Bodo Buschmann gründete 1977 den Veredler Brabus. 2018 ist der Unternehmer mit nur 62 Jahren verstorben. Mit dem auf der Villa D'Este vorgestellten Brabus Bodo ehrt der Veredler jetzt den Unternehmensgründer. Anders als bei zahlreichen früheren Brabus-Kreationen baut der Bodo aber nicht auf einem Modell von Mercedes auf.
Für den Bodo wählten die Bottroper eine Basis aus Großbritannien. Unter dem 2+2-sitzigen GT Coupé steckt ein Aston Martin Vanquish , der sich allerdings unter den Händen von Brabus deutlich gewandelt hat.
Exklusives Carbon-Kleid
Die komplett neu gezeichnete Karosserie, die sich über ein Aluminium-Chassis spannt, wird aus Kohlefaserlaminat geformt. Das bringt Stabilität und spart Gewicht. Aber auch Präsenz – immerhin streckt sich der Brabus Bodo auf 5,06 Meter Länge und 2,02 Meter Breite, bei nur 1,30 Meter Höhe. Das Bodo-Gesicht wird von den einzigartigen LED-Matrix-Scheinwerfern und einem Kühlergrill mit Brabus-Emblem und 13 vertikalen Streben geprägt. Darin integriert sind auch zwei Ram-Air-Kanäle, die den Motor mit Atemluft versorgen. Weitere Einlässe sichern den Luftstrom zu den Kühlern für Wasser und Öl sowie zu den vorderen Bremsen. Für Abtrieb sorgt der Sicht-Carbon-Frontspoiler.
Die Seitenansicht setzt auf eine lange, flach abfallende Silhouette mit skulpturalen hinteren Seitenteilen. Das breite Heck wird vor allem von den LED-Rückleuchten geprägt. Hier haben die Brabus-Techniker jeweils 7 LED-Einheiten in einer Carbon-Landschaft zusammengefasst und mittig um einen Brabus-Schriftzug ergänzt. Der darunter integrierte Carbon-Diffusor setzt die jeweils zwei, links und rechts vom Diffusorschacht platzierten, rechteckigen Titan-Endrohre der Hochleistungsauspuffanlage effektvoll in Szene, die paarweise übereinander angeordnet sind. Für zusätzlichen Abtrieb sorgt der elektrisch, in mehreren Stufen ausfahrbare Heckspoiler. Bei starken Bremsmanövern fungiert der senkrecht angestellt Spoiler zudem als Luftbremse. Mehr Richtungsstabilität verspricht eine zentrale Finne auf dem Kofferraumdeckel.
In die Radhäuser steckt Brabus maßgeschneiderte 21 Zoll große Monoblock Z-GT "Shadow Edition" Schmiederäder mit 20 filigranen Speichen und Zentralverschlussoptik. Vorn sorgen Conti-Spezialpneus der Dimension 275/35 für Fahrbahnkontakt. Hinten drehen sich 325/30er-Walzen.
V12 mit 165 PS mehr für Bodo
Im Lastenheft für den 1.774 Kilogramm schweren Bodo stand eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h. Dafür braucht es einen potenten Antrieb. Basis ist der 5,2-Liter-V12-Biturbomotor von Aston Martin, der serienmäßig 835 PS und 1.000 Nm an den Start bringt. Brabus ergänzt ein neues Staudruck-Ansaugsystem, neue Turbolader samt optimierter Ladeluftkühlung sowie eine Hochleistungs-Auspuffanlage mit Klappensteuerung. Für die optimale Abstimmung aller Komponenten sorgt eine neue programmierte Motorsteuerung. Unter dem Strich verspricht Brabus für das Bodo-Supercar 1.000 PS und 1.200 Nm Drehmoment, die über eine Achtgangautomatik ausschließlich an die Hinterräder fließen. Ein elektronisch gesteuertes Differenzial optimiert die Traktion. Zudem kann der Bodo-Pilot aus fünf verschiedenen Fahrprogrammen mit einer Spreizung von Alltag bis Rennstrecke wählen.
Das Fahrwerk wird elektronisch gesteuert, zudem ist ein Liftsystem an beiden Achsen an Bord. Bremspower liefern Carbon-Keramik-Stopper mit 410er-Scheiben und Sechskolbenzangen vorn und 360er-Discs und Vierkolbenzangen hinten.
Schnell wie ein Supercar
Von null auf 100 km/h spurtet der Bodo in 3,0 Sekunden. Nach 8,5 Sekunden erreicht das Gran Turismo Coupé bereits 200 km/h. Der Sprint von 0 auf 300 km/h ist in nur 23,9 Sekunden absolviert. Erst bei 360 km/h stoppt eine elektronische Begrenzung mit Rücksicht auf die Reifen den weiteren Vortrieb.
Komplett mit edlem Leder ausgeschlagen präsentiert sich das Interieur des Bodo, ergänzt durch zahlreiche Carbon-Elemente an Lenkrad, Armaturenträger, Mittelkonsole und Türverkleidungen. Letztere tragen eine gestickte Signatur des Namensgebers. Die Pedalerie ist mit Carbon belegt, die Gangwechsel leiten Carbon-Paddels am Lenkrad ein. Als Heimat für das Reisegepäck dient ein maßgeschneidertes Taschenset.
Extrem limitiert, extrem teuer
Als Hommage an das Gründungsjahr 1977 wird der Brabus Bodo ausschließlich auf Bestellung und in einer limitierten Auflage von nur 77 Exemplaren nach den Wünschen des Käufers oder der Käuferin gefertigt. Preise nennt Brabus nicht. Kolportiert werden aber wenigstens eine Million Euro als Kaufsumme.












