Hispano-Suiza H6B (1924) Artcurial
Hispano-Suiza H6B (1924)
Hispano-Suiza H6B (1924)
Hispano-Suiza H6B (1924)
Hispano-Suiza H6B (1924) 24 Bilder

Hispano-Suiza: Ersthand-Garagenwagen von 1924

Hispano-Suiza H6B (1924) 60 Jahre eingelagert Fast 100 Jahre im Familienbesitz

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Artcurial hat während der Rétromobile in Paris diesen Hispano-Suiza versteigert, der 60 Jahre eingelagert war und sich seit 1925 in Familienbesitz befand. Der Preis: sechsstellig.

Wenn Ihnen der Namen Hispano-Suiza spanisch vorkommt, liegen Sie richtig. Die Anfänge der Automarke liegen tatsächlich in Spanien, genauer in Barcelona, worauf der erste Teil des Namens und ein Teil des Logos hindeuten. Suiza und das Schweizerkreuz im Logo verweisen auf einen maßgeblichen, aus der Schweiz stammenden Konstrukteur. Die Firma produzierte in Barcelona Autos, von denen eins genauso hieß wie der spanische König: Alfonso XIII. Ein Zweigwerk in Frankreich montierte zunächst Autos, stieg während des Zweiten Weltkriegs auf Flugmotoren um und leitete von diesen später gewaltige Sechszylinder für Autos ab. Diese hatten zwischen 6,6 und 8,0 Liter Hubraum, Doppelzündung und einen Leichtmetallblock, in der sich eine aus dem Vollen gefräste Kurbelwelle in sieben Lagern drehte. Das Auto zum Motor hieß Hispano-Suiza H6, später H6 B.

Seit 1925 in Familienbesitz

Hispano-Suiza H6B (1924)
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Hispano-Suiza lieferte nur das Fahrgestell, die Karosserie bauten andere. Das war damals so üblich und natürlich hatte auch dieses Auto mal einen Aufbau.

Einen solchen Hispano-Suiza H6 B aus dem Werk in Bois-Colombe hat das französische Auktionshaus Artcurial am 18. März während der Rétromobile in Paris versteigert. Das Auto befand sich seit fast 100 Jahren in Familienbesitz. Der Opa des Einbringers hatte den Hispano-Suiza 1925 mit einer Doppel-Phaeton-Karosserie gekauft. Hispano-Suiza baute und verkaufte Fahrgestelle, Karosseriebauer kleideten die Technik ein. Das Chassis 11007 erhielt vermutlich eine Karosserie von Million Guillet. Einen Hispano-Suiza H6 B Double Phaeton von Million Guillet hatte Artcurial 2019 zum Verkauf angeboten, er wurde zum Schätzwert von 360.000 bis 450.000 Euro jedoch nicht versteigert.

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Dieses Mal lag der Schätzpreis deutlich niedriger. Allerdings hatte der Wagen aus Erstbesitz schon bessere Tage: Wer ein perfektes Auto möchte, muss Geld und Zeit investieren. Dafür sind die Voraussetzungen gut: Die Familie lagerte den Hispano-Suiza die letzten 60 Jahre sorgfältig, konservierte die Metallteile, drehte die Kurbelwelle immer wieder von Hand. Der Wagen steht offenkundig trocken und ordentlich aufgebockt in einem gemauerten Gebäude. Einige Teile liegen aufgereiht auf einer Werkbank daneben. Empfindliches wie Sitze, Scheiben und Bleche sollen separat eingelagert worden sein.

Verkaufspreis: 145.000 Euro

Hispano-Suiza H6B (1924)
Artcurial
Der Preis für den spanisch-schweizerisch-französischen Oldtimer könnte sechsstellig sein.

Das Auto selbst wurde laut Fotos bei Familienausflügen genutzt. In den 1930er-Jahren sollte es laut Beschreibung eine andere Karosserie erhalten, was der Zweite Weltkrieg jedoch verhindert habe. In den 1960er-Jahren habe das Fahrgestell mit zwei montierten Sitzen noch einmal auf Landstraßen in der Umgebung Auslauf bekommen und sein dann eingelagert worden. Artcurial hatte den Wert des Ersthand-Garagenwagens auf 80.000 bis 140.000 Euro geschätzt. Am Ende lag das Höchstgebot bei 125.000 Euro und der Verkaufspreis inklusive Aufgeld für das Auktionshaus bei 145.000 Euro

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Fazit

Ein fast 100 Jahre alter Ersthand-Garagenwagen ist wirklich selten. Dafür, dass der Hispano-Suiza etwa 60 Jahre lang eingelagert war, wirkt er noch erstaunlich gut erhalten. Dennoch dürfte auf den neuen Besitzer eine Menge Arbeit zukommen, wenn er den Doppel-Phaeton wiederherstellen möchte.

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