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VW und Griechenland: Eine Insel wird elektrisch

VW und Griechenland elektrifizieren eine Insel Astypalea wird VW-Land

Die griechische Mittelmeer-Insel Astypalea soll flächendeckend mit E-Autos, E-Scootern und E-Bikes überzogen werden. Natürlich inklusive der entsprechenden Ladepunkte. Fahrzeuge und Infrastruktur liefert VW.

Vielleicht muss sich die Insel Astypalea bald umbenennen. Leitet man den Namen aus dem Altgriechischen ab, bedeutet er so viel wie "alte Stadt". Was die griechische Regierung und der Volkswagen-Konzern planen, dürfte daraus allerdings eine ziemlich neue Stadt machen, denn das Eiland in der Ägäis soll zum Modellprojekt für Elektromobilität werden.

Die Ausgangssituation ist aktuell folgende: Wegen der spärlichen Kiesstrände und weil kaum Englisch gesprochen wird, ist Astypalea nicht gerade eine Tourismus-Hochburg. Die Einwohner verdienen ihr Geld vor allem mit dem Anbau von Zitrusfrüchten, Fischfang oder Schafs- und Ziegenkäse. Klingt alles in allem recht gemütlich, doch der Alltag der Inselbewohner wird aufgemischt. Aktuell gibt es vor Ort rund 1.500 Fahrzeuge – die sollen alle weg. Stattdessen dürfen sich die Astypaleaner staatlich subventionierte Elektroautos aus dem Volkswagen-Portfolio aussuchen. Laut einer VW-Pressemitteilung haben die 1.300 Einwohner da auch große Lust drauf – schließlich soll das Projekt ja ihren Alltag deutlich verbessern. Kritisch betrachtet könnte man meinen, hier wird eine Frage beantwortet, die überhaupt nicht gestellt wurde, aber das ist natürlich Spekulation.

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VW
Aktuell kommen auf rund 1.300 Einwohner fast 1.500 konventionelle Fahrzeuge. Die sollen komplett durch Elektroautos ersetzt werden.

Solarenergie und Ride-Sharing

Neben den Autos stellt VW über die Tochterfirma Elli auch eine Ladeinfrastruktur aus privaten und öffentlichen Wallboxes und Ladepunkten. Seat steuert Elektroscooter bei, die zusammen mit E-Bikes in ein inselumspannendes Car- und Ridesharing-Konzept verflochten sein sollen. So soll die Gesamtzahl der Fahrzeuge auf der Insel auf rund 1.000 reduziert werden. Auch Behörden und Nahverkehr sollen mit Elektro-Fahrzeugen ausgestattet werden. Für die Stromversorgung, die aktuell noch zu 90 Prozent über Diesel-Generatoren läuft, sollen Solar- und Windkraftanlagen gebaut werden.

Mit dem Projekt möchte VW zeigen, dass eine komplette Umstellung auf Elektromobilität schon heute gar kein Problem ist. Weil man auf Astypalea quasi bei null anfangen könne, eigne sich die griechische Insel gut als Modellprojekt. Klar, man stelle sich vor, dieser Plan würde den Bewohnern von Berlin Mitte vorgeschlagen – die Gegenwehr wäre sicher etwas intensiver. Dass das Insel-Projekt glücken kann, ist aber durchaus wahrscheinlich. Schließlich laden 284 Sonnentage und eine durchschnittliche Jahrestiefsttemperatur von acht Grad öfter mal dazu ein, mit dem E-Scooter zur Zitronenfarm zu pendeln. Um die Vorreiterrolle im nachhaltigen Tourismus zu erfüllen, müsste es allerdings erstmal signifikanten Tourismus auf der Insel geben.

Fazit

Das Projekt hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Hoffentlich zieht VW danach nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – den Stecker. Wäre ärgerlich, wenn man zuvor komplett und alternativlos auf Elektromobilität umgestiegen ist.

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