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Elektroauto-Studie der TU Eindhoven

Luca ist ein Recycling-Auto

Studenten der TU Eindhoven zeigen mit Luca die Idee eines Elektroautos, das zum größten Teil aus wiederverwerteten Materialien besteht. Den Antrieb besorgen Radnabenmotoren.

Die Studenten der TU (Technische Universität) Eindhoven in den Niederlanden haben in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Konzeptfahrzeugen auf sich aufmerksam gemacht.

Mit der aktuellen Studie Luca wollen die Niederländer jetzt zeigen, wie sich Recycling-Materialien im Automobilbau einsetzen lassen. Die beiden Insassen des Luca sitzen in einer Wanne, die in Sandwichbauweise hergestellt wird. Sie besteht aus recyceltem PET und Polypropylen, gewonnen aus Plastikmüll in den Meeren und Pflanzenfasern. An Front und Heck werden Rahmen aus recyceltem Aluminium für die Radaufhängen und die Batterien des Elektroautos montiert. Die Energiespeicher bestehen aus sechs Modulen und sind ganz oder teilweise austauschbar. Somit könnten sie nach dem Kauf auch gegen neue Batterien mit einer weiterentwickelten Technologie ersetzt werden. Die Karosserie soll aus einem Kunststoff bestehen, der mit einer Technologie des israelischen Startups UBQ aus Haushaltsmüll gewonnen wird.

Head-up-Display statt Monitore

Nachhaltigkeit trieb die Studenten auch bei der Gestaltung des Innenraums an. In diesem Zuge wurde auf große Monitore und den entsprechenden Materialeinsatz verzichtet. Das Smartphone des Fahrers soll als zentrale Steuereinheit fungieren, fahrrelevante Informationen wie die Geschwindigkeit und Navigationshinweise werden über ein Headup-Display auf die Windschutzscheibe gespiegelt.

Maximale Energieeffizienz sollen zwei Radnabenmotoren versprechen, die gemeinsam 15 kW Leistung bringen. Der Wirkungsgrad soll bei 92 Prozent liegen.

Das TU/ecomotive-Team der Universität Eindhoven plant, Luca im Juni 2020 als Prototyp zu zeigen. Das Einzelstück soll anschließend auf Tournee gehen und auf verschiedenen Events vorgestellt werden.

Fazit

Ein Recycling-Auto als Gesamtkonzept dürfte sich industriell nur schwer realisieren lassen. Luca bietet aber interessante Ansätze für weitere Werkstoffe, die den Automobilbau nachhaltiger gestalten können. Schon heute nutzen erste Hersteller, zum Beispiel für Innenraumverkleidungen, Recyclingmaterialien.

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