Sbarro Super Eight (1980) Koen Heuts
Sbarro Super Eight (1980)
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Sbarro Super Eight (1980)
Sbarro Super Eight (1980) 20 Bilder

Sbarro Super Eight: Genf-Studie mit Ferrari-V8

Sbarro Super Eight Genf-Studie (1984) Hot Hatch mit Ferrari-V8

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Der Sbarro Super Eight, ein spektakulärer Kompakter mit der Ferrari-308-Technik, steht in Belgien zum Verkauf.

Franco Sbarro hatte zum Genfer Autosalon oft die wildesten und kreativsten Studien mitgebracht. Der in Lecce, Italien geborene Designer hatte 1971 in der Schweiz eine Firma gegründet, in der er Replikas baute und Studien entwarf. Eine der Studien war der Super Twelve, ein extrem kompakter Zweitürer mit Fiberglas-Karoserie und einem aus zwei Kawasaki-Motorradmotoren zusammengesetzten Zwölfzylinder. Das Auto sah aus, als hätten sich ein Golf I, ein Renault 5 Turbo und ein Kit Car zu einem Rendevous verabredet.

Mit 260 PS in die 80er-Jahre

Sbarro Super Eight (1980)
Koen Heuts
Kurz, breit, flach: Der Super Eight ist ein Kraftwürfel.

Das Ergebnis fuhr sich wohl etwas wild und so verfiel Sbarro auf die Idee, einen konventionelleren Motor einzubauen. Er nahm den V8 samt Fünfgang-Getriebe von einem Ferrari 308. Nein, er nahm das ganze Chassis und kürzte es deutlich. Ungefähr so sieht das Ergebnis dann auch aus: Wie ein Mittelmotor-Chassis, in das rückwärts ein Golf I gedonnert ist.

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So der erste, oberflächliche Eindruck. Auf den zweiten Blick wirkt der kantige Entwurf sehr stimmig und kraftvoll. Beim längeren Betrachten fallen immer mehr liebevoll gestaltete Übergänge und Kanten auf, die der extrem kurzen Fiberglas-Karosserie mit ihrem kuriosen Länge-Breite-Verhältnis (3,15 m Länge und 1,75 Meter Breite bei 1,30 Meter Höhe) einen kraftvollen Auftritt geben. Besonders spannend ist der Übergang von der Fronthaube zur sehr flachen A-Säule mit den unterhalb der Fronthaubenkante angesetzten Außenspiegeln. Horizontale Streifen auf der breiten B-Säule zitieren offenbar den Alfa Romeo Montreal – der als Designstudie einen Mittelmotor bekommen sollte, als Serienauto auf Giulia-Chassis aber einen Frontmotor haben musste.

Verkaufspreis: 155.000 Euro

Sbarro Super Eight (1980)
Koen Heuts
Edler Innenraum mit viel braunem Leder und einem Ferrari-V8 hinter den Sitzen.

Vor den breiten 16-Zoll-Hinterrädern sitzen Kiemen in den ausgestellten Radläufen, damit der mittig eingebaute V8 Luft bekommt. Der Motor leistet mit 260 PS übrigens mehr als das Kawasaki-Doppel im Super Twelve. Laut Verkäufer hat die Technik einen frischen Service bekommen. Für 155.000 Euro bietet der belgische Händler Speed 8 Classics den kuriosen Kurzen zum Verkauf an.

Fazit

Was wäre die Automobilwelt ohne kreative Köpfe wie Franco Sbarro! Der Super Eight zeigt, dass aus Fiberglas und einem Ferrari-308-Chassis etwas Interessantes entstehen kann. Weil die Studie eine niederländische Zulassung hat, taugt sie sogar zum Herumfahren.

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