


Weltexklusiv durften wir als erstes Medium mit dem Hyundai Ioniq 5 N Einen Performance-Test produzieren.

Damit waren wir gleichzeitig auch das erste Magazin, das überhaupt ein Elektrofahrzeug auf der Nordschleife getestet hat.

Was kann das E-Auto von Verbrennerfans für Verbrennerfans?

Der Ioniq 5 N nutzt an der Hinterachse eine elektronisch geregelte Differenzialsperre mit 12-Scheiben-Nasskupplung in externer Bauweise.

Mit Corsa-Optionsbereifung verzögert der Ioniq 5 N warm etwas besser, doch mit der Serienbereifung bremst er kalt klar besser. 100–0 km/h mit P Zero: 37,2 Meter (kalt), 34,0 Meter (warm).

16 Wochen war der Ioniq 5 N im Industriepool in der Entwicklung und im anschließenden Dauerlauf auf dem Ring unterwegs.

Das maximale Sperrmoment beträgt 1.800 Nm, kurzzeitig können bis zu 2.000 Nm gestellt werden.

Die 485,7 kg schwere Batterie ist tief über die gesamte Bodengruppe platziert.

Die Fahrdynamikentwickler haben das hydraulische Bremssystem mit elektronischem Bremskraftverstärker und die Rekuperationsbremse zu einer gut funktionierenden Einheit geformt.

Der erste E-Sportler im Supertest ging zur Sicherheit mit Recaro-Schalensitz, Sechspunktgurten und Feuerlöscher auf den Ring.

Die Sitzhöhe im Seriensitz ist für die Fahrzeuggröße angenehm tief (20 mm tiefer als beim normalen Ioniq 5).

Über den roten Lenkradknopf („NGB“ steht für „N Grin Boost“) kann die Leistung im Sprint-Mode für je zehn Sekunden um 41 PS gesteigert werden.

Blau, Grün, Rot – im Display signalisieren Schaltlampen den idealen, aber fiktiven Hochschaltpunkt.

Im Sprint-Mode ist der Ioniq 5 N mit 7.45,59 Minuten der schnellste Serien-Hyundai auf der Schleife.

Mit dem 5 N ist ein Konzept gelungen, das man aus sportlicher Sicht ernster nehmen kann als alle anderen E-Autos, die bisher über die Nordschleife gefahren sind.

Im Vergleich zum Serien-Ioniq-5 wurde für die N-Version die Aerodynamik von Front- und Heckschürze, Seitenschwellern sowie Felgen und Heckspoiler optimiert.

Für einen Zwei-Runden-Ritt steht im sogenannten Endurance-Mode deutlich weniger Leistung zur Verfügung. 522 statt bis zu 650 Boost-PS ergab die Leistungsmessung bei Maha.

Natürlich schockt Sportfahrerherzen erst einmal das hohe Fahrzeuggewicht von 2.194 Kilogramm.

Der tiefe Schwerpunkt und die ausgeglichene Gewichtsverteilung des Hyundai Ioniq 5 N sind hingegen beeindruckend.

Fazit: Ich plädiere für Technologie-Offenheit und die Koexistenz aller Antriebstechniken im sportlichen Segment: Verbrenner, Performance-Hybrid und E-Antrieb.

Der Hyundai Ioniq 5 N ist ein Ausrufezeichen, in welche Richtung ein sportliches E-Auto gehen muss.

Die Lade-Infrastruktur im Allgemeinen und das hohe Fahrzeuggewicht im Speziellen sind aktuell die größten Probleme der E-Mobilität.
Systemleistung
170 PS – 650 PS
Reichweite (WLTP)
363 km
Grundpreis
41.900 € – 76.500 €
Batteriekapazität (netto)
72 kWh
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