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Koenigsegg CC850: Hommage-Modell mit manuellem Automatikgetriebe

Koenigsegg CC850 Ruckzuck ausverkauft, Limitierung angehoben

Mit dem CC850 feiert Koenigsegg zwar sein erstes Serienauto, den CC8S von 2002. Technisch geht das Hypercar jedoch neue Wege. Besonders interessant ist die Schaltung.

Vor 20 Jahren begann der Aufstieg von Koenigsegg: Damals – im Jahr 2002 – startete die Serienfertigung des ersten Supersportwagens der Schweden. Der anfangs 655 PS starke V8-Mittelmotor-Bolide CC8S verkörperte sofort, worum es bei Koenigsegg geht: Extremes Design, ungewöhnliche technische Lösungen sowie technische Daten und Fahrleistungen, die sich auf Rekordniveau bewegen. "Der CC8S setzte uns auf die Landkarte und machte uns erfolgreich", sagt Firmengründer und -chef Christian von Koenigsegg. Folgerichtig nahm seine Truppe die Monterey Car Wek zum Anlass, dort ein Hommage-Modell zu präsentieren: den CC850.

Wenig verwunderlich nimmt sich der Neuling den Wegbereiter optisch zum Vorbild. Stilbildend ist unter anderem die flächige Front, die in der Schürze einen großen und unter den Scheinwerfern kleinere Lufteinlässe aufweist. Unter dem Stoßfänger sitzt eine Spoilerlippe, die sich vor den vorderen Rädern als Seitenflap nach oben zieht. Die Schwellerverkleidung nimmt die Form auf der anderen Seite des Radlaufs wieder auf. Weiterhin interpretiert der CC850 die kuppelartige Fahrgastzelle des CC8S neu. Bei ihm zieht sich ebenfalls die Windschutzscheibe, auf der sich zentral der Einarmwischer befindet, um die kaum sichtbare A-Säule herum und verjüngt sich das Seitenfenster Richtung Heck. Die Spiegel sitzen extrem weit außen auf sehr filigranen Halterungen.

Wählscheiben-Felgen und riesige Lufteinlässe

Blickfänger an den Flanken des 4,36 Meter langen, 2,02 Meter breiten (ohne Außenspiegel), 1,13 Meter hohen und 1.385 Kilogramm schweren CC850 sind die Felgen im Wählscheiben-Design und die monströsen Lufteinlässe vor den hinteren Rädern. Wie beim CC8S gibt es keinen aufgesetzten Heckspoiler; dieser fährt abhängig von der jeweiligen Fahrsituation aus. Eine klassische Heckscheibe fehlt ebenfalls; an ihrer Stelle sitzen Luftauslässe, die den Temperaturhaushalt im Motorraum optimieren. Dreigliedrige Heckleuchten und ein mächtiger Diffusor mit großem zentralen Auspuffendrohr sind weitere Design-Zitate des Ur-Koenigseggs. Genau wie das (optional) entfernbare Dachelement und die ungewöhnliche Öffnungsmechanik der Türen.

04/2022, Koenigsegg Jesko Absolut Vorserienmodell
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Oberflächlich betrachtet hat sich in Sachen Antriebstechnik bei Koenigsegg nicht viel verändert in den letzten 20 Jahren. Wie sein Urahn wird der CC850 von einem V8-Mittelmotor angetrieben; nun allerdings mit Twin-Turbo- statt Kompressoraufladung und etwas mehr Hubraum (5,0 statt 4,7 Liter). Für den Neuling adaptiert Koenigsegg den Jesko-Motor mit Flat-Plane-Kurbelwelle und Trockensumpfschmierung, allerdings in gezähmter Form. Im CC850 kommt der Achtzylinder auf 1.201 (im Benzinbetrieb) beziehungsweise 1.404 PS (mit E85 Bioethanol; dann ist ein von 1,5 auf 1,7 bar erhöhter Ladedruck möglich). Das maximale Drehmoment liegt bei 1.385 Newtonmetern. Zum Vergleich: Der Jesko bietet im Höchstfall 1.622 PS und höchstens 1.500 Newtonmeter auf.

Handschaltung und Automatik in einem

Die wahre technische Besonderheit des Koenigsegg CC850 ist sein Getriebe. Dabei handelt es sich grundsätzlich um jene "Light Speed Transmission" (LST), die im Jesko als Neungang-Automatik ihren Dienst verrichtet. Das Getriebe funktioniert ein bisschen wie die Ritzel beim Fahrrad: Der Jesko kombiniert quasi ein Zweier- mit einem Dreier-Ritzelpaket und kann daraus dank seiner sechs kleinen, per hydraulischem Druck betätigten Kupplungen jederzeit jede Kombination wählen, ohne irgendeine Art von Synchronisierung berücksichtigen zu müssen. Macht mathematisch: 3² = 9 Gänge. Und ergibt eine variable Übersetzung, die je nach Fahrmodus oder -situation angepasst wird.

