Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 Rallye Dakar 2021 BRX
Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 Rallye Dakar 2021
04/2021, Prodrive Hunter Dakar Rallyeauto
Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 Rallye Dakar 2021
Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 Rallye Dakar 2021 16 Bilder

Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 (Hunter)

Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 (Hunter) Dakar-Renner soll als Straßenauto kommen

Prodrive schnitt mit seinem 406-PS-Buggy bei der letzten Rallye Dakar recht ordentlich ab. Bald soll die heiße Kiste eine Straßenzulassung erhalten.

Die letzte Rallye Dakar darf das Prodrive-Team als Erfolg werten. Zwar ist die traditionsreiche britische Truppe – vor allem aus ihrer WRC-Zeit und von den Auftritten in den GT-Klassen im Langstreckensport – Siege und Titel gewohnt. Aber der fünfte Platz des Fahrers Nani Roma (das zweite Auto mit Rallye-Legende Sebastien Loeb am Steuer fiel vorzeitig aus) ist für ein Debüt aller Ehren wert. "Und wir sind gerade erst am Beginn unserer Reise", kommentierte der erfahrene spanische Pilot sein Abschneiden bei der Rallye-Raid-Veranstaltung, die abermals in Saudi-Arabien stattfand.

Romas Aussage dürfte zwar nur auf's Sportliche bezogen gewesen sein. Sie passt aber auch zu einer Ankündigung seines Chefs David Richards. Der Gründer und CEO der Firma bestätigte dem britischen Fachmagazin "Autocar", dass Prodrive von seinem Dakar-Auto mit der komplizierten Bezeichnung Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1 eine Straßenversion ableiten wird. Dieses erste "Wüsten-Hypercar" für den Privatgebrauch könnte den Namen "Hunter" tragen und bis zum Jahresende so weit entwickelt sein, dass es als Prototyp auf die Straße kann. Als Preis für das Serienauto sind eine Million Pfund (umgerechnet knapp 1,2 Millionen Euro) im Gespräch.

Das Design stammt von Ian Callum

Das Design sowohl des Rallye- als auch des Straßenautos stammt von einer Branchen-Ikone: Ian Callum, bis 2019 Chef-Designer bei Jaguar. Allerdings soll der Prodrive Hunter etwas breiter sein als das Wettbewerbs-Modell, um eine größere Rad-Reifen-Kombination aufnehmen zu können.

Bahrain Raid Xtreme Prodrive BRX T1
BRX
Hier die technischen Eckdaten des Dakar-Rallyeautos von Prodrive.

Technisch sollen sich der Renn- und der Straßenwagen sehr nah sein. Der 4,50 Meter lange Buggy setzt in beiden Fällen auf die Power eines heftig modifizierten Ford-V6 mit Twin-Turbolader und 3,5 Litern Hubraum. Für den Dakar-Racer werden vom Reglement limitierte 406 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment als Eckdaten angegeben. Die Straßenversion soll Richards zufolge restriktionsbefreit sogar bei 507 PS landen.

Etwas hübscher und komfortabler

Die Fahrwerks-Technik übernimmt der Hunter ebenfalls weitgehend vom Rallyeauto. Der Innenraum wird dagegen hübscher ausstaffiert sein; zudem soll er einige Komfort-Dreingaben erhalten. Gut möglich also, dass die Straßenversion etwas schwerer wird als jene 1.850 Kilogramm, die der Rallye-Buggy mit Allradantrieb reglementskonform auf die Waage bringt. Bei der Größe des Tanks dürften sich beide Versionen unterscheiden. Zwar verspricht Richards ein Benzin-Reservoir, das genug Sprit für über 480 Kilometer aufnehmen kann. Aber 500 Liter wie beim Rennwagen werden wohl nicht hineinpassen.

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Eine ziemlich anachronistische Veranstaltung, die abgeschafft gehört.

Fazit

Offroad-Sportwagen sind derzeit ein heißes Thema bei vielen Anbietern exotischer Edel-Fahrzeuge. So konsequent wie Prodrive scheint aber kein anderer Hersteller das Thema anzugehen. Von einer direkten Ableitung eines Dakar-Rennwagens für die Straße haben wir zumindest bislang nichts gehört. Hoffen wir, dass die Entwicklung wie geplant voranschreitet und wir die ersten Prototypen zum Jahresende auf der Straße sehen.

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