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Toyota Century 2018

Kein Zwölfzylinder mehr aber Klassik-Look bleibt

Toyota Century 2018 Foto: Toyota 9 Bilder

Seit 1967 hat Toyota den Century im Programm. Auf der Tokyo Motor Show wird die erst dritte Generation des Oberklassemodells präsentiert. Technisch topfit, aber optisch weiter sehr klassisch. Eine kleine Sensation: Mit der neuen Generation trägt Toyota den einzigen japanischen Pkw-V12 zu Grabe.

05.10.2017 Uli Baumann 6 Kommentare

Der Toyota Century, der nur in Japan angeboten wird, gilt als klassische Luxuslimousine, wobei klassisch sich vor allem auf das Design bezieht. Das wurde seit der Erstauflage 1967 nur behutsam weiterentwickelt. Sprich, der neue Century sieht immer noch gewohnt alt aus. Die senkrecht stehende Front trägt einen breiten und hohen Chromkühlergrill. Flankierend wurden neuzeitliche LED-Scheinwerfereinheiten positioniert. Auch die Tagfahrleuchten in der Schürze setzen auf LED-Technik. Die Silhouette will keiner modernen Coupélinie schmeicheln, sondern setzt auf klare Formen und ein hohes Passagierabteil, das in einer mächtigen C-Säule Richtung Kofferraum ausläuft.

Zwischen Chromleisten gepackte breite LED-Leuchten prägen das Heck. Ansonsten bietet die Gesamtskulptur keinerlei Aufgeregtheiten. Lediglich die Unterkanten von Schürzen und Schwellern heben sich silbern von der schwarzen Restkarosserie ab. Für Wertigkeit sorgen zudem zahlreiche Chromelemente.

V8 Hybrid statt V12-Saugmotor

Unter dem Blech ist der Toyota Century aber auf Höhe der Zeit. Die V12-Ära ist mit der neuen Generation Geschichte – der Century war das einzige japanische Serienauto mit Zwölfzylinder-Triebwerk. Für standesgemäßen Vortrieb sorgt künftig ein V8-Hybridantrieb mit nicht mehr ganz taufrischer Nickel-Hydrid-Batterietechnik. Leistungsdaten wurden noch nicht genannt, dafür soll der elektrifizierte Benziner für in dieser Klasse einmalig niedrige Verbrauchswerte bürgen. Die Motorkennzeichnung legt aber nahe, dass es sich um den Hybridantriebsstrang aus dem Lexus LS600h handelt, der es auf gut 400 PS und 520 Nm Drehmoment bringt.

Nachgelegt wurde beim Komfort. Noch mehr Radstand schafft noch mehr Innenraum, vor allem im Fond. So streckt sich der neue Toyota Cebtury jetzt auf 5,36 Meter Länge, 1,93 Meter Breite und 1,50 Meter Höhe. Der Radstand wuchs auf 3.090 mm. Höhere Türausschnitte und ein weiter abgesenkter Fahrzeugboden erleichtern das Ein- und Aussteigen. Das Interieur ist mit exklusiven Stoffen aus reiner Wolle ausgeschlagen, dazu gibt es Edelholzapplikationen. Die beiden Einzelsitze im Fond können elektrisch vielfach verstellt werden und bieten eine Massagefunktion. Neu ist die elektrisch justierbare Fußstütze. Bewährt haben sich die elektrische Vorhänge im Fond. Über ein zentrales Bedienfeld in der Mittelarmlehne lassen sich alle Komfortfunktionen aus dem Fond steuern. Mit an Bord sind natürlich auch ausklappbare Schreibtische, Leseleuchten sowie ein Unterhaltungssystem mit großem Flachbildschirm, das mit einer Highend-Audioanlage verknüpft ist.

Und ebenso natürlich fährt der Toyota Century alle verfügbaren Assistenzsysteme auf. Zu haben ist der Luxusliner ab Mitte 2018 wieder nur exklusiv auf dem japanischen Markt. Preise wurden noch nicht genannt.

Neuester Kommentar

Interieur wie Omas Gute Stube, altbacken aber kuschelig :-) Wolle hat nur einen Nachteil: Mottenfraß! ( kein Witz )
bei Klassikern sieht man öfters von Motten zerfressene Wollteppiche.
Leder riecht immer irgendwie komisch und macht nur im Cabrio richtig Sinn.

908 10. Oktober 2017, 00:39 Uhr
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