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Erlkönig Tesla Model S Plaid Nürburgring Stefan Baldauf
Erlkönig Tesla Model S Plaid Nürburgring
Erlkönig Tesla Model S Plaid Nürburgring
Erlkönig Tesla Model S Plaid Nürburgring
Erlkönig Tesla Model S Plaid Nürburgring 28 Bilder

Tesla Model S Plaid auf dem Nürburgring

Tesla Model S Plaid auf dem Nürburgring Rekord-Versuch oder Lenkrad-Test?

Tesla ist wieder zurück auf dem Nürburgring und testet das Tesla Model S Plaid in einer modifizierten Version für die Rennstrecke.

Wir erinnern uns: 2019 hatte Tesla über mehrere Wochen unterschiedlichen Model S Plaid-Prototypen in der grünen Hölle getestet. Die Mission damals: Einen Rundenrekord für viertürige vollelektrische Sportwagen aufzustellen. Die Crew reiste schließlich unverrichteter Dinge ab, mit 7:13 Minuten als inoffizieller Rundenzeit im Gepäck. Damals am Steuer der Sportwagen: Nordschleifen-Kenner und Rennfahrer Thomas Mutsch sowie sein schwedischer Kollege Andreas Simonsen.

Tesla Model S
Neuheiten

Nun, im Juli 2021, greift Andreas Simonsen erneut ins Lenkrad des Tesla Model S Plaid und scheucht das für die Rennstrecke modifizierte Elektroauto über den Nürburgring. Unser Erlkönig-Fotograf konnte erste Bilder von den Testfahrten machen, die interessante Details am Sportwagen offenbaren. Denn Tesla wechselt offenbar beim Testwagen zwischen dem bekannten, oben offenen Yoke-Lenkrad und einem geschlossenen klassischen Lenkrad. Hier hatte unlängst Tesla-Boss Elon Musk in einem Tweet unmissverständlich klargestellt, dass das Tesla Model S Plaid nur mit dem Yoke-Volant an den Start gehen wird.

Des Weiteren ist der Elektro-Sportler mit einem Überrollkäfig, den man durch die abgedunkelten Scheiben erkennen kann, sowie mit Sportfahrwerk und Michelin Pilot Sport 4-Reifen der Größe 295/30 ZR21 ausgerüstet. Die Rücksitzbank ist ausgebaut.

Fraglich ist, ob die Amerikaner erneut auf Rekordfahrt gehen, um dem Porsche Taycan seine offizielle Rekordrunde von 7:42 Minuten über die 20,6 Kilometer zu entreißen. Genauso gut können lediglich Erprobungsfahren absolviert werden – vielleicht auch, um die Rennstreckentauglichkeit des Yoke-Lenkrads zu testen. Denn das hat in den USA nicht nur Freunde, da es in der Handhabung gewöhnungsbedürftig ist und der Fahrer beim Lenken ungewollt über die Tasten auf den Speichen Hupe oder Blinker aktivieren kann.

Porsche Taycan - Nürburgring-Nordschleife - Rekord
Sportwagen

Tesla ist aktuell der einzige Hersteller, der auf dem Nürburgring mit einer sehr kleinen Crew und nur einem Fahrzeug Proberunden dreht. Der Industrie-Pool, bei dem Autohersteller auf dem Ring Testfahrten absolvieren, wurde zwar offiziell wegen der Flutkatastrophe nicht abgesagt. Allerdings verzichten viele Hersteller auf Erprobungen, um die Rettungskräfte auch auf den Zufahrten ins Krisengebiet nicht zu behindern. Derzeit ist die Rennstrecke eine Einsatzzentrale für die Hilfsorganisationen, die die Folgen der Überflutungen in den nahen Landkreisen bekämpfen. Tesla wartet den Prototypen in einer Werkstatt außerhalb des Nürburgrings, die auch eine Anlauf- und Sammelstelle für Sachspenden war.

NLS 6 - Nürburgring - 11. Juli 2021
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Die Testfahrt dürfte bereits vor Monaten geplant gewesen sein. Ingenieure und Testwagen haben sich vermutlich schon auf dem Weg befunden, als sich die Flutkatastrophe vor einer Woche in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ereignete.

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Eine ganz persönliche Meinung des Autors: Ja, die Planung für diesen Tesla-Test auf dem Nürburgring dürfte schon vor Monaten stattgefunden haben, die Logistik etliche Wochen vorher gestartet worden sein. Die Crew und das Auto waren sicher nicht mehr aufzuhalten, als sich die Flutkatastrophe ereignete. In Anbetracht der aktuellen Bilder vom Nürburging ist es aber äußerst befremdlich, ein Auto auf Testfahrt zu sehen, während wenige Meter daneben die Einsätze der Flut-Helfer geplant und koordiniert werden. Auch wenn sie durch Tesla nicht behindert werden, hätte der Hersteller hier sofort diese Testfahrt abbrechen, der Nürburgring den Industrie-Pool absagen müssen. Die Crew vor Ort trifft dabei die geringste Schuld an dieser äußerste unsensiblen Aktion.

Tesla Model S
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