Neben den diversen Ceed-Varianten, die sukzessive auch schon durch den K4 ersetzt werden, ist der Niro der letzte Vertreter der früheren Design-Linie des koreanischen Herstellers. Alle anderen Modellreihen sind inzwischen konsequent auf den neuen Kanten-Look mit Hochkant-Scheinwerfern und vertikalen LED-Streifen umgeschwenkt. Künftig gilt das auch für den Niro, dessen sehr umfangreiches Facelift Kia am 20. Januar 2026 in Korea präsentiert hat. Und dieses Modell kommt auch zu uns, allerdings nur noch mit Hybridantrieb.
Völlig neue Optik
Der kompakte SUV folgt damit der aktuellen Designsprache "Opposites United" der Marke. Die Frontpartie zeigt sich markanter: Die silberne Spange um die Motorhaube wurde verkleinert, die neuen, höher angesetzten Scheinwerfer erinnern an Modelle wie Seltos, EV3 und EV9. Der Kühlergrill wirkt kantiger und massiver als bisher. Auch die seitlichen Kunststoffverkleidungen wurden verändert.
Ungewöhnlich für ein Facelift: Auch das Heck wurde komplett neugestaltet, wirkt jetzt aufgeräumt und technisch statt der bisher eher zerklüfteten, rundlichen Optik. Die Heckklappe ist jetzt "clean" ohne großen Griff und Nummernschild-Aufnahme, das Kennzeichen wandert nach unten in die Schürze. Dort ist der optische Unterfahrschutz viel dezenter als vorher. Obwohl die Grund-Karosserie nicht geändert wurde, wirkt der neue Niro damit wie ein komplett neues Auto.
Auch innen modernisiert
Die Neuerungen im Innenraum betreffen vor allem Lenkrad und Instrumente. Das Niro-Steuer ist jetzt oben und unten abgeflacht, hat einen kompakteren Zentralteil und einen neugestalteten Schalter-Bereich, wo jetzt auch Drehwalzen zum Einsatz kommen. Das Gehäuse, in dem Digitalinstrumente und Multimedia-Display untergebracht sind (beide 13,3 Zoll), hat eine neue Rechteck-Form und eine neue grafische Gestaltung. Ob auch die Software geändert wurde, hat Kia noch nicht verraten. Erfreulich: Die etwas aus der Zeit gefallenen Flächen im schmutzanfälligen Klavierlack-Look weichen moderneren, mattgrauen Oberflächen.
Wir erwarten, dass sich am Antrieb nichts ändert. Der Hybrid kombiniert einen 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor und einem sechsstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Er leistet 138 PS. Den elektrischen Niro EV hatte Kia in Deutschland bereits zum Jahreswechsel 2025 aus dem Programm genommen, im Januar 2026 war auch der Niro Plug-in-Hybrid aus dem Konfigurator verschwunden.
In Europa nur noch eine Variante
Was unweigerlich die Frage aufwirft, ob das Niro-Facelift es auch nach Deutschland schaffen wird. Das scheint der Fall zu sein, denn Medienberichten aus den Niederlanden zufolge plant Kia, die neue Generation wieder in Europa anzubieten. Allerdings nur noch mit Hybridantrieb, das ist auch der letzte Niro der alten Baureihe, der nach wie vor im Konfigurator geführt wird (ab 33.900 Euro). Die Rolle des Elektro-Niro-Nachfolgers hat inzwischen der Kia EV3 angetreten.












