12/2021, Hella FlatLight Hella

Hella FlatLight: LED-Rückleuchten können mehr

Hella FlatLight - Technologie Neue Aufgaben für die Heckleuchten

Der Automobilzulieferer Hella entwickelt seine FlatLight-Technologie weiter. LED-Heckleuchten eines Autos sollen künftig weitere Aufgaben bekommen.

Tagfahrlichtsignaturen, durchgehende Leuchtenbänder an Front und Heck sowie animierte Lights-Shows beim Ent- und Verriegeln des Autos sind längst zur Spielwiese der Designer geworden. Durch einzeln ansteuerbare LED-Module lassen sich nicht nur adaptive Scheinwerfer mit Matrix-Funktion gestalten, sondern auch Merkmale, die Marke und Modelle von der Konkurrenz unterscheiden sollen.

Der Automobilzulieferer Hella entwickelt diese Technologie unter dem Namen Digital FlatLight weiter. Die Verwendung einer speziellen Verglasung und Verbindung mit nur fünf Millimeter tiefen Modulen erlaubt abermals mehr Spielraum mit den Lichtleitern.

H7-LED-Nachrüstung bei einem Audi A3 (Baureihe 8PA)
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Einzelne Segmente lassen sich softwaregesteuert individuell ein- und ausschalten oder dimmen. Das ermöglicht beispielsweise neue Möglichkeiten bei der Gestaltung von Heckleuchten. Schriftzüge oder spezielle Grafiken lassen sich so realisieren, ebenso Hinweise für die Kommunikation von Auto und Umfeld sowie unterschiedliche Lichtsignaturen zur Unterscheidung einzelner Ausstattungsvarianten einer Modellreihe. Während die Basis mit der FlatLight-Technologie vorfährt, könnten sich die Topmodelle davon zusätzlich mit SmartGlass-Oberflächen abheben.

Neue Grafiken bei Facelifts oder auch per App

Auch bei Facelifts gibt die Lichttechnologie neue Möglichkeiten. Schon bisher wurde zur Überarbeitung einer Baureihe oftmals nur an Kunststoffteilen wie den Stoßfängern Hand angelegt, um teure Werkzeuge für neue Blechteile zu vermeiden. Künftig könnte auch die Neuprogrammierung der LED-Leuchten an Front und Heck für eine Unterscheidung beim Facelift oder Modelljahreswechsel sorgen. Auch das Angebot, Kunden über eine App oder ein Softwareupdate neue Lichtgrafiken anzubieten, kann für Autohersteller neue Geschäftsmodelle öffnen.

Dr. Frank Huber, Geschäftsführer für den Bereich Licht bei Hella, erklärt: "Mit unserer Digital FlatLight Technologie erreichen wir ein neues Niveau in der Signalbeleuchtung. Durch Integration eines SmartGlass Displays wird unser FlatLight nun digital. Entsprechend ausgestattete Heckleuchten lassen sich feingranular ansteuern. Dadurch lassen sich eine Vielzahl individualisierbarer Signaturen realisieren und der Funktionsumfang deutlich erweitern."

Fazit

Matrix-LED-Scheinwerfer mit adaptiven Funktionen waren erst der Anfang. Weiterentwickelte Technologien wie das FlatLight von Hella sollen weitere Funktionen und Unterscheidungsmerkmale, auch für die Rückleuchten eines Autos, bringen.

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