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Fisker Pear Teaser
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Fisker Pear Teaser 9 Bilder

Fisker Pear (2024): Elektroauto-Revolution mit Foxconn

Fisker Pear (2024) Das klimaneutrale Auto vom Handy-Fertiger

Fisker holt sich den iPhone-Fertiger Foxconn ins Boot. Der soll ab 2024 eine E-Auto-Revolution bauen, bis 2027 sogar klimaneutral. Ab sofort kann vorbestellt werden.

Das erste Serienmodell, der Fisker Ocean, rollt gerade erst auf die Straße, da geht Henrik Fisker bereits das nächste Projekt an. 2024 will der umtriebige Designer und Start-up-Chef sein nächstes Elektroauto-Projekt fertig haben, das aktuell noch auf den Namen "Pear" hört. Das Akronym steht für "Personal Electric Automotive Revolution", was übersetzt schlicht "Persönliche Elektroauto-Revolution" bedeutet. Bescheidenheit war noch nie eine Fisker-Eigenschaft.

Über Twitter lancierte Fisker bereits erste Teaserbilder des Pear. Zu erkennen ist ein Kleinwagen im Crossover-Stil. Ergänzend erklärt Henrik Fisker, dass er einen Startpreis von 29.900 Dollar (umgerechnet rund 26.000 Euro) anpeilt. Dazu kämen noch landesübliche Steuern, mögliche E-Auto-Förderprämien wären vom Preis allerdings noch abzuziehen. Mit der aktuell noch gültigen 7.500 Dollar-Förderung wäre der Fisker Pear in den USA, wo der Kleinwagen als Erstes starten soll, also für rund 22.500 Dollar zu haben. Reservierungen gegen eine Anzahlung von 250 Dollar nimmt Fisker bereits entgegen. Wer gleich zwei Pear vorbestellt, muss für den Zweitwagen nur noch 100 Dollar hinterlegen.

Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker, Inc.
Der Elektro-SUV Fisker Ocean soll 2022 auf den Markt kommen. Gebaut wird er bei Magna-Steyr in Graz.

Auftragsfertiger wollen Autos bauen

Um den revolutionären Ansatz bewerten zu können, wären technische Daten nicht schlecht, die fehlen aber aktuell noch komplett. Immerhin gibt es inzwischen Details zur Idee, dass das Pear-Projekt bis 2027 auch klimaneutral produziert und vertrieben werden soll, und zwar von der möglichst lokal stattfindenden Produktion über die schienengebundene Logistik bis hin zum Batterie-Recycling. Klingt prima, ist aber eben auch noch wenig konkret. Bleibt noch der Blick auf den Partner, mit dem Fisker das Pear-Projekt umsetzen möchte. Der heißt Foxconn, gehört zur taiwanesischen Hon-Hai-Gruppe und ist bisher hierzulande vor allem dafür bekannt, Unterhaltungselektronik-Hardware zu bauen, zu vorderst iPhones von Apple. Klingt zumindest auf den ersten Blick revolutionär, ist es aber nur noch zum Teil. Denn die Idee, mithilfe von sogenannten Auftragsfertigern, die bisher vor allem Unterhaltungselektronik produzieren, auch Autos zu bauen, hatten inzwischen auch schon andere. Geely, zum Beispiel. Der chinesische Auto-Riese hat ebenfalls eine Kooperation mit Foxconn. Und auch Apple werden immer wieder Ambitionen nachgesagt, das geheimnisvolle Apple-Car nicht mit einem klassischen Autobauer realisieren zu wollen, sondern mit dem langjährigen Partner Foxconn.

Auch der chinesische Auto-Riese Geely will gemeinsam mit Foxconn Autos bauen.

In 24 Monaten zum fertigen Auto?

Den dürfte das Interesse nicht gänzlich unvorbereitet treffen. Die Automotive-Sparte des Konzerns hat längst eine passende Elektro-Auto-Plattform entwickelt, die nach eigenen Angaben variabel genug ist, um damit quasi jede Art von Elektro-Auto realisieren und anschließend in großen Stückzahlen produzieren zu können. Das ist nämlich das eigentliche Foxconn-Geschäft: die Skalierung. Riesige Stückzahlen in Rekordzeit zu produzieren. Dazu passt, dass zwischen dem offiziellen Start der Partnerschaft Ende 2021 und dem Produktionsstart lediglich rund zwei Jahre liegen sollen. In der unterzeichneten Absichtserklärung ist die Rede von einem Produktionsvolumen von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr. Gefertigt werden soll in einem Ex-GM-Werk in Ohio, das Foxconn bereits gekauft hat und in dem auch der Elektroautohersteller Lordstown beheimatet ist. Das Auto selbst soll sich nicht in bestehende Kategorien einsortieren lassen. Gemeinsam werde man ein "bahnbrechendes neues Segment-Fahrzeug entwickeln", so Fisker.

Kommentar Jochen Knecht Apple-Car
Alternative Antriebe

Fazit

"Wir werden ein Fahrzeug schaffen, das soziale Grenzen überwindet, eine Verbindung aus fortschrittlicher Technik, Design, Innovation und Kosteneffektivität bietet und gleichzeitig unser Engagement für die Schaffung der nachhaltigsten Fahrzeuge der Welt erfüllt", frohlockt der dänische Designer und Firmengründer Henrik Fisker über sein Projekt mit Foxconn. Das klingt noch erstaunlich unkonkret für ein Auto, das Fisker in kaum 24 Monaten auf der Straße haben will. Wenn Foxconn tatsächlich bereits so weit ist, das dafür nötige Entwicklungstempo hinzubekommen, wäre das in der Tat beinahe eine Revolution!

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