Beim CC850 ergänzt Koenigsegg das Getriebe um eine Funktion namens "Engage Shift System" (ESS). Sie macht die Automatik zu einer manuellen Sechsgang-Schaltung, bei der der Schalthebel durch eine offene Kulisse flitzt und die Fahrerin oder der Fahrer ein Kupplungspedal bedient. Wie das funktioniert, erklärt Christian von Koenigsegg in einem Video auf der US-Plattform Jalopnik. "Der Schalthebel kommuniziert mit allen Kupplungen und wählt je nachdem, in welcher Position sich der Schalthebel befindet, die am besten passende (Ritzel-Kombination; d. Red.) aus", sagt der Firmenchef. Indem parallel von der Elektronik die Stellung und Bewegung des Schalthebels nachvollzogen wird, kann ganz klassisch hoch- oder heruntergeschaltet werden – und zwar immer in Verbindung mit Ein- und Auskuppeln. Zudem muss stets die Drehzahl passen, wenn der nächsthöhere oder -niedrigere Gang eingelegt werden soll, sonst ist der Schaltvorgang nicht möglich. Von Koenigsegg zeigt zudem, dass der Motor des CC850 absterben kann, wenn nicht korrekt eingekuppelt wird – wie bei einem normalen Handschalter.

Viel Carbon sowie Alcantara und/oder Leder

Für die Kraftverteilung ist ferner ein elektronisches Differenzial zuständig. Die Räder sind rundum an doppelten Querlenkern aufgehängt, das Fahrwerk arbeitet mit elektronisch gesteuerten Gas-/Hydraulik-Stoßdämpfern. Die Carbon-Keramik-Bremsanlage weist vorne 410 Millimeter große Scheiben und Sechskolben-Sättel auf, während hinten 395-Millimeter- sowie Vierkolben-Pendants zum Einsatz kommen. Die Verzögerungs-Komponenten residieren in vorne 9,5x20 und hinten 12,25x21 Zoll großen Rädern mit Zentralverschluss. Die Dimensionen der Reifen lauten 265/35 R20 vorne und 325/30 R21 hinten. Michelin Pilot Sport 4S-Pneus gibt es aber nur gegen Aufpreis.

08/2022, Koenigsegg CC850
Koenigsegg Automotive AB
Im symmetrisch gestalteten Interieur des Koenigsegg CC850 gibt es viel Carbon sowie Leder und/oder Alcantara zu entdecken.

Innen präsentiert der CC850 ein vollkommen symmetrisches Design, wodurch Koenigsegg jedes Auto leicht als Links- oder Rechtslenker produzieren kann. Hinter dem komplett runden Lenkrad sitzen drei Analoguhren; die zentrale dient gleichzeitig als Tacho, Drehzahlmesser und Ladedruckanzeige. Auf der nach vorne ansteigenden Mittelkonsole befindet sich etwas erhaben der Schalthebel, der – wie einst der CC8S – die schwedische Flagge präsentiert. Davor positionieren die Schweden den vertikal ausgerichteten Infotainment-Touchscreen, der wiederum von abgesetzten Luftausströmern gekrönt wird. Das Material der Wahl ist Carbon, das sogar am Dach zu sehen ist. Wo Polster angebracht sind, zum Beispiel auf den Vollschalensitzen, sind diese in Leder oder Alcantara gehüllt.

Limitierung von 50 auf 70 Autos angehoben

Preisinformationen für den auf einem Carbon-Monocoque mit Aluminium-Wabenstruktur aufgebauten und mit Carbon-Kevlar-Karosserie antretenden Boliden gibt es noch nicht. In Sachen Limitierung legt Koenigsegg noch einmal nach. Ursprünglich wollten die Schweden maximal 50 Exemplare des CC850 produzieren, um damit den 50. Geburtstag des Chefs zu feiern. Dann stellte sich heraus: Die Zahl ist zu niedrig, sodass "nicht einmal alle treuen Koenigsegg-Besitzer ihren CC850 bekommen können". Also hebt Koenigsegg nach Rücksprache mit jenen Kunden, die sich schon einen CC850 gesichert haben, das Limit um 20 weitere Einheiten an. Damit greift der Hersteller auch in diesem Punkt den Anlass für das Hommage-Modell auf: das 20-Jahres-Jubiläum des CC8S. Selbst das entspreche "nicht einmal annähernd der Nachfrage. Aber das gibt uns die Möglichkeit, die Markentreuen in größerem Umfang zu berücksichtigen und gleichzeitig einen kleinen Teil der neuen Besitzer willkommen zu heißen", sagt Christian von Koenigsegg.

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Fazit

Im Vergleich zu heute hat der Koenigsegg CC8S mit seinem 655 PS fast schon Spielzeug-Charakter – zumindest, was seinen Motor angeht. Trotzdem war er einer der Mitbegründer der Megacar-Ära, die sich heute angesichts spielend realsierbarer vierstelliger PS-Zahlen längst zur Hypercar-Kategorie ausgeweitet hat. Einer ihrer wichtigsten Vertreter ist Koenigsegg, das mit seinem Erstlingswerk eine Erfolgsstory gestartet hat. Dass der CC8S mit dem CC850 ein Hommage-Modell bekommt, ist somit mehr als verdient.

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