb Japans auf, weil in den USA solche Modelle taggenau 25 Jahre nach ihrem Herstellungsdatum importiert werden dürfen.

AutozamAutozam war eine von 1989 bis 1994 existierende Automobilmarke von Mazda, die ausschließlich auf dem japanischen Markt tätig war. "zam" stand dabei für die umgekehrte Schreibweise von "maz", den Anfangsbuchstaben von Mazda. Die Modelle der Marke sollten junge, lifestyleorientierte Käufer ansprechen. Viele Autozam-Modelle kamen von Suzuki, Mazda brachte sie mit leichten optischen Änderungen auf den Markt. Das Ende des japanischen Wirtschaftsbooms Anfang der 1990er-Jahre sorgte für das schnelle Ende von Autozam.

Mazdaspeed Autozam AZ-1
Northeast Auto Imports

"Mazdaspeed" oder "A-spec"? Beides meint dasselbe

Mazdaspeed bot das Tuning-Paket offiziell als A-spec an, die Szene nutzt "Mazdaspeed AZ-1" oft synonym. Ein Foto des Typenschilds stützt die Einordnung ein wenig: Es zeigt "MODEL: E-PG6SA" und "Vehicle ID: PG6SA-100571". Die Mazdaspeed-Modelle waren immer einfarbig rot oder blau, während die "normalen" Modelle meist graue Schweller hatten. Außerdem sind die Verstrebungen unter der Fronthaube und die Leichtmetallfelgen ein Zeichen für Mazdaspeed-Modelle. Die Tuningteile, die einen AZ-1 zu einem Mazdaspeed machten, gab es aber auch als Zubehör zu kaufen. Da Mazda für die Mazdaspeed-Variante keine gesonderte Fahrgestellnummer nutzte (siehe oben), ist eine Unterscheidung von Werks-Umbau und gut gemachtem nachträglichem Umbau kaum möglich. Das Sperrdifferential an der Hinterachse ist ein guter Hinweis auf einen Umbau ab Werk. Völlige Sicherheit geben aber nur die originalen Händlerdokumente – falls diese noch vorhanden sind.

JDMJDM steht für Japanese Domestic Market und meint Modelle sowie Ausstattungen, die Hersteller ursprünglich nur für Japan geplant haben. Oft erkennt man sie an Rechtslenkung, speziellen Motorvarianten oder seltenen Sondermodellen. Viele JDM-Autos wirken heute besonders reizvoll, weil sie außerhalb Japans lange kaum verfügbar waren. In den USA erleichtert die 25-Jahres-Regel den Import vieler 1990er-Jahre-JDM-Modelle.

Preischeck: 26.500 Dollar – unter Miata, aber nicht "billig"

Der aufgerufene Preis rangiert in einer Region, in der in den USA auch ein neuer MX-5 anfängt. Wer etwas Ungewöhnliches sucht, bekommt mit dem Mazdaspeed Autozam AZ-1 ein Fahrzeug, das selbst im Stand Gespräche startet.

Fazit