Der neue Q9: Audis Dickster startet erstmal nur als Diesel

Audi Q9 Neuvorstellung
Audis Dickster startet erst mal nur als Diesel

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 29.07.2026
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Audi integriert mit dem Q9 einen neuen Top-SUV in seine Modellpalette, der sich über dem Q7 und Q8 ansiedelt. Der Bestellstart erfolgt Ende Juli 2026, die Markteinführung ist für das vierte Quartal angekündigt. Produziert wird Audis Dickster in Bratislava. Mit 5,31 Meter Länge, 2,21 Meter Breite, 1,81 Meter Höhe und 3,14 Meter Radstand ist der Q9 zugleich der größte Audi bislang.

Antrieb und Fahrwerk

Zum Marktstart steht in Deutschland vorerst nur ein Triebwerk bereit: ein 3,0-Liter-V6-TDI mit 220 kW (299 PS) und maximal 630 Nm. Um die Effizienz zu steigern, fährt dieser als Mildhybrid vor. Ein weiterentwickelter Triebstranggenerator steuert zudem bis zu 18 kW (24 PS) Zusatzleistung und beim Anfahren/Überholen bis zu 370 Nm bei. Für spontaneres Ansprechen ergänzt Audi das System um einen elektrisch angetriebenen Verdichter, der laut Hersteller in 1,2 Sekunden bis zu 3,6 bar absoluten Ladedruck aufbauen kann. Serienmäßig kommen eine Achtgang-Wandlerautomatik und permanenter Allradantrieb zum Einsatz.

Beim Fahrwerk setzt Audi serienmäßig auf adaptive Luftfederung mit variabler Dämpfung und Höhenverstellung. Der Verstellbereich liegt bei 90 Millimetern und für einen komfortablen Ein- und Ausstieg senkt sich der Q9 um 62 Millimeter ab. Optional bietet Audi für den Q9 eine Allradlenkung mit bis zu fünf Grad Hinterachslenkwinkel an; zudem ist eine sportliche Luftfeder-Variante erhältlich. Gebremst wird mit innenbelüfteten Scheiben. Vorn kommen 400 Millimeter große Leichtbauverbundscheiben zum Einsatz; die hinteren Pendants messen 350 Millimeter.

Im Detail: der neue Audi Q9

Interieur

Innen ist der Q9 serienmäßig ein Siebensitzer mit drei Sitzreihen, alle Sitze sind elektrisch verstellbar. Optional gibt es eine Sechssitz-Konfiguration mit zwei komfortablen Einzelsitzen in Reihe zwei. Die dritte Sitzreihe bietet ausreichend Beinfreiheit für Erwachsene auf kurzen Strecken, man sitzt jedoch recht angewinkelt. Neu für Audi sind elektrisch angetriebene Türen mit bis zu 90 Grad Öffnungswinkel, Hinderniserkennung und Zuziehhilfe. Die Bedienung ist auch per App möglich. Das Panorama-Schiebedach ist mit mehr als 1,5 Quadratmetern Glasfläche das bislang größte bei Audi, optional mit schaltbarer Transparenz in neun Segmenten. Eine Dachbeleuchtung arbeitet mit 84 LEDs und passt sich dem Ambientelicht an.

Beim Infotainment setzt Audi auf das gebogene OLED-Panorama-Display (11,9 Zoll Cockpit, 14,5 Zoll Touch) plus serienmäßigem 12,3-Zoll-Beifahrer-Display mit dynamischem Privacy Mode. Die Software-Basis bildet Android Automotive OS, wurde aber entsprechend angepasst. Die Sprachbedienung nutzt KI-Unterstützung wie etwa ChatGPT.

Exterieur

Das Exterieur wird von einer aufrechten Front mit tiefgezogenem Singleframe in der "Advanced"-Variante geprägt. Wer zur "S-Line" greift, bekommt einen Einleger in Wabenform. Für die Scheinwerfer kommen Audis neueste Matrix LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Modulen zum Einsatz. Wie schon der jüngst angepasste Q7 verfügt auch der Q9 somit über die Möglichkeit, über Projektionen auf den Untergrund zu kommunizieren. So werden beispielsweise Pfeilanimationen auf den Boden projiziert, um das Blinker-Licht zu erweitern.

Technisches Highlight am Heck sind digitale OLED-Leuchten der dritten Generation, die nun noch weiter seitlich um das Fahrzeug herumgeführt werden. Laut Audi sind die gebogenen äußeren OLED-Panels auf Ultra-Dünnglas-Basis (0,1 mm) eine Weltneuheit. Die Lichtsignatur ist nicht nur einstellbar, sondern auch teilaktiv und kann über das "Kommunikationslicht" Informationen wie etwa Warnsymbole wiedergeben. Räder gibt es von 20 bis 23 Zoll. Für 22 und 23 Zoll sind ab Werk akustische Schaumeinlagen in den Reifen vorgesehen.

Ein weiteres Plus an Sicherheit

Beim Notfallassistenten führt Audi erstmals einen Standstreifenwechsel an. Erkennt das System Inaktivität hinter dem Steuer, kann es auf der Autobahn zwischen 50 und 30 km/h – sofern möglich – auf einen freien Standstreifen lenken und dort anhalten. Andernfalls stoppt der Q9 kontrolliert in der Spur und löst anschließend einen Notruf aus. Zudem beschreibt Audi eine differenzierte Spurverlassenswarnung mit reduziertem und normalem Modus, je nach Einstellung mit unterschiedlichen Warn- und Eingriffsstrategien.

Fazit