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VW-Boss Diess: „Das Auto wird attraktiver als jemals zuvor“

VW-Boss Herbert Diess im Interview „Das Auto wird attraktiver als jemals zuvor“

Im Interview mit der österreichischen „Kleinen Zeitung“ spricht der VW-CEO über das 20.000-Euro-Auto, wie er sein Vermächtnis bei VW sieht, warum er bei den E-Fuels lieber nicht mitmachen will und wie die Zukunft der Mobilität aussieht.

Das sind die wichtigsten Aussagen von Herbert Diess …

… zur Elektromobilität

Gefragt in welche Richtung die Mobilität in den nächsten Jahren steuert, bringt es der VW-Boss auf den Punkt: "Klar in Richtung Elektromobilität, ich gehe davon aus, dass E-Mobilität durch ist" – insbesondere durch die aktuelle Entscheidung der EU, ab 2035 keine Pkw mit Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen.

Außerdem, so Diess, würden Kunden und Kundinnen gar nicht mehr zurück zum Verbrenner-Modell wollen, wenn "sie einmal elektrische gefahren sind." Die Energiewende würde dem Thema nochmals einen Schub geben und Anreize schaffen, zum Beispiel durch Sonnenkollektoren die Energie für Fahren selbst herzustellen, "zu geringeren Kosten. Heute liegen wir zwischen fünf und zehn Cent, da fahren Sie 100 Kilometer für 1,50 Euro, das ist jetzt schon günstiger als mit jedem Verbrenner."

Doch der Umstieg auf die E-Mobilität ist nicht schnell zu schaffen. Das würde in Europa bis 2035 dauern, so die Ansicht des VW-CEO. "Schneller geht es nicht, weil der Aufbau der Batteriefabriken – für zwei Autowerke braucht man eine Batteriefabrik -, der Ausbau von Ladenetzen und die Gewinnung von grünem Strom einfach Zeit brauchen." Es sei ja nicht sinnvoll, mit Kohlestrom elektrisch zu fahren.

… zu Batterien

Diess erwartet, dass der Trend wieder hin zu kleineren Batterien geht, "weil die günstiger sind und das Laden immer schneller geht". Den ID. Buzz mit 170 kW-Ladeleistung würde man in zehn Minuten für 100 Kilometer laden. Hier wäre kaum Zeit, einen Kaffee zu trinken.

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Allerdings sei es schwer absehbar, wie die Batterieentwicklung fortschreitet. "Möglich sind rund zwei Prozent Steigerung in der Leistungsfähigkeit pro Jahr." Aber, die Rohstoffverfügbarkeit könnte auch eine andere Richtung der Entwicklung forcieren: Geringere Reichweiten und mehr Gewicht, "statt der nickelreichen Batterien könnten mehr Eisen-Phosphat-Batterien eingesetzt werden." Diese Akkus schaffen mehr Ladezyklen und seien für Transportfahrzeuge interessant. Bis zum Ende des Jahrzehnt prognostiziert Diess den Einsatz von Feststoffbatterien, die "weitere Verbesserungen erreichen, vielleicht 10 bis 15 Prozent."

Aber, der Engpass für die E-Mobilität liegt nach Ansicht der VW-Lenkers nicht bei den Kunden, nicht in der Ladeinfrastruktur und nicht beim Strom, sondern bei den Batterien. Hier prognostiziert Diess, dass die Rohstoffpreise auch wieder runtergehen werden. "Bei der Batterie bleiben sie vielleicht bei einigen Rohstoffen schon noch hoch, weil die Nachfrage so groß ist. Bei den Rohstoffen passiert gerade viel: chinesische Autobauer kaufen Lithium-Minen in Afrika. Auch wir arbeiten daran, langfristige Verträge zu etablieren."

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… zum Volkswagen-Konzern

Den Konzern sieht Diess bei der E-Mobilität noch nicht in der Pole Position, "da ist immer noch Tesla", sagt Diess. Aber, "in den nächsten zwei, drei Jahren wird das ein enges Rennen mit Tesla." Weltweit sei VW bei der Elektromobilität auf Platz zwei. Aber, man sei mit dem Plan, "eine Einheitsbatteriezelle für 90 Prozent der Fahrzeuge im Volkswagen Konzern zu produzieren" gut aufgestellt.

