5/2021, Induktives Laden Feedbaccar / DAI-Labor

Wann laden wir Elektroautos induktiv?

Forschungsprojekt für induktive Ladetechnik Elektroauto ohne Kabel laden

Ein Forschungsprojekt arbeitet am induktiven Laden für Elektroautos und Plug-in Hybride. Schon heute werden damit Wirkungsgrade von 90 Prozent erreicht.

Induktives Laden hat sich nicht erst mit den praktischen Ablageschalen für Smartphones in modernen Autos durchgesetzt. Auch elektrische Zahnbürsten werden auf diese Art und Weise mit Strom für ihre Batterien versorgt.

Das kabellose Laden eines Elektroautos würde einen großen Komfortgewinn bedeuten. Es muss nicht mehr in Dunkelheit, bei Regen oder Schnee mit einem Kabel hantiert werden. Noch ist ein induktiver Ladevorgang in der Elektromobilität aber nicht praktikabel. Zu hoch sind die möglichen Ladeverluste.

Bis 11 kW Ladeleistung

Ein Forschungsprojekt des Instituts für Automation und Kommunikation (ifak) und anderen Unternehmen, die im Verbung Feedbaccar organisiert sind, entwickelt das induktive Laden weiter. Mit einem neuen Spulensystem sollen schon jetzt Systemwirkungsgrade von 90 Prozent erreicht werden. Die Tests wurden mit Ladeleistungen von bis zu 11 kW durchgeführt.

Auch das bidirektionale Laden soll induktiv möglich sein, also die Abgabe von Strom aus geparkten Elektroautos oder Hybriden an das Stromnetz. Aufgrund der dafür notwendigen Bürokratie oder geringer Entgelte seitens der Netzbetreiber erscheint dies aber aktuell noch nicht attraktiv für Fahrzeugnutzer oder Flottenbetreiber.

Fazit

Induktives Laden dürfte Elektroautos vor allem an öffentlichen Ladesäulen deutlich komfortabler machen. Das Kabel kann zuhause oder im Auto bleiben. Noch sind die Ladeverluste zu hoch, aber ein neues Forschungsprojekt zeigt Fortschritte bei der Technologie.

Mehr zum Thema Alternative Antriebe
BMW IX3, Ford Mustang Mach-E, Jaguar I-Pace, Mercedes EQC 400, Tesla Model Y, Volvo XC40 Recharge
Tests
6/2021, Yara Birkeland
Tech & Zukunft
Erlkönig Mercedes EQE
Neuheiten
Mehr anzeigen