9/2020, DLR U-Shift DLR
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9/2020, DLR U-Shift 6 Bilder

DLR-Fahrzeugstudie U-Shift

Flexible Elektro-Plattform

Unter Leitung des DLR wurde in Baden-Württemberg das Konzept eines flexibel einsetzbaren Elektrofahrzeugs entwickelt. Die Idee hinter dem U-Shift ist gut, aber nicht neu.

Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zeigt von Zeit zu Zeit auch Entwicklungen, die Ansätze für den Verkehr mit Bodenkontakt aufzeigen. Unter Leitung des DLR hat ein Forschungskonsortium jetzt den fahrbereiten Prototypen U-Shift vorgestellt.

Das Fahrzeugkonzept, dessen Entwicklung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit rund 12 Millionen Euro gefördert wird, folgt schon mehrfach gezeigten Baumustern für flexibel einsetzbare Fahrzeuge.

Flexible Aufbauten auf dem Fahrmodul

Die Antriebseinheit ist vom Aufbau getrennt. In einem U-förmigen Fahrmodul sind alle Elemente des Elektroantriebs untergebracht. Auf das Fahrwerk können verschiedene Aufsätze montiert werden. Der U-Shift lässt sich damit als Warentransporter oder Shuttlefahrzeug verwenden. Das Transportmodul soll Platz für vier Europaletten bieten, während der Aufbau für den Personentransport Raum für bis zu acht Fahrgäste bieten soll. Je nach Tageszeit oder Einsatzort kann eine entsprechende Flotte dann flexibel eingesetzt werden.

Konzepte wie der Rinspeed Snap oder Toyotas e-Palette verfolgen den gleichen Ansatz wie der U-Shift. Der aktuelle Prototyp des U-Shift fährt ferngesteuert. Für das Jahr 2024 stellt das DLR eine Weiterentwicklung in Aussicht, die dann voll autonom mit bis zu 60 km/h unterwegs sein soll. Dann will man auch erste Partner, zum Beispiel Logistikunternehmen, für Feldversuche gewinnen.

Fazit

Das Konzept des flexibel einsetzbaren, modular aufgebauten Fahrwerks für den Personen- und Warentransport ist nicht neu, aber weiterhin hochgradig attraktiv. Glaubt man den Plänen von Toyota, fährt deren e-Palette aber bereits während in Baden-Württemberg noch am zweiten Prototyp gebaut wird.

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