Der Kia K4 präsentiert sich als Nachfolger des Ceed mit einer klaren Ausrichtung auf den globalen Markt. Gebaut in Mexiko, bietet er eine Mehrlenker-Hinterachse und Motorisierungen von einem effizienten Einliter-Dreizylinder bis hin zu einem 1,6-Liter-Vierzylinder mit bis zu 180 PS. Besonders in der GT Line überzeugt er mit einer umfangreichen Serienausstattung, darunter LED-Scheinwerfer und ein Digital Key 2.0.
Mazda setzt beim Mazda 3 auf einen anderen Ansatz: Der Skyactiv-X-Motor kombiniert eine lineare Leistungsentfaltung mit einem Mildhybridsystem. Trotz Verbundlenker-Hinterachse punktet der Mazda mit seinem traditionellen Bedienkonzept und einem manuellen Getriebe in der Takumi-Ausstattungslinie. Hier finden sich Matrix-LED-Scheinwerfer sowie ein Bose-Soundsystem.
Der VW Golf bleibt seiner Rolle als Benchmark treu. Mit seinem adaptiven DCC-Fahrwerk und präziser Lenkung zeigt er technische Finesse. Der 1.5 eTSI-Motor bietet eine ausgewogene Mischung aus Effizienz und Leistung.
Raumgefühl und Bedienung
Im Innenraum zeigt sich der Golf als Meister des Raumgefühls. Trotz kompakter Außenmaße wirkt er großzügig und durchdacht gestaltet. Die Bedienung wurde im Vergleich zu früheren Modellen verbessert – echte Tasten am Lenkrad sind zurückgekehrt.
Der Kia K4 bietet ebenfalls viel Platz, doch seine straffe Fahrwerksabstimmung kann den Komfort beeinträchtigen. Die Bedienung ist intuitiv, auch wenn die Zukunft bei Kia wohl stärker auf Touchscreen-Interaktionen setzen wird.
Mazda bleibt hingegen bei seinem klassischen Ansatz: Ein Dreh-Drück-Steller ergänzt das hoch platzierte Display – eine Kombination, die an frühere Zeiten erinnert.
Fahreigenschaften im Detail
Beim Fahrverhalten zeigt sich der VW Golf erneut souverän. Das DCC-Fahrwerk lässt sich individuell einstellen und sorgt für ein sportlich-komfortables Fahrerlebnis. Die Lenkung agiert präzise, während das ESP unauffällig eingreift.
Der Kia K4 hingegen wirkt teils zu straff abgestimmt, besonders auf den optionalen 18-Zoll-Rädern. Seine Lenkung bleibt unauffällig, doch das träge Doppelkupplungsgetriebe trübt den Gesamteindruck.
Mazda überzeugt mit einem konventionellen Stahlfahrwerk, das Unebenheiten gut dämpft. Allerdings zeigte die Lenkung im Test leichte Schwächen bei mittleren Kurvenradien.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Preislich starten alle Modelle in ihren Topausstattungen bei ähnlichen Werten: Der VW Golf Style beginnt bei rund 39.125 Euro, während der Kia K4 GT Line ab 37.290 Euro erhältlich ist. Der Mazda 3 Takumi liegt in einem vergleichbaren Bereich und bietet sieben Ausstattungslinien zur Auswahl.












