ACM Biagini Passo (1993) Cafe Racer SSpirit
ACM Biagini Passo (1993)
ACM Biagini Passo (1993)
ACM Biagini Passo (1993)
ACM Biagini Passo (1993) 18 Bilder

ACM Biagini Passo (1993): T-Roc Cabrio der 90er

ACM Biagini Passo (1993) Mix aus Golf Country und Golf I Cabrio

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ACM baute nur einige Hundert Biagini Passo. Das SUV-Cabrio mit Technik vom Golf Country ist also extrem selten und im Prinzip ein Vorläufer des offenen T-Roc.

Dieses Auto steht wirklich nicht an jeder Ecke: Nur 5 Biagini Passo soll es in Deutschland noch geben. Das Gelände-Cabrio entstand zwischen 1990 und 1993 bei dem italienischen Hersteller ACM auf einem eigenen Hilfsrahmen, dem Antrieb des Golf Country, dem Hauptteil eines Golf I Cabrio und eigens angefertigten Blechen. Scheinwerfer und Blinker stammen gut erkennbar vom Fiat Panda, die Seitenblinker vom Fiat Ritmo und die Rückleuchten vom Opel Kadett D. Vom Prinzip her ist der Passo also eine Art Golf Country Cabrio und damit konzeptionell eine Art offener T-Roc der 1990er-Jahre.

Mix aus Golf Country und Golf Cabrio

ACM Biagini Passo (1993)
Cafe Racer SSpirit
Unter den eigens angefertigten Blechen steckt Technik vom Golf Country.

Die Wahrheit ist allerdings etwas komplizierter: ACM nahm die Karosserie eines Golf I Cabrio von der Spritzwand bis etwa zur Mitte des hinteren Radkastens und setzte dieses Fragment auf einen eigens konstruierten Profilrahmen. Font und Heck modellierte die Autofirma mit Sitz in den Abruzzen neu. Den 1,8-Liter-Motor samt permanentem Allradantrieb mit Viscokupplung nahmen sie wiederumvom Golf Country. Der bekanntermaßen ein vom Steyr in Graz umgemodelter Golf II Syncro war. Auf dessen Hilfsrahmen verzichteten die Italiener allerdings. Auf Roststchutz leider auch, weshalb einige Exemplare heute in einem beklagenswert schlechten Zustand.

Den 98 PS starken EA 827 kennen Fahrer des Golf I Cabrio ebenso wie die Türen oder den Überrollbügel. Auch die Dichtungen des Verdecks stammen von diesem offenen VW. Anders als beim Golf Cabrio öffnet die Heckklappe nach unten. Zusätzlich ist am Heck ein Reserverad angebaut. Das verleiht dem Cabrio zusammen mit den Kunststoff-Radläufen und dem vorderen Rammschutz eine kernige Geländewagenoptik. Die Bodenfreiheit liegt bei beeindruckenden 26 Zentimetern- acht Zentimeter mehr als beim Golf Country und zehn Zentimeter mehr als beim VW T-Roc.

Wie viele Biagini Passo ACM insgesamt gebaut hat, ist umstritten. Anzunehmen ist, dass es deutlich mehr waren als die im Netz kolportierten 65 Exemplare. Darauf weisen zwei Dinge hin: Die Fahrgestellnummern enden mit einer dreistelligen Ziffer und es sind Exemplare zwischen den Zahlen ...523 sowie ...797 belegt. Allein nach Deutschland soll der Dorstener Autohändler Enning mindestens Hundert Stück importiert haben. Der Neupreis für einen ACM Biagini Passo lag bei satten 42.000 Mark. Der Hersteller selbst hat den Passo übrigens nicht überlebt; ACM ging 1993 pleite.

Stolzer Preis: 18.600 Euro

ACM Biagini Passo (1993)
Cafe Racer SSpirit
Innen ist der Biagini Passo einem VW Golf I Cabrio sehr ähnlich.

Ein Passo steht aktuell in Spanien zum Verkauf. Der Händler Cafe Racer SSpirit (schreibt sich tatsächlich so!) im zwischen Bilbao und Biarritz gelegenen Donostia (San Sebastian) bietet das Unikum an. Stolze 18.600 Euro soll der VW-Aufschnitt kosten. Die Laufleistung ist mit 139.000 Kilometern angegeben. Das Auto stammt laut Händler aus zweiter Hand, verfüge über eine gültige technische Untersuchung und sei in einem guten Erhaltungszustand. Mängel oder Rostschäden sind auf den Bildern nicht zu entdecken.

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Fazit

Ob Geschmack einsam macht oder ACM nur deswegen nicht mehr Biagini Passo gebaut hat, weil er gar nicht mal so hübsch ist – diese Frage muss offen bleiben. Wer ein seltenes und originelles Auto mit weit verbreiteter VW-Technik sucht, ist hier richtig – sollte aber noch über den Preis verhandeln.

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