Neuer Dacia Striker bekommt nicht alle Hightech-Antriebe: Hybrid, Bi-Fuel und 4x4

Dacia Striker Hybrid, Bi-Fuel und 4x4
Dacia Striker bekommt nicht alle Hightech-Antriebe

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.07.2026
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Dacia Striker Antriebe
Foto: Dacia / Schönfeld

Mit dem neuen Striker bietet Dacia gleich zum Verkaufsbeginn eine ungewöhnlich breite Antriebspalette in der Kompaktklasse. Insgesamt stehen laut Dacia vier elektrifizierte Varianten zur Wahl, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen – von möglichst niedrigen Betriebskosten über hohe Effizienz bis hin zu echter Allradtauglichkeit. Und wer genau hinsieht, entdeckt einige Unterschiede zum eng verwandten Bigster. Doch der Reihe nach.

Mild Hybrid-G 140: LPG und 48-Volt-Technik

Den Einstieg in die Striker-Welt bildet der Mild Hybrid-G 140, den es laut Hersteller bereits für unter 25.000 Euro geben soll. Hier arbeitet ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 48-Volt-Mildhybridsystem zusammen. Der Motor kann sowohl mit Benzin als auch mit Autogas (LPG) betrieben werden. Das Hybridsystem unterstützt den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen, während die kleine 0,8-kWh-Batterie ihre Energie ausschließlich durch Rekuperation gewinnt.

Der LPG-Tank fasst rund 50 Liter und sitzt platzsparend unter dem Kofferraumboden, sodass das Ladevolumen unverändert bleibt. Zusammen mit dem ebenfalls 50 Liter großen Benzintank steigt der Einsatzradius des Bi-Fuel-Striker auf bis zu 1.500 Kilometer. Dacia verspricht dabei im Gasbetrieb rund zehn Prozent weniger CO₂-Emissionen als bei einem vergleichbaren Benziner ohne Hybridisierung. Je nach Ausführung ist der Antrieb mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Automatik erhältlich.

Anders als im Bigster wird es den Motor allerdings nicht als reinen Benziner (Mild Hybrid 140) geben, sondern eben nur als Bi-Fuel-Variante. Dafür bietet Dacia nur beim Mild Hybrid-G 140 erstmals die Option auf ein Automatik-Getriebe an. Das zählt für die Rumänen offiziell als die vierte Antriebsvariante – und diese interessante Kombination gibt es wiederum beim Bigster nicht.

Hybrid 155: Vollhybrid ohne Ladekabel

Wer möglichst häufig elektrisch unterwegs sein möchte, greift zum wahrscheinlich etwas teureren Hybrid 155. Das System kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit zwei Elektromotoren, einer 1,4-kWh-Hochvoltbatterie und einem kupplungslosen Multi-Mode-Getriebe.

Dieser Striker startet grundsätzlich elektrisch und soll laut Dacia im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent der Zeit ohne laufenden Verbrennungsmotor zurücklegen können. Geladen wird ausschließlich über Rekuperation und den Benzinmotor. Die CO₂-Emissionen sollen im WLTP-Zyklus unter 100 g/km liegen, was einem Verbrauch von rund 4,5 Litern erahnen lässt.

Hybrid 150 4x4: Elektrischer Allrad als Technik-Highlight

Die spannendste Neuheit im Programm ist der Hybrid 150 4x4. Das System kombiniert einen 140 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner mit 48-Volt-Mildhybridtechnik an der Vorderachse und einem 31 PS starken Elektromotor an der Hinterachse. Gemeinsam entwickeln beide Antriebe 150 PS Systemleistung.

Der Verbrenner treibt über ein neues Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe die Vorderachse an. Hinten sitzt ein eigener Elektromotor mit zweistufigem Getriebe, der die Hinterräder nur bei Bedarf (also bei Volllast oder Traktionsproblemen) antreibt. Wird kein Allrad benötigt, lässt sich die Hinterachse vollständig entkoppeln. Das reduziert Reibungsverluste und senkt den Verbrauch. Der elektrische Allrad arbeitet bis Tempo 140 und verteilt die Antriebskraft automatisch.

Der Striker hybrid 150 4x4 verfügt über fünf Fahrmodi:

  • Auto, bei dem das Fahrzeug automatisch zwischen 4x2- und 4x4-Modus wechselt
  • Eco für maximale Effizienz, mit Zuschaltung des Allradantriebs bei geringer Haftung;
  • Snow, ein 4x4-Modus für Straßen mit geringer Traktion;
  • Mud/Sand, ein auf lockeren Untergrund optimierter 4x4-Modus
  • Off-Road für Geländefahrten bei niedrigen Geschwindigkeiten;

Serienmäßig an Bord ist außerdem eine Bergabfahrhilfe, die auf steilen Gefällen automatisch eine konstante Geschwindigkeit zwischen drei und 30 km/h hält.

Bis zu 60 Prozent elektrisch im Alltag

Der Hybrid 150 4x4 nutzt eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 0,84 kWh Kapazität. Laut Dacia kann der Striker damit im Stadt- und Umlandverkehr bis zu 60 Prozent der Fahrzeit rein elektrisch zurücklegen. Je nach Fahrsituation fährt das Fahrzeug ausschließlich mit Frontantrieb elektrisch, mit Verbrenner oder kombiniert beide Antriebe. Anders als im Bigster wird es den Hybrid-Allradler aber nicht als Bi-Fuel-Version geben. Der Grund: Weil der Striker im türkischen Werk in Bursa und nicht in Rumänien vom Band läuft, möchte Dacia die Produktions-Komplexität möglichst gering halten.

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