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OnStar steht vor dem Aus

Opel Connect nutzt Technologie von PSA

05/2018, Opel OnStar Foto: Bernd Conrad 8 Bilder

Wenn man eine Automarke kauft, sollen möglichst schnell Synergien mit den anderen Konzernmarken greifen. Das trifft auch auf die Konnektivität zu. PSA ersetzt bei Opel das OnStar-Angebot ab 2019 schrittweise mit Opel Connect.

14.05.2018 Bernd Conrad Powered by

Der noch frische Opel-Eigentümer PSA sucht Synergien in allen Bereichen. Entwicklungszentren und Produktionsstandorte von Opel werden in die Infrastruktur des französischen Konzerns integriert. Neue Modellreihen teilen sich die Technik mit ihren Konzernbrüdern.

Die SUV-Modelle Opel Crossland X und Grandland X basieren bereits auf PSA-Plattformen. Der kleinere Crossland X findet beispielsweise im Citroën C3 Aircross sein französisches Pendant, der kompakte Grandland X im Peugeot 3008. Beide sind aber, wie der Hochdachkombi Opel Combo Life, der dem Citroën Berlingo und dem Peugeot Rifter entspricht, bereits vor der Übernahme von Opel durch PSA im Rahmen einer Kooperation entwickelt worden.

Opel Connect ab 2019 im neuen Corsa

Der erste neue Opel, der unter der Regie von PSA-Konzernchef Carlos Tavarez entsteht, ist der Nachfolger des angejahrten Corsa. 2019 soll der Kleinwagen auf den Markt kommen. Er wird der erste Opel mit dem neuen Konnektivitäts-Dienst namens Opel Connect.

Auch hier löst sich Opel von General Motors. Deren OnStar-Angebot, das es auch bei Opel gibt, wird schrittweise von Opel Connect abgelöst. Bis 2024 will Opel eigenen Angaben zufolge die gesamte Modellpalette umgestellt haben. Zu diesem Zeitpunkt dürften auch die letzten Baureihen aus der alten Zeit, wie der Insignia, zur Ablösung anstehen.

Opel Connect entspricht weitestgehend den Angeboten der anderen PSA-Marken Citroën, DS und Peugeot. Bei einer Fahrzeugpanne oder einem Unfall wird manuell oder automatisch der Kontakt zu einem Call Center aufgebaut. Dort kümmert man sich dann um die Entsendung eines Pannendienstes oder der Bergung von Auto und Insassen. Außerdem gibt es eine App für das Smartphone, mit der man sich nach dem Parken von der Navigation weiter bis zum Ziel leiten lassen kann und auch das Auto danach wiederfinden kann.

Gestohlene Fahrzeuge werden geortet. Außerdem ist ein digitales Wartungsheft Teil des Connect-Angebotes, mit dem man den aktuellen Fahrzeugstatus auf dem Smartphone abrufen kann.

OnStar bis Ende 2020

Aktuell schließen Opel-Fahrer einen speziellen Vertrag für die Nutzung der Konnektivitäts-Dienstleistungen, zu denen auch ein Concergie-Service (unter anderem für die Reservierung eines Tisches) zählt, mit der OnStar Europe Limited ab. Diesen Service will Opel einer Meldung zufolge noch bis Ende 2020 im gewohnten Umfang anbieten.

Ob es für aktuelle Modelle mit OnStar-Zugang danach eine Umrüstoption geben wird oder ob die Kunden dieser Autos dann schlicht und einfach weniger Dienste nutzen können, ist aktuell noch nicht bekannt.

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