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Earth 300: Umweltretter mit Kernreaktor an Bord

Neues Schiffs-Konzept Earth 300 Umweltretter mit Kernreaktor an Bord

Mit dem Schiff Earth 300 sollen die Energiesorgen der Schifffahrt der Vergangenheit angehören. Der maritime Antrieb der Zukunft hört auf den Namen Flüssigsalzreaktor.

Der Traum von einer besseren Welt trieb schon immer zahllose Wissenschaftler und Ingenieure zu Höchstleistungen an. Dieser Traum scheint heutzutage dem an eine Welt mit Überlebenschancen gewichen zu sein. Zu sehr setzen Themen wie Klimawandel und Umweltzerstörung Mutter Natur zu.

Aus diesem Grund ist das Konzept für "Earth 300" entstanden. Ein Schiff, das als extreme Technologieplattform für Wissenschaft, Erforschung und Innovation auf See konzipiert ist. Ausgestattet mit 22 hochmodernen Labors erschufen es seine Entwickler als Plattform, die den Geist von Silicon Valley, SpaceX, Davos und den Olympischen Spielen einfängt.

Vier Gemeinschaften leben an Bord

Insgesamt sollen vier verschiedene Gemeinschaften auf dem Schiff Platz finden: Wissenschaftler, Experten, Studenten und Privatpersonen. 160 der weltweit führenden Wissenschaftler, von Meeres- über Land- bis hin zu Luft- und Raumfahrtwissenschaftlern, sowie ein Kreis von 20 Experten aus verschiedenen Bereichen – Unternehmer und Ökonomen, Ingenieure, Entdecker und Künstler – sollen hier abgeschottet möglichst effizient zusammenarbeiten.

EARTH 300
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Ein Blick ins Innere des Schiffs.

Alte Technik neu entdeckt

Noch spannender als die extreme äußere Erscheinung ist der Antrieb. Hier stoßen Atomenergie und Schifffahrt zur Herstellung von grünem Wasserstoff, grünem Ammoniak und anderen kohlenstofffreien Lösungen aufeinander. Die Technologie, die am besten geeignet sein soll emissionsfreie, langfristige und nachhaltige Energie zur Herstellung synthetischer Brennstoffe zu liefern, ist der Flüssigsalzreaktor (MSR für molten salt reactor). Die MSR-Technologie ist im Grunde nichts Neues. Bereits in den 1960er Jahren entdeckten Chemiker in den USA, dass sich industrielle Wärme durch Atomkettenreaktionen in flüssigen Salzen erzeugen lässt. Der Vorteil gegenüber einem Atomkraftwerk: Eine Kernschmelze im klassischen Sinn ist ausgeschlossen.

Die schwimmende Produktion soll der ideale Ort für die Entsalzung von grünem Wasserstoff, grünem Ammoniak und Wasser sein. Sie erfordert keine Standortlizenz, ist skalierbar, flexibel, beweglich, exportierbar – und sie ist von Wasser und Luft umgeben, Rohmaterial, das die Energiegewinnung aus sauberem Wasser, grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak benötigt. Und das alles ohne Ölbohrungen, Ölraffinierung, Verbrennung oder Emissionen. Diese schwimmende Raffinerie für grüne Brennstoffe soll drei bis fünf Millionen Tonnen grünes Ammoniak pro Jahr produzieren. Die weltweite Nachfrage nach grünem Ammoniak allein aus der Schifffahrt soll bis 2035 250 Millionen Tonnen erreichen. Eine Menge, die 50 solcher Anlagen abdecken könnten.

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Fazit

Ein Schiff ausschließlich mit Wissenschaftlern, Studenten, Experten und ein paar Privatpersonen an Bord? Was sich wie der Traum vieler introvertierter Menschen liest, soll die Erde retten. Angetrieben von einem Flüssigsalzreaktor könnten 50 dieser Schiffe genug grünes Ammoniak für die gesamte Schifffahrtsbranche liefern – und zugleich den Menschen an Bord ausreichend Ruhe für ihre Arbeiten bieten. Eine Win-Win-Situation also.

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