Und die Zukunft, wo wird der VW-Konzern in einigen Jahren stehen, fragt die Kleine Zeitung. Was ist das Vermächtnis von Diess? "Die elektrische und die digitale Transformation." Ihm sei wichtig, dass VW so aufgestellt ist, "dass wir nicht durch Google oder Apple aus dem Auto verdrängt werden, dass wir profitabel bleiben und wachsen." So würde Herbert Diess den Konzern gerne übergeben.

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… zum 20.000-Euro-Auto

Mit dem ID.1 und ID.2 plant Volkswagen elektrische Kleinwagen auf der Modularen Elektroplattform (Anm. d. Red: In der Fotoshow zeigen wir Ihnen die VW-Plattformstrategie). Die Modelle kommen 2025 auf den Markt, werden wohl über eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie verfügen und in Spanien produziert. Trotz der aktuellen Lage, Inflation und steigender Produktionskosten hält Herbert Diess an dem Projekt fest. "Ja", das 20.000-Euro-Auto kommt, sagt er und konkretisiert, das man aber nicht nur den Preis sehen müsste. "Unser Elektroauto ID.4 zum Beispiel ist etwas teurer als der Tiguan, aber der Kunde fährt unter Betrachtung aller Kosten um fast 25 Prozent günstiger. Und die Fahrzeuge haben auch eine hohe Lebensdauer. Außerdem haben Elektrofahrzeuge höhere Wiederverkaufswerte und weniger Reparaturen."

… zu synthetischen Kraftstoffen

Wenngleich Porsche intensiv an der Erforschung klimaneutraler synthetischer Kraftstoffe arbeite, wäre es für den VW-Konzern das "einfachste, wir müssten gar nichts machen", so Diess. "Wir würden das Problem einfach auf die Kraftstofferzeuger verlagern." Man müsse als Konzern nichts investieren und einfach darauf warten, dass die synthetischen Kraftstoffe kommen. Das Problem bei den E-Fuels sei, "dass das noch ineffizienter ist als die Brennstoffzelle. Der Wirkungsgrad ist um den Faktor sechs schlechter."

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Alternative Antriebe

Befragt nach den Unterschieden gibt der VW-Boss ein Beispiel, der wie ein Witz beginnt. "Drei Autofahrer treffen sich an der Tankstelle" beginnt er. Einer würde eine E-Auto fahren, einer ein Auto mit Brennstoffzelle und der dritte synthetische Kraftstoffe tanken. "Dann stellen Sie sich dahinter Windmühlen vor. Das E-Auto fährt mit einer Windmühle zum Beispiel 10.000 Kilometer. Das Brennstoffzellenfahrzeug braucht dafür drei Windmühlen, das Auto mit synthetischem Kraftstoff sechs Windmühlen." Für den Porsche-Fahrer oder den Oldtimer-Liebhaber würde das nach Meinung von Diess sogar funktionieren.

… zum Ende des Autos

Ist das Ende des Autos nah? Auf die Frage antwortet der 63-Jährige klar und eindeutig: Das Auto werde viele seiner negativen Eigenschaften verlieren. "Es wird emissionsfrei, leiser und damit auch geeigneter für die Städte." Hinzu käme noch ein erhöhter Sicherheitsaspekt und der Betrieb werde günstiger. "Sie werden das Auto mit anderen teilen können und Sie werden autonom fahren. Das Auto wird attraktiver als jemals zuvor."

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Ist Herbert Diess der richtige Mann an der VW-Konzernspitze?
Ja. Er stellt genau die richtigen Weichen.
Nein. Der Kostenkiller setzt die Qualität aufs Spiel.

Fazit

Herbert Diess, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns sieht trotz aller aktuellen Schwierigkeiten in der Auto-Branche eine positive Zukunft für das Automobil. Die E-Mobilität sei durch, Batterien würden günstiger und besser, E-Fuels würde er gerne den Mineralölkonzernen überlassen und das 20.000-Euro-Auto kommt – aber vielleicht nicht zu diesem Preis.

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