Land Rover hat den Defender an das kommende Modelljahr angepasst. Neben neuen Ausstattungsoptionen, neuen Außenfarben und einigen neuen Anbauteilen war auch die Umstellung auf die Abgasnorm Euro 6b obligatorisch – zumindest für die Märkte, auf denen die zulassungsrelevant ist.
Leistung sinkt um 98 PS
Gerade diese Anpassung trifft das Defender-Top-Modell Octa hart. Herzstück des Octa-Antriebs ist der von BMW zugelieferte 4,4-Liter-V8-Biturbo. Bislang leistete der im Octa 635 PS und stellte 750 Nm bereit. Zurechtgestutzt auf die neuen Emissions-Vorgaben kommt der V8 nur noch auf 537 PS, kann aber das maximale Drehmoment von 750 Nm beibehalten. Der Leistungsverlust beträgt also satte 98 PS.
Auch bei BMW hatte die Anpassung an neuen Abgasvorgaben den V8 schon kastriert. Die schärferen Emissionsanforderungen in allen Betriebszuständen erfüllt der Bayern-V8 durch eine Umstellung auf den Miller-Zyklus, ein innovatives Verbrennungsverfahren, das durch eine veränderte Ventilsteuerung die Verbrennungstemperatur senkt, gleichzeitig aber die Effizienz steigert. Angepasst bereits auf Euro 7 sank die Leistung des Verbrenners um 41 PS. Im BMW M5, wo der V8 mit einem Plug-in-Hybridsystem zusammenarbeitet, wurde der Leistungsverlust des V8 durch einen stärkeren E-Antrieb vollständig ausgeglichen. Im Defender Octa ist der Achtzylinder nur mit einem Mild-Hybrid-System verbandelt, das den Leistungsverlust nicht ausgleichen kann.
Mit der gesunkenen Leistung lässt auch das Sprintvermögen des Octa etwas nach. Von null auf 100 km/h geht es nicht mehr in 4,0, sondern künftig in 4,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt unverändert bei abgeregelten 250 km/h. Um den Verlust der Fahrdynamik zumindest akustisch auszugleichen, haben die Technik den Auspuffsound des Octa neu abgestimmt.












