Wenn ein Hersteller in einem Antriebssegment einen Marktanteil von 98 Prozent für sich reklamiert, dann kann man schon von absoluter Dominanz sprechen. Wenn man allerdings etwas genauer hinschaut, stellt sich diese marktbeherrschende Stellung allerdings schon in einem anderen Licht dar.
Dominator ohne Konkurrenz in der Nische
Der rumänische Autobauer meldet für die ersten fünf Monate des Jahres 5.418 Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Autogas-Antrieb. Zudem verzeichnet Dacia nach wie vor eine steigende Nachfrage und konnte sein Absatzvolumen autogasbetriebener Fahrzeuge von Januar bis Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent steigern.
In den Top-Vier der deutschen Autogas-Verkaufscharts finden sich ausschließlich Dacia-Modelle. Ganz oben steht der Sandero Eco-G 120 mit 2.191 verkauften Exemplaren. Ihm folgt der Duster Eco-G 120 mit 1.532 Einheiten. Rang drei geht an den Jogger Eco-G 120 mit 875 Autos, Platz vier an den Bigster mit 820 Einheiten.
Der Autogas-Erfolg der Rumänen kommt nicht von ungefähr. Wie ein Blick in die Neuwagenliste zeigt, bietet aktuell außer Dacia kein Hersteller mehr LPG-Modelle an. Wer also ein neues Autogas-Fahrzeug haben möchte, kommt an Dacia sowieso nicht vorbei. An den gesamten Dacia-Neuzulassungen in Deutschland in den ersten fünf Monaten, die bei 24.976 Autos liegen, machen die LGP-Modelle so in etwa 21,7 Prozent aus.
Was ist Autogas
Autogas (LPG – Liquefied Petroleum Gas, ein Gemisch aus Propan und Butan) kann in speziell umgerüsteten Verbrennermotoren als Alternative zu herkömmlichen Sprit verfeuert werden. Autogas hat laut ADAC allerdings einen gegenüber Benzin einen um etwa 25 Prozent geringeren volumetrischen Heizwert. Der Verbrauch liegt damit je nach Fahrweise um 10 bis 30 Prozent über dem von Benzin. Bei einem aktuellen Durchschnittspreis von 1,04 Euro je Liter ergeben sich dennoch etwas geringere Betriebskosten als mit Benzin. Autogas entsteht als natürliches Nebenprodukt bei der Förderung von Erdöl und Erdgas.












