07/2020, VW ID.3 Erlkönig Ladeklappe Volkswagen AG
VW ID. 3 Testfahrt Jens Dralle
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VW ID. 3 Testfahrt Jens Dralle 26 Bilder

We Charge von Volkswagen

Das kostet VWs E-Auto-Ladeservice

Volkswagen hat zeitgleich zum Bestellstart des Elektroautos ID.3 die Preise für sein We Charge-Programm bekanntgegeben. Sie variieren enorm – je nachdem, welchen der drei Tarife man wählt.

Viele Elektroauto-Skeptiker führen es als eines ihrer größten Bedenken an: Kann man sich sicher sein, dass der Bezahlvorgang an jedem öffentlichen Ladepunkt auch wirklich funktioniert? Schließlich herrscht hier innerhalb Europas ein ziemlich unübersichtlicher Flickenteppich vor. Und niemand will mit leerer Batterie an einer Ladesäule stranden, weil das Bezahlen nicht klappt. Tesla hat diese Frage von Beginn an mit dem Aufbau seines eigenen Supercharger-Netzwerks beantwortet. Und Volkswagen zieht pünktlich zum Bestellstart des ID.3 mit seinem "We Charge"-Programm nach.

150.000 Ladepunkte in ganz Europa

VW betreibt zwar keine eigenen Ladesäulen, startet nun aber einen eigenen Ladedienst: Mit We Charge können Kunden ihr E-Auto künftig an mehr als 150.000 öffentlichen Ladepunkten in ganz Europa laden. Darin sind auch die Schnellladesäulen des Ionity-Verbunds enthalten (mehr dazu lesen Sie hier). VW ist Teil dieses Joint Ventures und hat sich exklusive Konditionen für seine Kunden gesichert. Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt jeweils über die We Charge-Ladekarte.

Die Stromkosten hängen jedoch davon ab, welchen Tarif ein We Charge-Kunde nutzt und ob er einen VW ID.3 oder ein anderes Auto laden will. Die Tarife sind auf unterschiedliche Nutzergruppen zugeschnitten: We Charge Free stellt die Grundversorgung sicher und soll sich vor allem für E-Auto-Fahrer lohnen, die nur selten öffentlich laden. Wer dort regelmäßig Strom tankt, sollte über den günstigeren Go-Tarif nachdenken. We Charge Plus wendet sich dagegen an Vielfahrer, die vor allem auf die Ionity-Ladesäulen zugreifen wollen (siehe Übersicht).

07/2020, VW Volkswagen We Charge Preisübersicht
Volkswagen AG
Die We Charge-Strompreise variieren stark je nach gewähltem Tarif.

We Charge kann ab Mitte August gebucht und genutzt werden und ist natürlich an eine Smartphone-App gekoppelt. Über diese lassen sich Ladepunkte (samt Hinweis, ob diese frei oder besetzt sind) sowie Strompreise abrufen. Künftig soll sie Ladepunkte, an denen Grünstrom angeboten wird, gesondert ausweisen. Außerdem lässt sich über die App eine intelligente Routenführung mit gewünschter Ladestrategie realisieren. Wer zuhause per VW-Wallbox lädt, kann zudem Online-Dienste wie Ladestatistiken, Zugangsverwaltung oder Remote-Steuerung nutzen.

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Fazit

Es war eine der größten Leistungen von Tesla, nicht nur Elektroautos anzubieten, sondern gleichzeitig auch die dafür nötige Infrastruktur hochzuziehen. Volkswagen hat dies bei seinen ersten Elektroauto-Versuchen (E-Golf und E-Up) versäumt, korrigiert diesen Fehler aber nun mit dem We Charge-Programm. Denn nur wer sicher ist, am gewählten Ladepunkt auch wirklich Strom tanken und einfach bezahlen zu können, wird weitgehend bedenkenfrei auf ein E-Auto umsteigen.

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